Magisterarbeit, 2011
130 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1. Abgrenzung des Arbeitsthemas
1.2. Literatur- und Forschungslage
2. ASPEKTE DER BAUHAUS-WERBUNG
2.1. Bauhaus und Corporate Identity
2.1.1. Das Manifest: Grundpfeiler des Institutsleitbildes
2.1.2. Bauhaus und Corporate Design
2.2. Die Reklamewerkstatt – Entwicklung und Bedeutung
2.2.1. Voraussetzungen für die Entstehung der Reklamewerkstatt
2.2.2. Die Gründung der Reklamewerkstatt in Dessau
2.2.3. Unterricht in der Reklamewerkstatt
2.2.4. Werbeaufträge und Ausstellungsbau
2.2.5. Die letzten Jahre der Reklamewerkstatt
3. EXKURS: WERKBUNDREKLAME
3.1. Der Werkbund und sein Einfluss auf die kommerzielle Werbung
3.2. Werbung in eigener Sache
3.3. Das Werbeverhalten von Werkbund und Bauhaus im Vergleich
4. DAS BAUHAUS IM KONTEXT DER NEUEN TYPOGRAFIE
4.1. Die Ursprünge der Neuen Typografie
4.2. Die Neue Typografie am Bauhaus
4.3. Werbung und Neue Typografie
5. DIE PLAKATE
5.1. Kategorisierung und Auswahl des Materials
5.2. Beschreibung und Analyse der Plakate
5.2.1. Plakate am frühen Bauhaus 1919-1923
5.2.2. Plakate der Druckerei und Reklamewerkstatt 1923-1928
5.2.3. Typografie und Werbung in der Spätphase 1928-1933
5.2.4. Plakate nach dem Bauhaus
6. DAS PLAKAT ALS GESTALTUNGSAUFGABE AM BAUHAUS
6.1. Kunst- oder Handwerk?
6.2. Das Bauhaus reformiert den Künstlerbegriff
6.3. Die Großstadt und das Plakat
6.4. Das typografische Bauhaus-Plakat
6.5. Der Mensch ist das Ziel
6.6. Gibt es das „Bauhaus-Plakat“?
7. ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit untersucht das Plakat als Gestaltungsaufgabe am Bauhaus unter Berücksichtigung des Spannungsfeldes zwischen Kunst und Technik. Das primäre Ziel ist es, die Rolle der Reklamewerkstatt und den Einfluss der Neuen Typografie auf die Plakatgestaltung zu beleuchten und dabei zu prüfen, ob die Bedürfnisse des Menschen – gemäß der Bauhaus-Ideologie – im Mittelpunkt der Gestaltung standen.
1. EINLEITUNG
Architektur, Möbel, Formalismus, Avantgarde. Diese Begriffe finden sich in jedem Text über eine der einflussreichsten Bildungsstätten für die klassische Moderne wieder. Zahlreiche Forschungsarbeiten haben das Bauhaus bereits aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln analysiert, dabei Künstler und ihre Werke vorgestellt und somit zur enthusiastischen Beschäftigung mit der Institution angeregt. Dass das Bauhaus jedoch auch dazu beigetragen hat, dass ein ganzer Berufszweig – der des Grafikdesigns – seine heutige Bedeutung erlangen konnte, wird zwar nicht überraschen, dennoch dürfte es zu den unbekannten Seiten der Schule gehören. Die Reklamewerkstatt des Bauhauses gehörte zeitweilig sogar zu den wichtigsten Werkstätten im Haus und sie schuf ein umfangreiches Werk, das von der Bauhaus-Forschung erst seit einigen Jahren erschlossen ist. Die hergestellten Werbematerialien sind dabei in Form und Zweck so vielfältig, wie sie auch zahlreich sind.
