Diplomarbeit, 2001
78 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Modelle der Losgrößenplanung
2.1 Das Harris-Modell
2.1.1 Entscheidungsrelevante Kosten
2.1.2 Mathematische Formulierung
2.1.3 Eigenschaften, Prämissen und allgemeine Erweiterungsmöglichkeiten
2.2 Modelle mit zwei Akteuren
2.3 Modelle mit mehr als zwei Akteuren
2.3.1 Logistiksysteme als Untersuchungsgegenstand
2.3.2 Gestaltungsalternativen in den Untersuchungsräumen
2.3.3 Möglichkeiten und Grenzen der untersuchten Modelle
3 Diskussion ausgewählter Fragestellungen anhand eines theoretischen Vergleichs zweier Modelle
3.1 Darstellung der Modelle
3.1.1 Das Modell von Hofmann
3.1.2 Das Modell von Toporowski
3.2 Gegenüberstellung der Modelle
3.2.1 Drei grundlegende Annahmen zur Herstellung der Vergleichbarkeit
3.2.2 Vergleich der Modelle für N = 1
3.2.3 Vergleich der Modelle für N > 1
3.3 Kostenunterschiede zwischen simultaner und sukzessiver Koordination
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von mehrstufigen Losgrößenmodellen zur Kostensenkung innerhalb von Logistiksystemen. Dabei steht die Optimierung von Produktions- und Bestellentscheidungen entlang der Wertschöpfungskette durch das Harris-Modell im Fokus.
Entscheidungsrelevante Kosten
Das Losgrößenproblem ist immer dann relevant, wenn weder eine Losgröße von Eins noch eine Losgröße, welche dem Gesamtbedarf entspricht, wirtschaftlich ist. Innerhalb dieses Kontinuums besteht ein Trade-off zwischen bestandsabhängigen Lagerhaltungskosten, d.h. Kosten die sich bei Variation der Höhe der Losgröße ändern und losfixen Kosten, d.h. Kosten die unabhängig von der Höhe der Losgröße anfallen. Ziel des Harris-Modells ist die Minimierung dieser, durch die Losgrößenentscheidung betroffenen, Kosten.
Neben den bestandsabhängigen Lagerhaltungskosten und den losfixen Kosten existieren allerdings weitere Kosten, welche bei der Auflage eines Loses anfallen und in der Realität den größten Anteil an den gesamten Kosten ausmachen. Zum einen handelt es sich hierbei um die bestandsunabhängigen Lagerkosten. Hierunter fällt der Großteil der eigentlichen Lagerhaltungskosten, wie Miete, Energie und Löhne. Zum anderen lassen sich sonstige Kosten identifizieren, insbesondere Herstellungs- und Beschaffungskosten, die zur Bereitstellung der gesamten Nachfragemenge aufgewendet werden müssen. Gemeinsam ist den bestandsunabhängigen Lagerhaltungskosten und den sonstigen Kosten, dass sie (in den meisten Fällen) nicht von der Losgröße abhängen und somit fix sind. Sie besitzen daher für die vorliegende Problemstellung keine Entscheidungsrelevanz und werden von der Untersuchung ausgeschlossen. Zusammenfassend können die bestandsabhängigen Kosten, die losfixen Kosten und die sonstigen Kosten als losabhängige Kosten bezeichnet werden. Im Folgenden wird derjenige Teil der losabhängigen Kosten, der sich bei Variation der Losgröße ändert (losgrößenabhängige Kosten) und somit für die vorliegende Problemstellung entscheidungsrelevant ist, näher erläutert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Supply Chain Management-Konzept ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, Kostensenkungspotenziale durch die Optimierung von Losgrößen innerhalb einer Wertschöpfungskette zu identifizieren.
2 Modelle der Losgrößenplanung: Dieses Kapitel rekapituliert das klassische Harris-Modell und systematisiert die existierende Literatur zu mehrstufigen Losgrößenmodellen anhand eines neu entwickelten Klassifikationsschemas.
3 Diskussion ausgewählter Fragestellungen anhand eines theoretischen Vergleichs zweier Modelle: Hier findet eine detaillierte Gegenüberstellung der Modelle von Hofmann und Toporowski statt, um die Auswirkungen unterschiedlicher Koordinationsarten auf die Gesamtkosten zu verdeutlichen.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die Potenziale und Grenzen analytischer Losgrößenmodelle zusammen und diskutiert künftige Forschungsmöglichkeiten.
Losgrößenplanung, Harris-Modell, Supply Chain Management, Logistiksysteme, Kostensenkungspotenziale, Produktionsplanung, Bestellmengenplanung, Koordinationsarten, Lagerhaltungskosten, Losfixe Kosten, Mehrstufigkeit, Optimierung.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Produktions- und Bestellentscheidungen innerhalb von Logistiksystemen, basierend auf dem klassischen Losgrößenmodell von Ford Harris.
Die Arbeit fokussiert sich auf mehrstufige Losgrößenplanung, Supply Chain Koordination, die Bestimmung entscheidungsrelevanter Kosten und den Vergleich unterschiedlicher Modellansätze.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine integrierte Planung der Akteure einer Wertschöpfungskette Kosten gesenkt und somit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Supply Chain erhöht werden kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Klassifikation von Losgrößenmodellen sowie einen analytischen Vergleich zweier spezifischer Modelle (Hofmann und Toporowski) unter definierten Annahmen.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Herleitung eines Klassifikationsschemas für mehrstufige Losgrößenmodelle sowie der detaillierten Diskussion von Kosteneffekten bei unterschiedlichen Koordinationsgraden (simultan vs. sukzessiv).
Wesentliche Begriffe sind "Losgrößenplanung", "Supply Chain Management", "Koordinationsarten" sowie "Kostensenkungspotenziale".
Die Untersuchung zeigt, dass bei einer steigenden Anzahl identischer Produzenten die optimale Losgröße sinkt, was wiederum Auswirkungen auf die Gesamtkosten der Akteure hat.
Obwohl die simultane Koordination mathematisch zu geringeren Systemkosten führt, können die hohen Transaktionskosten für den Abstimmungsbedarf in der Praxis dazu führen, dass eine sukzessive Koordination vorteilhafter ist.
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