Masterarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,6
1. Die Entwicklung von Arbeitszeiten und (zeitlichen) Anforderungen der Arbeitswelt
1.1 Arbeitszeit
1.2 Arbeitsweg
1.3 Weiterbildung
1.4 Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit
1.5 Zwischenfazit
2. Eigene Betrachtung und Analyse der zeitlichen Anforderungen der Arbeitswelt und ihrer Entwicklungstendenzen
2.1 Fragestellung und Arbeitshypothesen
2.2 Datenbasis
2.3 Auswahl der Untersuchungseinheit
2.4 Operationalisierung
2.5 Analyse und Ergebnisse
2.6 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Prognosen
3. Flexible Kinderbetreuungsangebote – Praxisbeispiele
3.1 Zielsetzung
3.2 Konzeption der Fallstudien
3.3 Beschreibung der Einrichtungen
3.3.1 pme Familienservice GmbH
3.3.2 AWO
3.4 Kontrastierung und Evaluierung der Ergebnisse
4. Fazit
Die Arbeit analysiert den Wandel der zeitlichen Anforderungen in der modernen Arbeitswelt und untersucht, inwieweit bestehende Kinderbetreuungsangebote diesen Veränderungen gerecht werden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Notwendigkeit flexibler Betreuungsformen für Kinder unter sechs Jahren vor dem Hintergrund steigender Erwerbsbeteiligung und atypischer Arbeitszeiten.
1.4 Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit
Die Arbeiten und Analysen zur Entgrenzung und Subjektivierung sind ein sehr umfangreiches Themenfeld und könnten, bei detaillierter Aufarbeitung, eine eigenständige Arbeit füllen. Da dies für die vorliegende Fragestellung allerdings nicht den Analysekern, sondern nur einen weiteren wichtigen Aspekt darstellt, erheben die folgenden Ausführungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen lediglich einen Überblick über die beiden in der Literatur intensiv thematisierten Entwicklungstrends und deren Folgen und Konsequenzen für die ArbeitnehmerInnen ermöglichen.
Entgegen der recht engen Definition des Flexibilitätsbegriffs in den vorangestellten Teilkapiteln wird er in der Debatte um die Entgrenzung von Arbeit etc. in einer eher loseren Bedeutung, nämlich im Sinne von Abweichungen und / oder Veränderungen von dem bisher als normal bzw. üblich Betrachtetem, verwendet.
Entgrenzungs- und Subjektivierungsdebatten sind im Zuge der (arbeits)gesellschaftlichen Entwicklungen entstanden, die oben anhand von verschiedenen Daten in Bezug auf die Anforderungen der Arbeitswelt skizziert wurden. Sie beziehen eine recht eindeutige Position, die an dieser Stelle allerdings nicht weiter hinterfragt, sondern lediglich dargelegt werden soll.
Mit dem Begriff Entgrenzung wird, ganz generell betrachtet, ein Prozess beschrieben, bei dem sich die Grenzen zwischen verschiedenen Sphären auflösen. Auf den Bereich der Arbeit übertragen, meint dies z.B. die Auflösungen von zeitlichen und räumlichen Strukturen der betrieblich organisierten Arbeit - wie etwa die strikten Grenzziehungen zwischen Arbeitszeit und Freizeit, Arbeitsstätte und Heim etc. (vgl. Belwe, 2007: 2).
1. Die Entwicklung von Arbeitszeiten und (zeitlichen) Anforderungen der Arbeitswelt: Dieses Kapitel gibt einen theoretischen Überblick über den Wandel von Arbeitszeiten, Pendelmobilität und die wachsende Bedeutung beruflicher Weiterbildung in der Wissensgesellschaft.
2. Eigene Betrachtung und Analyse der zeitlichen Anforderungen der Arbeitswelt und ihrer Entwicklungstendenzen: Hier erfolgt die empirische Trendanalyse mittels SOEP-Daten zur Prüfung der Arbeitshypothesen sowie die Untersuchung der Kinderbetreuungssituation in Deutschland.
3. Flexible Kinderbetreuungsangebote – Praxisbeispiele: Dieses Kapitel stellt zwei Fallstudien (pme Familienservice GmbH und AWO „Kunterbunt“) vor, um deren Strategien zur Flexibilisierung von Betreuungsangeboten praxisnah zu vergleichen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, konstatiert den Wandel der Arbeitswelt und leitet Empfehlungen für eine notwendige Flexibilisierung der Betreuungsinfrastruktur ab.
Arbeitszeit, Flexibilisierung, Kinderbetreuung, Fallstudie, Work-Life Balance, SOEP, Erwerbsbeteiligung, Vereinbarkeit, Arbeitsweg, Weiterbildung, Entgrenzung, Subjektivierung, Familienservice, Betreuungsquote, Tagesbetreuung.
Die Arbeit untersucht, wie sich veränderte Anforderungen in der Arbeitswelt – etwa flexiblere Arbeitszeiten – auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auswirken und ob aktuelle Kinderbetreuungsangebote diesen neuen Bedürfnissen entsprechen.
Zentral sind die Entwicklung von Arbeitszeiten, die zunehmende Bedeutung von Mobilität am Arbeitsweg, die Rolle der beruflichen Weiterbildung sowie die institutionelle Kinderbetreuung für Kinder unter sechs Jahren.
Das Ziel ist es, auf Basis einer empirischen Datenanalyse und ergänzender Fallstudien die Notwendigkeit für flexiblere Kinderbetreuungsangebote aufzuzeigen, die über klassische Öffnungszeiten hinausgehen.
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse mit einer quantitativen Trendanalyse basierend auf SOEP-Daten (Sozio-oekonomisches Panel) sowie einem qualitativen Vergleich zweier Fallstudien von Betreuungseinrichtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Analyse von Arbeitszeit- und Betreuungsdaten sowie die detaillierte Vorstellung und Kontrastierung der zwei Fallstudien, einer privat-gewerblichen und einer gemeinnützigen Einrichtung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitszeitflexibilisierung, Work-Life Balance, institutionelle Kinderbetreuung, Betreuungsbedarf und Vereinbarkeit von Familie und Beruf kennzeichnen.
Die Arbeit untersucht mittels Varianzanalyse, ob der Trägertyp einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Eltern hat. Die Ergebnisse zeigen jedoch keinen signifikanten Einfluss der Art des Trägers auf die Zufriedenheit.
Die Fallstudien zeigen, dass beide Einrichtungen versuchen, durch spezielle Programme wie Back-up-Betreuung oder erweiterte Buchungsoptionen auf die Bedürfnisse der Eltern einzugehen, dabei jedoch stets an strukturelle und finanzielle Grenzen stoßen.
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