Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,8
1. Persönliche Erklärung
2. Bibliographische Beschreibung
3. Zusammenfassung
4. Ziel meiner Arbeit und Vorgehen
5. Hauptteil
5.1 Einführung
5.1.1 Kurze Vorüberlegungen und Erwartungen
5.1.2 Begriffliche Abgrenzung: äußere und innere Determinanten
5.2 Demographischer Wandel der Bevölkerung der BRD
5.2.1 Wandel der Sozialstruktur
5.2.2 Sozialer Wandel der Rolle 'Frau'
5.2.3 Problematik: Kinderlosigkeit
5.3 Theoretische Erklärungsansätze zur Familiengründung
5.3.1 Individualisierungsthese von Ulrich Beck
5.3.2 Ökonomische Theorie der Fertilität nach Kopp
5.3.3 Rosenstiels Modelle
5.3.4 Entscheidungsmodell nach Burkart
5.3.5 Wohlstandstheorie
5.4 Kinderlose Ehen
5.4.1 Elternschaft und Berufseintritt
5.4.2 Vereinbarkeit Familie und Beruf für Frau und Mann
5.5 Teilfolge: Späte Mütter
5.6 Praktisches Beispiel: die Ehe Curie
5.7 Europäischer Vergleich auf familienpolitischer Ebene
6. Aktueller Bezug: ALLBUS-Datensatz 2008
7. Fazit und Diskussion
8. Anhang
8.1 Grafiken
8.2 Tabellen
8.3 Tabellen Stata
9. Unterstützender Anhang
9.1 Grafiken
9.1.1 Bundesamt für Statistik
9.1.2 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
9.2 Tabellen
9.2.1 Bundesamt für Statistik
9.2.2 Bundeszentrale für politische Bildung
Die Arbeit untersucht die demographische Entwicklung in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf das Phänomen der Kinderlosigkeit bei Akademikern. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche äußeren und inneren Determinanten – insbesondere der Konflikt zwischen Karriereambitionen und Familiengründung – die Entscheidung für oder gegen ein Kind beeinflussen.
5.2 Demographischer Wandel der Bevölkerung der BRD
Mir ist es sehr wichtig, nachvollziehen zu können, welchen Einfluss die tatsächlich vorliegende Gesellschaftsstruktur (Makro) auf die eigene Meinung und das Handeln des Individuums (Mikro) ausübt. Um hier nicht zu viel vorweg zu nehmen und dennoch einen Überblick zu schaffen, möchte ich den Leser darauf verweisen, einen Blick in den unterstützenden Anhang (siehe S. 42-56) zu werfen. Dort sind öffentlich zugängliche Daten und Grafiken abgebildet, die durch das Statistische Bundesamt, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Bundeszentrale für politische Bildung bereitgestellt worden.
Ziel dieser Zusammenstellung ist es, sowohl die Gesellschaftsstruktur allgemein abzubilden und zusätzlich die eigentlich interessierende Untersuchungseinheit heraus zu filtern, wie viele Frauen bzw. Paare tatsächlich von Kinderlosigkeit betroffen sind.
Tatsache ist: es gibt einen Geburtenrückgang. Außerdem werden Frauen erst mit durchschnittlich 30 Jahren erstmalig Mutter. Wie viele sind in unserer Bevölkerung kinderlos? Des Weiteren ist zu erkennen, dass bevorzugt Frauen bzw. Partner mit hoher Bildung vergleichsweise weniger Kinder zur Welt bringen. Doch wie sieht es mit den Bildungsabschlüssen in der Bevölkerung überhaupt aus? Wie verteilen sich die Prozentsätze hinsichtlich der Doppelbelastung Kind und Beruf?
5. Hauptteil: Theoretische Auseinandersetzung mit dem demographischen Wandel sowie den soziologischen und ökonomischen Erklärungsmodellen für die Geburtenentwicklung.
6. Aktueller Bezug: ALLBUS-Datensatz 2008: Empirische Untersuchung anhand eines konkreten Datensatzes zur Korrelation von Bildungsgrad und Kinderwunsch.
7. Fazit und Diskussion: Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse und Reflexion der Forschungshypothesen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Realität.
Sozialstruktur, Demographischer Wandel, Kinderlosigkeit, Geburtenentwicklung, Akademiker-Ehen, Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Fertilität, Bildungsabschluss, Individualisierung, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Lebenslauf, Elternschaft, ALLBUS-Daten.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen der Sozialstruktur der deutschen Gesellschaft, dem Bildungsgrad und dem Geburtenrückgang, mit Fokus auf das Phänomen der Kinderlosigkeit.
Die zentralen Felder umfassen den sozialen Wandel von Ehe und Familie, theoretische Erklärungsmodelle zur Familiengründung sowie die Vereinbarkeit von beruflichem Erfolg und Elternschaft.
Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Akademiker-Ehen häufiger kinderlos bleiben und welche Rolle hierbei die Abwägung zwischen Karrierechancen und Lebensentwurf spielt.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer quantitativen Auswertung des ALLBUS-Datensatzes 2008, um die Thesen empirisch zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung soziologischer Modelle (z.B. von Ulrich Beck und Johannes Kopp) und eine detaillierte Analyse der Lebenssituation von kinderlosen Paaren.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Sozialstruktur, Kinderlosigkeit, Karriereambitionen und familienpolitische Rahmenbedingungen gekennzeichnet.
Die Ehe Curie dient als praktisches Fallbeispiel, um aufzuzeigen, dass trotz hoher beruflicher Belastung und Karriereorientierung eine Familiengründung unter spezifischen Voraussetzungen möglich sein kann.
Sie kommt zu dem Ergebnis, dass höhere Bildung und berufliche Ambitionen zwar oft zu einer Verschiebung der Elternschaft führen, diese aber keine zwangsläufige Folge von Kinderlosigkeit sein müssen, sofern die individuellen Prioritäten und strukturellen Bedingungen angepasst werden.
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