Bachelorarbeit, 2013
130 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Einordnung des Themas
2.1 Neuroökonomie
2.2 Erweiterung der Neuroökonomie
2.3 Neuromarketing als Teilbereich der Neuroökonomie
3 Grundlagen der „Black Box“ Gehirn
3.1 Neurowissenschaften
3.2 Aufbau des menschlichen Gehirns
3.2.1 Stammhirn
3.2.2 Limbisches System
3.2.3 Großhirnrinde
3.3 Relevante Gehirnstrukturen der Consumer Neuroscience
3.3.1 Belohnungssystem
3.3.2 Bestrafung
3.3.3 Entscheidung
3.4 Methoden der Hirnforschung
3.4.1 Elektroenzephalografie (EEG)
3.4.2 Magnetenzephalografie (MEG)
3.4.3 Positronen-Emissions-Tomografie (PET)
3.4.4 Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT)
3.4.5 Resümee der Methoden
4 Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Konsumentenverhalten
4.1 Aktueller Forschungsstand
4.1.1 Markenforschung
4.1.2 Werbewirkungsforschung
4.1.3 Kaufentscheidung
4.1.4 Resümee zum Forschungsstand
4.2 Das Limbic®-Modell der Emotions- und Motivsysteme
4.2.1 Balance-System
4.2.2 Stimulanz-System
4.2.3 Dominanz-System
4.2.4 Dynamik und Spielräume der Emotionen und Motive
4.3 Die Neuentdeckung des Unbewussten
4.4 NeuroIPS Verfahren
4.5 Codes – Die vier Zugänge zum Konsumenten
4.5.1 Sprache
4.5.2 Geschichten
4.5.3 Symbole
4.5.4 Sensorik
4.6 Markennetzwerke
5 Implikationen für das Marketing als Konstrukt der 4 N‘s
5.1 Neuropricing
5.2 Neuroproducting
5.3 Neuropromotion
5.4 Neurodistribution
6 Schlussbetrachtung und Fazit
Die Arbeit untersucht das aktuelle Trendthema der Neuroökonomie und deren Teilbereiche "Consumer Neuroscience" bzw. "Neuromarketing". Das primäre Ziel ist es, das Konsumentenverhalten aus der Perspektive neurowissenschaftlicher Erkenntnisse zu analysieren und daraus Implikationen für die Marketingpraxis abzuleiten, wobei ein innovatives Konstrukt der vier N's (Neuropricing, Neuroproducting, Neuropromotion, Neurodistribution) angewendet wird.
3.3.1 Belohnungssystem
Das Belohnungssystem besteht aus einer komplexen Verflechtung von Strukturen verschiedenster Hirnareale wie beispielsweise Teile der Großhirnrinde (orbitofrontaler Cortex) und des limbischen Systems. Der Beweis für die Existenz des Belohnungssystems geht zurück auf ein Tierexperiment von den Wissenschaftlern James Olds und Peter Millner aus dem Jahr 1954. Hierzu implantierten die Wissenschaftler Nadelelektronen in Rattengehirne, die über elektrisch freisetzbare Reize in der Lage waren das Gehirn der Ratten zu stimulieren. Die Freisetzung der elektrischen Reize erfolgte dabei im Versuchsaufbau in Form eines Hebels durch die Tiere selber. Das Ergebnis des Experiments war, dass die elektrische Stimulation dieser Gehirnstrukturen bei den Ratten ein so großes Wohlbefinden auslösten, dass sie so oft wie in der Versuchsanordnung möglich, den Hebel zur Aktivierung der Glücksgefühle betätigten und dabei sogar auf Nahrung oder Fortpflanzung verzichteten. Analoge Experimente mit menschlichen Probanden kamen zu ähnlichen Ergebnissen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg der Hirnforschung und ihre zunehmende Relevanz für die Konsumentenverhaltensforschung und das Marketing.
2 Einordnung des Themas: Dieses Kapitel ordnet das Neuromarketing als Teilbereich der Neuroökonomie in den wissenschaftlichen Kontext ein.
3 Grundlagen der „Black Box“ Gehirn: Hier werden der strukturelle und funktionelle Aufbau des menschlichen Gehirns sowie die wichtigsten Forschungsmethoden erörtert.
4 Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Konsumentenverhalten: Das Kapitel analysiert den Forschungsstand, das Limbic-Modell und die Bedeutung unbewusster Prozesse sowie die Wirkung von Markensignalen.
5 Implikationen für das Marketing als Konstrukt der 4 N‘s: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis übertragen und das Konstrukt der 4 N's (Neuropricing, Neuroproducting, Neuropromotion, Neurodistribution) vorgestellt.
6 Schlussbetrachtung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial der Consumer Neuroscience für die zukünftige Marketingpraxis.
Neuroökonomie, Neuromarketing, Consumer Neuroscience, Konsumentenverhalten, Gehirnforschung, Limbisches System, Belohnungssystem, Unbewusstes, Neuropricing, Neuroproducting, Neuropromotion, Neurodistribution, Markennetzwerke, Framing-Effekt, Multisensorisches Marketing.
Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften genutzt werden können, um das Konsumentenverhalten besser zu verstehen und Marketingstrategien wirkungsvoller zu gestalten.
Die Arbeit deckt die Grundlagen der Gehirnstruktur, die Rolle von Emotionen und unbewussten Prozessen sowie deren konkrete Anwendung in Preis-, Produkt-, Kommunikations- und Distributionsentscheidungen ab.
Das Ziel ist es, aus dem Blickwinkel der Hirnforschung ergänzende Implikationen für die Marketingpraxis abzuleiten und diese in einem innovativen 4-N-Konstrukt zusammenzuführen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien aus der Neuroökonomie, Consumer Neuroscience und angrenzender Disziplinen, ergänzt durch die kritische Auseinandersetzung mit neurophysiologischen Messmethoden wie dem fMRT.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Aufbau des Gehirns, der Bedeutung der Emotions- und Motivsysteme (Limbic-Modell), der Rolle des Unbewussten sowie den vier Marketing-N's als praktische Umsetzungsstrategien.
Zentrale Begriffe sind Neuromarketing, Consumer Neuroscience, Limbic-Modell, unbewusste Prozesse, Kaufentscheidung, Markennetzwerke und die vier N's des Marketings.
Codes (Sprache, Geschichten, Symbole, Sensorik) fungieren als Bedeutungsträger, die implizite Botschaften direkt in das Gehirn des Konsumenten übermitteln und dort neuronale Markennetzwerke aktivieren.
Sie beschreibt, dass bei der Entscheidung für eine bevorzugte Marke die rational-kognitiven Gehirnbereiche weniger stark beansprucht werden, was dem Gehirn die Entscheidungsfindung erleichtert.
Der Pilot steht für das explizite, bewusste Denken und Handeln, während der Autopilot das evolutionsbiologisch ältere, implizite und weitgehend unbewusste Steuerungssystem des Gehirns repräsentiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

