Diplomarbeit, 2013
189 Seiten, Note: 3,00
1 Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Ziel, Aufbau und Methode
Problemstellung
Aufbau, Methodik
1.3 Quellenlage
Die bildlichen Quellen
Die schriftlichen Quellen
2 Die Ausgangssituation – der mittelalterliche Bau
2.1 Baubeschreibung
Portal | Narthex | Läuthäuser | Westempore
Pfeiler | Hauptschiff | Seitenschiffe
Querhaus | Vierung | Chorquadrat | Hauptchor | Nebenapsiden
2.2 Programm
3 Die Erneuerung ab 1613
3.1 Baubeschreibung
Portal | Narthex | Läuthäuser | Westempore
Pfeiler | Hauptschiff | Seitenschiffe
Querhaus | Chorquadrat | Hauptapsis | Nebenchöre
3.2 Die Genese des frühbarocken Umbaus
Der Auftraggeber
Der Baumeister
Die Stuckierungen
Das Programm
3.3 Die Amtszeit der Äbte Negele und Buechauer 1637–1669
4 Die zweite barocke Bauphase unter Abt Erenbert II. Schrevogl (ab 1673)
4.1 Baubeschreibung
Portal | Narthex | Läuthäuser | Westempore
Hauptschiff | Seitenschiffe | Pfeiler
Querhaus | Vierung | Chorquadrat | Nebenchöre
4.2 Spätere Renovierungen und Erweiterungen 1703–1712
4.3 Das Programm
Kremsmünster als ecclesia angelica
52 Statuen
4.4 Die verantwortlichen Künstler
Forschungsgeschichte
Verhältnis Colomba/Barbarini
Giovanni Battista Barbarini („Barberini“, „Barberino“, „Barbarino“)
Herkunft der Künstler – Valle d'Intelvi
4.5 Die Vorbilder
a: Stuckräume: Dom von Passau
a. Stuckräume: Wiener Servitenkirche
b: Altäre: Maria Plain
4.6 Die Rolle Erenbert II. Schrevogls
5 Das Material Stuck
5.1 Erzeugung von Stuck
5.2 In Kremsmünster verwendete Stucktechniken
6 Resumée
Appendix
Anhang 1
Anhang 2
Anhang 3
Anhang 4
Die vorliegende Arbeit untersucht die Stuckausstattung der Stiftskirche Kremsmünster im 17. Jahrhundert. Ziel ist es, die komplexe Baugeschichte und die künstlerische Gestaltung, die maßgeblich durch italienische Künstler wie Giovanni Battista Barbarini geprägt wurde, wissenschaftlich aufzuarbeiten, die bisherigen ungenauen Datierungen der Bauphasen zu hinterfragen und die ikonographische Bedeutung der Ausstattung im Kontext der Zeit zu beleuchten.
Die bildlichen Quellen
Es gibt mehrere zeitgenössische Darstellungen der Kirche, die alle voneinander in Art und Inhalt divergieren. Ein Grundriss ist von 1613/14 (Abb. 4) und ist stark zerfallen. Die zweite Darstellung ist ein Kircheneinblick von 1641 (Abb. 2), hier zeigt sich vielleicht, was von dem ersten Grundriss umgesetzt wurde und was nicht. Die dritte Quelle ist wieder ein Grundriss von 1676 (Abb. 5), der unmittelbar vor der endgültigen Umwandlung der Raumschale der Stiftskirche entstand. Carlo Antonio Carlone zeichnete diesen Riss, der hauptsächlich das Neubauprojekt der Marienkapelle thematisiert. Als weitere Quelle wird eine Stiftsansicht herangezogen, die zum 900. Gründungsjubiläum 1677 durch den Stecher Matthäus Küsell nach einer Zeichnung von Clemens Beuttler angefertigt wurde (Abb. 6). Die wahrscheinlich für uns wichtigste Quelle ist der Riss von 1680, der wohl aus der Zeit des Kontraktabschlusses zwischen Colomba, Barbarini und Schrevogl stammt und auf dem wiederum Abweichungen zur tatsächlichen Ausführung bestehen (Abb. 7).
