Diplomarbeit, 2003
99 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Aufgabenbeschreibung
1.2 Vorgehensweise
2 Festool Portal Szenario
2.1 Systemumgebung
2.2 Anforderungen von Festool an das Portal
3 Definition und Klassifizierung von Portalen
3.1 Definitionen von Portalen
3.2 Klassifizierung – vertikale und horizontale Portale
3.3 Typen von Unternehmensportalen
3.3.1 Mitarbeiterportale
3.3.2 Geschäftskunden- und Lieferantenportale
3.4 Endkundenportale
3.5 Abgrenzung zum Marktplatz
4 Funktionen von Portal-Software
4.1 Grundfunktionen
4.1.1 Benutzer-Management
4.1.2 Personalisierung
4.1.3 Single-Sign-On
4.1.4 Content-Management
4.1.5 Layout-Management
4.1.6 Struktur-Management
4.1.7 Suche
4.2 Erweiterte Funktionalitäten
5 Aufbau von Portalen
5.1 Allgemeine Portal-Architektur
5.1.1 Präsentationsdienste
5.1.2 Portal-Server
5.1.3 Integration Services
5.1.4 Backend Systeme
5.2 Beispiele für Portal-Architekturen
5.2.1 IBM WebSphere-Portal
5.2.2 Serverseitige Skriptsprachen
6 Das Oracle 9iAS Portal
6.1 Portal-Architektur
6.2 Portlets und Provider
6.2.1 Die Oracle Portlet-API
6.2.2 Die Provider- und Portlet-Konfigurationsdatei
6.2.3 Provider Runtime Framework
6.2.4 Kommunikation und Ereignisbehandlung zwischen Portlets
6.3 Ablauf und Behandlung einer Portalanfrage
7 Intershop Enfinity
7.1 Komponenten
7.2 Prozessmodellierung
7.3 Schnittstellen eCAPI, eRXI und Cartridges
8 Web Services
8.1 Das SOAP Protokoll
8.2 Web Services Description Language
8.3 UDDI
9 Konzeption und Implementierung
9.1 Integrationskonzepte
9.1.1 Integrationsarten
9.1.2 Datenformat
9.1.3 Anordnung der EKS-Komponenten im Portal
9.2 Anpassung der Enfinity Templates
9.3 URL umschreiben
9.4 Einbinden von Informationen aus dem Content-Management-System Zope
9.5 Umsetzung des Single-Sign-On
9.6 Entscheidungsfindung
9.7 Übertragung mittels HTTP Request/Response-Prozess
9.8 Konfigurator
9.9 Definition des Portlets in der Provider-Deklarationsdatei
9.10 Code Optimierung
9.11 Einbindung in das Portal
9.11.1 Deployment der Portal-Anwendung
9.11.2 Einsetzen des EKS Portlets
10 Zusammenfassung und Ausblick
10.1 Ergebnisse der Arbeit
10.2 Fazit zu den verwendeten Systemen
10.2.1 Oracle9iAS Portal
10.2.2 Enfinity
10.2.3 Web Services SAP/R3
10.3 Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Erarbeitung von Konzepten zur nahtlosen Integration eines Online-Einkaufssystems (EKS) in ein bestehendes Geschäftskundenportal. Dabei wird untersucht, wie Geschäftsprozesse automatisiert und durch die Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem (WWS) optimiert werden können, um Medienbrüche zu vermeiden und die Effizienz zu steigern.
9.1 Integrationskonzepte
Aufgabe war es das bestehende EKS nahtlos in das Portal einzufügen. Dazu bieten sich generell zwei Integrationsarten an:
– Anbindung über die vorhandene Benutzerschnittstelle
– direkte Einkopplung in das System über Systemschnittstellen/APIs
Bei der Anbindung über die vorhandene Benutzerschnittstelle simuliert das Portal einen Benutzer, welcher das Einkaufssystem besucht (Siehe Abbildung 27: blau dargestellt). Es stellt für das Einkaufssystem keinen Unterschied dar, ob der Benutzer das Einkaufssystem direkt per Browser besucht oder indirekt über das Portal. Die Logik des Systems, wie Katalogsuche oder Bestellvorgänge können in vollem Umfang genutzt werden. Das Portal ist dadurch jedoch auch darauf beschränkt. Es können keine sonstigen Funktionen wie beispielsweise Datenbankabfragen oder Aktualisierungen der Produkte aus dem Portal heraus getätigt werden.
