Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfrage
1.4 Methodik
1.5 Vorgehensweise
2 Begriffsabgrenzung
2.1 Bilanzanalyse
2.1.1 Traditionelle Bilanzanalyse
2.1.1.1 Kennzahlen
2.1.1.2 Kennzahlensysteme
2.1.2 Kritische Würdigung und Grenzen der traditionellen Bilanzanalyse
2.2 Moderne Ansätze der kennzahlengestützten Bilanzanalyse
2.2.1 Scoring Modelle
2.2.2 Künstliche Neuronale Netze (KNN)
2.2.3 Diskriminanzanalyse (DMA)
2.2.3.1 Univariate Diskriminazanalyse (UDMA)
2.2.3.2 Multivariate Diskriminanzanalyse (MDMA)
2.3 Kritische Würdigung moderner Verfahren der Bilanzanalyse
3 Kritische Reflexion
3.1 Verknüpfung der Begriffsabgrenzung mit der Forschungsfrage
3.2 Begründung zum Argumentationsgang und Schlussfolgerung
3.3 Beantwortung der Forschungsfrage
4 Empfehlungen
Die Arbeit untersucht, wie moderne, kennzahlengestützte Verfahren die Schwächen der traditionellen Bilanzanalyse – insbesondere im Hinblick auf die Früherkennung von Unternehmenskrisen und die mangelnde Objektivität bei der Kennzahlenauswahl – überwinden können.
2.2.2 Künstliche Neuronale Netze (KNN)
KKN, ursprünglich entwickelt um das Nervensystem von Lebewesen besser zu analysieren und verstehen zu lernen, zählen zu den multivariaten, strukturen- entdeckenden Verfahren. Sie kommen dort zum Einsatz, wo viele verknüpfte Ursachen zusammenspielen und die Beziehung zwischen diesen Variablen nicht linear ist. Somit kann dieses Verfahren den subjektiven Mutmaßungen eines Analysten über vermeintliche Zusammenhänge entgegenwirken. Die Verbindungen zwischen den Variablen werden selbständig durch einem Lernprozess innerhalb des neuronalen Netzes erschlossen (vgl. Backhaus et al. 2003, S. 738).
Kinnebrock (vgl. 1994, S. 11) definiert KNN wie folgt: „Neuronale Netze sind dann einsetzbar, wenn eine unscharfe Informationsverarbeitung vorliegt, die oft als hochdimensionale nichtlineare Abbildung beschreibbar ist“ (Kinnebrock 1994, S. 11).
Auf der Basis einer Reihe von Jahresabschlüssen von solventen und insolventen Unternehmen dienen KNN der Mustererkennung, um daraufhin als Frühwarnsystem der Bilanzanalyse zu fungieren. D.h., Kennzahlenmuster werden erkannt und verknüpft und als Krisenindikator für weitere Unternehmen verwendet (vgl. Baetge et al. 2000, S. 180).
KNN bestehen aus einer Eingabe-, Ausgabe- und je nach Komplexität aus versteckten Zwischenschichten, die ausschließlich der Informationsverarbeitung dienen. (vgl. Küting / Weber 2009, S. 397).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der klassischen Bilanzanalyse ein und definiert Zielsetzung, Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Begriffsabgrenzung: Hier werden zunächst die Grundlagen der traditionellen Bilanzanalyse kritisch erörtert, bevor moderne, quantitativ-statistische Verfahren wie Scoring-Modelle, KNN und die Diskriminanzanalyse als Erweiterungen vorgestellt werden.
3 Kritische Reflexion: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Forschungsfrage, begründet den gewählten Argumentationsgang und liefert eine zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage.
4 Empfehlungen: Abschließend werden praktische Handlungsempfehlungen für Investoren gegeben, wobei die Kosten-Nutzen-Relation beim Einsatz moderner Verfahren hervorgehoben wird.
Bilanzanalyse, Jahresabschluss, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Unternehmenskrisen, Insolvenzprognose, Diskriminanzanalyse, Scoring-Modelle, Künstliche Neuronale Netze, Objektivität, Frühwarnsystem, Multivariat, Wirtschaftsdaten, Finanzlage, Ertragslage
Die Arbeit behandelt die Weiterentwicklung der klassischen Bilanzanalyse durch moderne, mathematisch-statistische Verfahren, um deren Schwachstellen auszugleichen.
Die zentralen Themen sind die traditionelle Kennzahlenanalyse, Scoring-Modelle, Künstliche Neuronale Netze und die Diskriminanzanalyse zur Insolvenzfrüherkennung.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie externe Bilanzadressaten durch moderne Verfahren ein objektiveres Bild der Unternehmenslage erhalten und Unternehmenskrisen besser prognostizieren können.
Die Bachelorarbeit basiert auf einer quantitativen Sekundärforschung durch umfangreiche Literaturrecherche in wissenschaftlichen Fachquellen.
Im Hauptteil werden sowohl traditionelle Instrumente analysiert als auch moderne, quantitative Methoden detailliert vorgestellt und hinsichtlich ihrer Funktionsmechanismen erläutert.
Wichtige Begriffe sind Bilanzanalyse, Unternehmenskrisen, Insolvenzprognose, Diskriminanzanalyse und Objektivität.
Während der univariate Ansatz Kennzahlen isoliert betrachtet und somit zu widersprüchlichen Ergebnissen führen kann, kombiniert die multivariate Diskriminanzanalyse mehrere Variablen zu einem Gesamtwert, was eine präzisere Klassifikation ermöglicht.
Nein, die Arbeit stellt fest, dass auch moderne Ansätze von der Datenbasis des (vergangenheitsorientierten) Jahresabschlusses abhängen und theoretische Defizite hinsichtlich der Ursächlichkeit von Unternehmenskrisen bestehen bleiben.
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