In Anbetracht dieser erhaltenen Quellen sollten wir gut über die Zustände vor und nach den Bauphasen aufgeklärt sein und ein genaues Bild von ihnen haben. Die im Laufe des 17. Jahrhunderts entstandenen Zeichnungen zeigen aber so unterschiedliche Details, dass Fragen zu den Umgestaltungen auftauchen. Für manche werde ich versuchen, Antworten zu finden, alle Fragen können jedoch auf keinen Fall in einer Diplomarbeit, die sich hauptsächlich mit der Stuckausstattung befassen soll, ausgearbeitet werden und müssen weiterhin offen bleiben.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Stuckausstattung der Stiftskirche Kremsmünster im 17. Jahrhundert sowie Darstellung des Forschungsstandes und der methodischen Herangehensweise.
2 Die Ausgangssituation – der mittelalterliche Bau: Beschreibung der mittelalterlichen Architektur, um das Fundament für die späteren barocken Veränderungen und das zugrunde liegende Raumprogramm zu verstehen.
3 Die Erneuerung ab 1613: Untersuchung der ersten größeren baulichen Veränderungen unter Abt Anton Wolfradt, inklusive der Analyse des frühbarocken Umbaus und der Beteiligung der ersten Künstler.
4 Die zweite barocke Bauphase unter Abt Erenbert II. Schrevogl (ab 1673): Detaillierte Analyse der umfangreichen Umgestaltungen ab 1673, die das heutige Erscheinungsbild der Stuckausstattung prägen, sowie Untersuchung der Künstler und stilistischen Vorbilder.
5 Das Material Stuck: Erläuterung der handwerklichen Herstellungsprozesse und der spezifischen in Kremsmünster angewandten Stucktechniken des 17. Jahrhunderts.
6 Resumée: Zusammenfassende Betrachtung der Bauentwicklung und der Bedeutung der Stuckausstattung im Kontext des italienischen Einflusses.
Stuckausstattung, Stiftskirche Kremsmünster, Barock, Giovanni Battista Barbarini, Stucktechnik, Baugeschichte, 17. Jahrhundert, Stuckdekoration, Ikonographie, Kirchenbau, Carlo Antonio Carlone, Renovatio, Künstlerkollektiv, Sakralraum, Architektur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der barocken Stuckausstattung der Stiftskirche Kremsmünster im 17. Jahrhundert und untersucht deren Entstehung, Ausführung und kunsthistorische Bedeutung.
Zentrale Themen sind die Baugeschichte der Stiftskirche im 17. Jahrhundert, die Rolle der Auftraggeber (Äbte) und Künstler (Stuckateure), die Ikonographie der Stuckdekoration sowie die bauhistorische Analyse der verschiedenen Umbauphasen.
Das Ziel ist es, die komplexe Stuckausstattung wissenschaftlich aufzuarbeiten, die traditionelle, teils ungenaue Einteilung der Bauphasen zu hinterfragen und eine fundierte Einordnung in den kunsthistorischen Kontext der Zeit vorzunehmen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Archivalienrecherche (Quellenstudium von Verträgen und Rechnungen), bauhistorischer Analyse (Grundrisse und zeitgenössische Darstellungen) sowie vergleichender Stilanalyse im Kontext ähnlicher Bauten.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Bauphasen – vom mittelalterlichen Bestand über die Erneuerungen ab 1613 bis zur umfassenden Umgestaltung ab 1673 – detailliert beschrieben und analysiert.
Wichtige Begriffe sind Stuckausstattung, Stiftskirche Kremsmünster, Giovanni Battista Barbarini, Barock, Baugeschichte, Stucktechnik und Ikonographie.
Die Arbeit zeigt, dass eine starke Vernetzung zwischen Künstlern aus dieser Region bestand, die oft in familiären Verbänden arbeiteten und als "Künstlerkollektive" komplexe Aufträge von der Planung bis zur Ausführung übernahmen.
Der Passauer Dom dient als ideales Vergleichsbeispiel, da er in ähnlicher Zeit und unter ähnlicher stilistischer Beeinflussung ausgestattet wurde und somit bei der Einordnung der Qualität und der Verbreitung der Dekormotive in Kremsmünster hilft.
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