In der vorliegenden Arbeit soll zwischen den vielen unterschiedlichen Drucksachen des Bauhauses das Plakat in den Vordergrund geholt werden. Von der Bauhaus- und der Plakat-Literatur nur unzureichend untersucht, stellt es lediglich eine Randbeobachtung dar und wird dabei als Beispiel für den Funktionalismus und den Konstruktivismus in der Reklamegestaltung herangezogen. Dabei wird es nur oberflächlich mit Begriffen wie „sachlich“ und „funktional“ beschrieben, während eine Betrachtung im Rahmen des gesamten Entstehungsprozesses am Bauhaus ausbleibt. Auch eine Untersuchung der Plakate im Hinblick auf Werbung in den 20er und 30er Jahren wird in der Literatur kaum vorgenommen.
Vor dem Hintergrund der dem Bauhaus innewohnenden Idee einer Verbindung von Kunsthandwerk und Industrie, sowie dem daraus resultierenden Grundkonflikt zwischen Kunst und Technik soll in dieser Arbeit das Plakat als Gestaltungsaufgabe am Bauhaus untersucht werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, ob der Mensch, der im Bauhaus von Beginn an im Mittelpunkt stand, und seine Bedürfnisse auch im Zuge der Plakatgestaltung Berücksichtigung fand, oder wie László Moholy-Nagy es 1929 formulierte: „Nicht das Objekt, der Mensch ist das Ziel.“
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Darlegung der Forschungsrelevanz und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands.
2. ASPEKTE DER BAUHAUS-WERBUNG: Analyse der Entstehung und Entwicklung der Reklamewerkstatt sowie die Rolle des Bauhauses als Corporate Identity.
3. EXKURS: WERKBUNDREKLAME: Vergleich des Werbeverhaltens von Bauhaus und Deutschem Werkbund als Vorreiter.
4. DAS BAUHAUS IM KONTEXT DER NEUEN TYPOGRAFIE: Untersuchung der Ursprünge und Einflüsse der Neuen Typografie auf die Arbeit am Bauhaus.
5. DIE PLAKATE: Systematische Beschreibung und Analyse ausgewählter Plakatarbeiten chronologisch nach Phasen geordnet.
6. DAS PLAKAT ALS GESTALTUNGSAUFGABE AM BAUHAUS: Zusammenführende Betrachtung der Plakatgestaltung als Mittelpunkt des menschzentrierten Gestaltungsansatzes.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Fazit der Untersuchung über die Bedeutung der Plakate und deren Platz im Grafikdesign.
Bauhaus, Plakatgestaltung, Reklamewerkstatt, Neue Typografie, Corporate Design, Konstruktivismus, Funktionalismus, Typofoto, Industriedesign, Bauhaus-Ausstellung 1923, Werbeaufträge, Grafikdesign, Gestaltung, Kunsthandwerk, Moderne.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und der Entwicklung des Plakats als Gestaltungsaufgabe am Bauhaus und untersucht dessen Funktion und Stellenwert im Gesamtkontext der Schule.
Zentral sind die Entwicklung der Reklamewerkstatt, die Rezeption der Neuen Typografie und der Einfluss der Bauhaus-Ideologie auf die Plakatgestaltung sowie die Gegenüberstellung mit dem Deutschen Werkbund.
Die Untersuchung zielt darauf ab herauszufinden, ob und wie die Bauhaus-Prinzipien – insbesondere der Fokus auf den Menschen – in der Gestaltung von Plakaten umgesetzt wurden.
Es handelt sich um eine chronologische Analyse und formale Beschreibung ausgewählter Plakate, eingebettet in eine kunstgeschichtliche und forschungshistorische Kontextualisierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Werbeabteilung, den Einfluss der Neuen Typografie, die detaillierte Analyse der Plakatentwürfe und die Einordnung in die Bauhaus-Pädagogik.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bauhaus-Stil, Reklamewerkstatt, Neue Typografie, Typofoto, Corporate Design und die Verbindung von Kunst und Technik.
Die Ausstellung erforderte erstmals eine professionelle und umfangreiche Werbemittelproduktion, was den Übergang von der expressiven Frühphase zur konstruktivistischen Orientierung markierte.
Der Mensch stand als Nutzer und Betrachter im Mittelpunkt; das Ziel des Bauhauses war es, ihn durch Ausbildung und Gestaltung bei der Bewältigung der Anforderungen einer technisierten Welt zu unterstützen.
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