Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Tagesschau zwischen Kritik und Auftragserfüllung
2.1 Kritische Stimmen zur Berichterstattung
2.2 Die visuelle Gestaltung
2.2.1 Vom starken Bild zum bloßen Beiwerk
2.2.2 Eintönige Darstellung und Ablenkungspotenzial
2.2.3 Neutrale Darstellung und Informationsvermittlung
2.2.4 Standardisierte Bilder für eine objektive Berichterstattung
2.3 Die Kommunikation
2.3.1 Sprache und Sprecher im Wandel
2.3.2 Die verbale Kommunikation
2.3.2.1 Verständnisschwierigkeiten und Eintönigkeit
2.3.2.2 Präzision, Objektivität und Respekt
2.3.2.3 Vorgefertigter Sprachapparat für Zeitmanagement und Objektivität
2.3.3 Die nonverbale Kommunikation
2.3.3.1 Neutralität und Distanz
2.3.3.2 Ablenkungspotenzial durch unpersönliche Informationsvermittlung
2.4 Die Themengestaltung
2.4.1 Von der Unterhaltungsshow zur politischen Nachrichtensendung
2.4.2 Ausgewogene Berichterstattung ohne Hintergrund und Soft News
2.4.3 Glaubwürdigkeit durch hohe Nachrichtenqualität
2.4.4 Hohe Nachrichtenqualität trotz kritikwürdiger Themengestaltung
3. Markenhistorie als Erfolgsfaktor
3.1 Die Tagesschau – eine Marke mit Historie
3.2 Von der Markenhistorie zur Markentreue
3.2.1 Markenidentitätsbezogene Potenziale
3.2.2 Markenwissenbezogene Potenziale
3.2.3 Das konsumentenbezogene Potenzial Markentreue
3.2.4 Zuschauerbindung durch Markenhistorie
4. Der Erfolg der Tagesschau
4.1 Auftragserfüllung und kritikwürdige Darstellung
4.2 Kritikwürdige Darstellung als Methodenhistorie
4.3 Erfolg durch Markentreue
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Ursachen für den anhaltenden Erfolg der Tagesschau, obwohl diese regelmäßig für ihre als eintönig und unpersönlich wahrgenommene Nachrichtenpräsentation kritisiert wird. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie die Nachrichtensendung trotz Kritik ein so hohes Maß an Vertrauen und Markentreue bei den Zuschauern aufrechterhalten kann.
2.2.2 Eintönige Darstellung und Ablenkungspotenzial
Die visuelle Darstellung der Nachrichten in der Tagesschau ist eintönig. Zum einen ist dies anhand des verwendeten Filmmaterials erkennbar. Der Zuschauer wird mit standardisierten Bildern von vorfahrenden Limousinen und Konferenzen konfrontiert, die immer gleiche Zusammenhänge und Prozesse suggerieren. Diese festgefahrene und eintönige Darstellung ist beispielsweise an folgenden Handlungen ersichtlich:
• Staatsmänner, die wiederkehrende repräsentative Handlungen vollziehen, wie zum Beispiel das Schütteln von Händen oder das Sprechen in Mikrofone
• Kriegs- oder Krisenberichterstattung verlaufen nach gleichem Muster, bei der involvierte ausländische Staatsmänner ebenfalls Hände schütteln und in Mikrofone sprechen
• Die Struktur der Nachrichtenvermittlung von Demonstrationen verläuft über Jahre hinweg ähnlich: gleicher Prozess nur anderer Standort
Zum anderen wirkt auch die visuelle Gestaltung der einzelnen Beiträge eintönig, die sich über die letzten Jahre nur wenig verändert hat und beinahe von langweiligem Charakter zeugt. Dies fand auch der Kommunikationswissenschaftler Peter Ludes heraus. Er kritisiert vor allem das Repertoire, aus dem die Tagesschau hinsichtlich der Bildgestaltung schöpft. So sind zentrale Bestandteile der Filmbeiträge stets die Perspektive der Normalsicht auf Augenhöhe und distanzierte Einstellungsgrößen. Neben den bereits im letzten Absatz geschilderten Standardbildern bleiben auch die Einstellungen in Interviewsituationen mit den vielen Staatsmännern, welche die Tagesschau häufig zu Wort kommen lässt, nahezu unverändert und eintönig. Diese verstärkte Darstellung von Interviewsituationen vermittelt zudem den Eindruck, dass es sich dabei um „Hörfunkbeiträge im falschen Medium“ handelt.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Kritik an der Tagesschau ein und definiert die Fragestellung, wie trotz dieser Kritik der Erfolg der Sendung zu erklären ist.
2. Die Tagesschau zwischen Kritik und Auftragserfüllung: In diesem Kapitel werden kritische Stimmen zur visuellen, verbalen und nonverbalen Gestaltung sowie zur Themengestaltung analysiert und dem gesetzlichen Auftrag gegenübergestellt.
3. Markenhistorie als Erfolgsfaktor: Dieser Teil führt die Theorie des History Managements ein, um die Tagesschau als Marke mit einer prägenden Historie zu verstehen, die Identifikation ermöglicht.
4. Der Erfolg der Tagesschau: Die Ergebnisse aus Kapitel 2 werden in die Theorie aus Kapitel 3 integriert, um aufzuzeigen, dass die Markentreue die negativen Kritikpunkte in ihrer Wirkung überwiegt.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Markentreue die entscheidende Variable für den Erfolg der Tagesschau darstellt, da sie dem Zuschauer Orientierung, Vertrauen und Identifikationsmöglichkeiten bietet.
Tagesschau, Nachrichtensendung, Markenhistorie, Markentreue, Markenidentität, History Management, Nachrichtenpräsentation, Glaubwürdigkeit, Nachrichtenqualität, Zuschauerbindung, Objektivität, Informationsvermittlung, Bildgestaltung, Kommunikation, Fernsehjournalismus.
Die Arbeit analysiert, warum die Tagesschau trotz wiederkehrender Kritik an ihrer als eintönig wahrgenommenen Nachrichtenpräsentation bei den Zuschauern so erfolgreich und glaubwürdig bleibt.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die visuelle Gestaltung, die verbale und nonverbale Kommunikation sowie die Themengestaltung der Nachrichtensendung um 20:00 Uhr.
Ziel ist es herauszustellen, welche Faktoren trotz der kritikwürdigen Darstellung zum anhaltenden Erfolg und der hohen Zuschauerbindung der Tagesschau führen.
Die Arbeit stützt sich auf die Theorie des „History Managements“ von Herbrand und Röhring, um die verschiedenen Bestandteile der Markenhistorie der Tagesschau systematisch zu untersuchen.
Im Hauptteil werden zunächst negative Kritikpunkte an der Nachrichtendarstellung dargelegt, gefolgt von einer Analyse der Historie der Tagesschau als Marke und ihrer Bedeutung für die Markentreue der Zuschauer.
Die zentralen Begriffe sind Markenhistorie, Markentreue, Zuschauerbindung, Nachrichtensendung, Glaubwürdigkeit, Markenidentität und Nachrichtenqualität.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die visuelle Gestaltung zwar oft als eintönig und lückenhaft kritisiert wird, jedoch bewusst zur Wahrung der Objektivität und ethischer Grundsätze eingesetzt wird.
Die Markentreue ist der entscheidende Erfolgsfaktor; sie bindet Zuschauer an die Marke, da diese Orientierung in einer informationsüberfluteten Welt bietet und eine hohe Identifikation ermöglicht.
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