Diplomarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Der Islam und die Grundlagen des islamischen Rechts
2.1 Die Religion
2.2 Die fünf Säulen des Islams
2.3 Der Prophet Mohammed
2.4 Die Scharia – das islamische Rechtssystem
2.4.1 Koran
2.4.2 Sunna und Hadithe
2.4.3 Der Konsens (Idschma) unter islamischen Rechtsgelehrten
2.4.4 Der Analogieschluss (Qiyas)
3. Die Finanzdienstleistungen des Islams
3.1 Die Zakat
3.1.1 Empfänger der Zakat
3.1.2 Dinge, auf die Zakat erhoben wird
3.1.3 An wen die Zakat nicht gezahlt werden darf
3.2 Almosen (Zakat-ul-Fitr)
3.3 Spende (Sadaqa/Infaq)
3.4 Stiftung (Waqf)
4. Das islamische Bankwesen und seine Rahmenbedingungen
4.1 Grundlagen des Islamic Banking
4.1.1 Begriffserklärung
4.1.2 Schlüsselprinzipien des islamischen Bankwesens
4.1.3 Geschichtliche Entwicklung
4.1.4 Marktpotenzial in Deutschland und Europa
4.2 Zinsverbot und Wucher (Riba-Verbot)
4.3 Weitere grundlegende Verbote
4.3.1 Spekulation (Gharar)
4.3.2 Glücksspiel (Maisir/Qimar)
4.3.3 Verbot in Verbotenes zu investieren
5. Die Finanzinstrumente des islamischen Bankwesens
5.1 Fremdkapitalbasierte Instrumente
5.1.1 Murabaha
5.1.2 Tawarruq
5.1.3 Salam
5.1.4 Istisna
5.1.5 Qard Hassan
5.2 Eigenkapitalbasierte Instrumente
5.2.1 Mudaraba
5.2.2 Muscharaka
5.3 Leasing (Ijara)
5.4 Weitere Instrumente
5.4.1 Aktienanlagen
5.4.2 Islamische Fonds
5.4.3 Islamische Anleihen (Sukuk)
5.4.4 Islamische Versicherungen (Takaful)
6. Islamische Banken in der Praxis
6.1 Das islamische Banksystem Heute
6.2 Chancen und Risiken
6.3 Anforderungen an islamische Banken
6.4 Islamische Banken im Überblick
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert das islamische Finanzwesen, um dessen Bestandteile und Funktionsweisen zu untersuchen und dem Leser verständlich darzulegen. Dabei liegt der Fokus auf der Herleitung aus dem islamischen Recht sowie der praktischen Anwendung der verschiedenen Finanzinstrumente in heutigen Bankensystemen.
4.1.3 Geschichtliche Entwicklung
Der Ursprung des Islamic Banking geht bis auf sechziger Jahre zurück. Denn in 1963 wurde in der ägyptischen Stadt Ghamr ein Institut gegründet, das auf die Normen des islamischen Finanzsystems basiert. Dabei wurden die Prinzipien, wie Gewinn- und Verlustteilung und das Verbot der Riba (Zinsen) zum ersten Mal praktisch in einer Bank umgesetzt. Jedoch war dieses Projekt von kurzer Lebensdauer und endete bereits in 1967. Im Jahre 1971 startete die Nasir Social Bank in Ägypten, die darauf ausgelegt war, auf Verwendung von Zinszahlungen zu verzichten. In den darauf folgenden Jahren wurden im Nahen und Mittleren Osten sowie im asiatischen Pazifikraum zahlreiche Banken gegründet, die sich an den Normen der Scharia orientierten.
Der erste Versuch in Europa, eine islamkonforme Bank im Bereich Islamic Banking zu etablieren, wurde 1978 in Luxemburg unternommen. Zu der Zeit wuchsen die Vermögen in den Öl exportierenden Ländern zunehmend an und Parallel dazu gestallten Länder, wie Pakistan, Sudan und Iran ihre Finanzsysteme vollständig nach dem islamischen Finanzsystem um, die bis heute als einzigen Länder das islamische Finanzsystem weiter praktizieren. In den anderen muslimischen Ländern herrscht ein Finanzsystem, das von einem dualen System geprägt ist. Das bedeutet, dass diese Staaten neben dem traditionellen Bankgeschäft, auch das islamkonforme Bankgeschäft führen.
Erst ab dem Jahr 1996 wuchs das Interesse der westlichen Großbanken an Islamic Banking. Vorreiter war die Citibank gefolgt von der HSBC Amanah Bank. Im deutschen Sprachraum waren es Deutsche Bank, Commerzbank und die UBS die ersten Pioniere.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des islamischen Finanzwesens und formuliert die Problemstellung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Der Islam und die Grundlagen des islamischen Rechts: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Fundamente des Islams, einschließlich der Scharia und ihrer primären Rechtsquellen wie Koran und Sunna.
3. Die Finanzdienstleistungen des Islams: Hier werden zentrale religiöse Finanzkonzepte wie Zakat, Sadaqa und Waqf hinsichtlich ihrer Bedeutung für soziale Gerechtigkeit und das islamische Wirtschaftssystem analysiert.
4. Das islamische Bankwesen und seine Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Islamic Banking, behandelt das Zinsverbot sowie weitere ethische Verbote und analysiert das Marktpotenzial.
5. Die Finanzinstrumente des islamischen Bankwesens: Eine detaillierte Übersicht über die verschiedenen Finanzinstrumente, unterteilt in fremdkapitalbasierte, eigenkapitalbasierte Modelle sowie Leasing und weitere Produkte.
6. Islamische Banken in der Praxis: Kapitel 6 betrachtet die reale Umsetzung des islamischen Bankwesens, diskutiert Chancen und Risiken sowie spezifische Anforderungen an die Banken.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Standardisierung des islamischen Finanzmarktes.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen des islamischen Finanzwesens, das auf den Prinzipien des islamischen Rechts basiert.
Zentrale Themen sind die religiösen Grundlagen, die Einhaltung ethischer Verbote wie das Zinsverbot sowie die Analyse spezifischer Finanzinstrumente und deren praktische Umsetzung durch Banken.
Ziel ist es, die Funktionsweise islamischer Finanzsysteme zu durchleuchten, ihre Bestandteile zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie sich vom traditionellen Bankwesen unterscheiden.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, um die theoretischen Konzepte des islamischen Rechts mit der heutigen Praxis des Bankwesens zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der religiösen Rechtsquellen, die Erläuterung der Finanzinstrumente (wie Murabaha oder Mudaraba) und eine Analyse der praktischen Anwendung in heutigen Banken.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Islamic Banking, Zinsverbot (Riba), Scharia, Sukuk, Mudaraba und ethisches Investment geprägt.
Der Hauptunterschied liegt im Zinsverbot und der Anforderung, dass Geldanlagen ethisch-moralischen Kriterien entsprechen müssen, wodurch spekulative Geschäfte ausgeschlossen werden.
Das Sharia-Board agiert als religiöser Aufsichtsrat, der sicherstellt, dass alle Produkte und Transaktionen der Bank in Einklang mit den Regeln der Scharia stehen.
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