Das grösste Problem bei der direkten Systemeinkopplung ist das Umgehen der Logik des EKS. Damit würden die Prozesse von dem EKS in das Portal verlagert und müssten dort neu implementiert werden. Das EKS würde nur noch zur Datenhaltung benutzt werden. Laut Aufgabenstellung sollte das Einkaufssystem auch ohne Portal funktionieren. Daher müssen Änderungen an Prozessen sowohl im Portal wie auch im Einkaufssystem implementiert werden. Enfinity bietet die Möglichkeit die Logik des Einkaufssystems relativ einfach anzupassen. Die Ausgabe kann über Templates in beliebigem Format erfolgen. Wegen dieser Möglichkeiten, zusammen mit den oben genannten Vorteilen einer Frontend Anbindung, wurde die Anbindung über die Benutzerschnittstelle gewählt. Das stellt ausserdem die einfachste Möglichkeit für eine prototypische Realisierung dar. Sie erfolgt ohne tiefere Systemeingriffe und kann auf andere EKS leicht übertragen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Unternehmensportalen als zentrale Schnittstelle für Geschäftsprozesse ein und definiert die Aufgabenstellung der Diplomarbeit.
2 Festool Portal Szenario: Hier wird die Systemumgebung des Portaldemonstrators beschrieben, die als Basis für die Integration eines Einkaufssystems in eine bestehende IT-Landschaft dient.
3 Definition und Klassifizierung von Portalen: Dieses Kapitel erarbeitet eine allgemeine Definition des Portal-Begriffs und ordnet verschiedene Portalarten innerhalb eines Unternehmensumfelds ein.
4 Funktionen von Portal-Software: Hier werden die wesentlichen funktionalen Anforderungen an Portal-Software, von Grundfunktionen bis hin zu erweiterten Möglichkeiten, erläutert.
5 Aufbau von Portalen: Dieses Kapitel skizziert die allgemeine Portal-Architektur basierend auf dem 3-Tier-Modell und beleuchtet die verschiedenen technischen Komponenten eines Portalsystems.
6 Das Oracle 9iAS Portal: Hier wird die Architektur des Oracle9iAS Portals sowie die Portlet-API und deren Funktionsweise im Detail vorgestellt.
7 Intershop Enfinity: Dieses Kapitel beschreibt die Komponenten und das Pipeline-Konzept des Einkaufssystems Intershop Enfinity.
8 Web Services: Hier werden die Grundlagen von Web Services und die dazugehörigen Standards wie SOAP, WSDL und UDDI für die Integration verteilter Anwendungen erläutert.
9 Konzeption und Implementierung: Dieses zentrale Kapitel behandelt die konkreten Integrationskonzepte, die Anpassung der Enfinity-Templates, den Einsatz von Web Services für einen Produkt-Konfigurator sowie die technische Implementierung im Portal.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet die erzielten Ergebnisse der Integration und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Standards im Portal-Umfeld.
Unternehmensportal, Web Services, Intershop Enfinity, Oracle9iAS Portal, E-Business, Systemintegration, Portlets, Single-Sign-On, Content-Management, Warenwirtschaftssystem, Prozessmodellierung, XML, SOAP, Konfigurator
Die Arbeit beschäftigt sich mit der technischen Erarbeitung eines Konzepts zur Integration eines Online-Einkaufssystems (EKS) in ein bestehendes Geschäftskundenportal, wobei die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen im Fokus steht.
Die Arbeit deckt die Bereiche Unternehmensportale, Online-Einkaufssysteme, Web Services zur Systemintegration, Content-Management sowie die Konzeption und Implementierung von Portlet-Anwendungen ab.
Das Hauptziel ist die Realisierung eines Demonstrators, der zeigt, wie ein EKS nahtlos in ein Portal eingebunden werden kann, ohne die bestehende Funktionalität des Einkaufssystems für den direkten Zugriff zu beeinträchtigen.
Die Arbeit folgt einem prototypischen Ansatz, bei dem theoretische Grundlagen (Portalarchitekturen, Web-Standards) in eine praktische Beispielimplementierung überführt und kritisch evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Portale, Funktionen, Architektur), die Analyse der eingesetzten Systeme (Oracle 9iAS, Intershop Enfinity, Web Services) und die detaillierte Beschreibung der Konzeption und Implementierung der Integrationslösung.
Zu den zentralen Begriffen gehören Unternehmensportal, Web Services, Systemintegration, Portlets, E-Business und Intershop Enfinity.
Der Konfigurator ist ein wesentliches Element, das es ermöglicht, komplexe Produkte basierend auf Daten aus einem Warenwirtschaftssystem direkt im Portal zu konfigurieren, wobei die Kommunikation zwischen EKS und WWS über Web Services realisiert wird.
Das Single-Sign-On wurde durch das Portlet simuliert, welches dem Einkaufssystem die Anmeldedaten des Portalbenutzers per HTTP-Post-Anfrage übermittelt, sodass die Anmeldung für den Benutzer transparent im Hintergrund abläuft.
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