Bachelorarbeit, 2011
64 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Entstehung der Europäischen Währungsunion
2.1 Der Maastrichter Vertrag
2.2 Die Bewertung der Europäischen Währungsunion
2.3 Die Staatsverschuldung – Grenzen und Handlungsmaßnahmen
3 Die Schuldenkrise in Europa
3.1 Die Entwicklung der Schuldenkrise
3.1.1 Griechenland
3.1.2 Spanien
3.1.3 Portugal
3.1.4 Irland
3.1.5 Italien
3.2 Die Defizite des Europäischen Währungsraums
4 Der Euro-Bond
4.1 Ausgestaltung
4.2 Implementierung
4.3 Voraussetzung eines Krisenmechanismus
5 Der Euro-Bond zur Lösung der Schuldenkrise
5.1 Gemeinsame Garantie
5.2 Kosten
5.3 Disziplinierung der Länder
5.4 Disziplinierung der Märkte
6 Der Euro-Bond als disziplinierende Maßnahme der Märkte
6.1 Die Auswirkungen des Euro-Bonds auf die Liquiditäts- und Bonitätskrise
6.2 Die EZB als Steuerungsinstrument
6.3 Die Einführung gemeinsamer Instanzen
6.4 Die Schaffung einer optimalen Währungsunion
6.5 Die Umschuldung
7 Fazit
A Anhang
A.1 Staatsverschuldung des BIP
A.2 Budgetdefizite der Euro- Länder
A.3 Zinsspreads in Staatsanleihen
A.4 Staatsfinanzen im Vergleich
A.5 Anteile der Staatsverschuldung ausgewählter Länder im Euro- Raum
A.6 Inflation UK und Spanien
A.7 Wachstum des Bruttoinlandsprodukt in UK und Spanien
A.8 Indikatoren und Kategorien des Euro Monitors
Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Einführung von Euro-Bonds als Lösungsweg für die aktuelle Schuldenkrise innerhalb der Europäischen Währungsunion (EWU) dienen kann. Der Fokus liegt dabei auf der Bewertung der Chancen und Risiken dieses Instruments im Kontext der notwendigen Haushaltsdisziplin und der Stabilität der gemeinsamen Währung.
3.1 Die Entwicklung der Schuldenkrise
In dem Zeitraum von 1995 bis 2009 verzeichneten Länder mit einem starken Kapitalimport ein im Vergleich zu anderen Euro-Ländern hohes Wirtschaftswachstum. Der Durchschnitt in dem genannten Zeitraum lag bei 27 Prozent, während die Wirtschaft in Irland um 105 Prozent, in Griechenland um 56 Prozent, in Spanien um 50 Prozent und in Portugal um 30 Prozent wuchs. Aufgrund des starken Kapitalimportes kam es zu lockeren Budgetbeschränkungen, die sich wiederum positiv auf die Beschaffung von Krediten auswirkte. Erst der Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 deckte die Ungleichgewichte der Länder des EWR auf.
Es kam zu einer Krisensitzung der Finanzminister der Europäischen Union. Daraus folgte der Beschluss, dass alle Finanzsysteme, deren Scheitern zur Gefährdung des Systems führen, unterstützt würden. Da nicht alle Länder im Stande waren, diese Garantie zu leisten, folgte eine Kapitalflucht. Dies wirkte sich entgegen der Erwartung minimal auf das Zinsgefälle des Euro-Raumes aus. Die folgende Krise zog den Rückgang von Steuereinnahmen nach sich sowie hohe Ausgaben für Konjunkturprogramme. Die Länder ergriffen Maßnahmen, um der Rezession entgegenzuwirken. Eine lockere Geldpolitik sowie Bankenrettungsmaßnahmen sollten zur Stabilisierung bzw. zum Aufschwung der Wirtschaft beitragen.
Das Ausgabenprogramm wurde auf das keynesianische Modell ausgelegt, welches sich auf das Ziel bezieht, die Vollbeschäftigung zu sichern. Daraus resultierte eine weitere Staatsverschuldung, die Länder mit bereits vorhandenen Defiziten, nachhaltig schlechter dastehen ließ. Die Akteure des Finanzmarktes hatten über Jahre hinweg ein geringes Risikobewusstsein wirken lassen, wenn es um Investitionen und Ankäufe von Staatsanleihen ging. Die erste Hälfte des Jahres 2010 ließ den Markt jedoch plötzlich umkehren und Staaten mit Haushaltsdefiziten sanktionieren. Es kam zu einer Regulierung durch den Finanzmarkt, der den Renditeaufschlag für Griechenland ansteigen ließ. Andere Länder wie Irland, Italien, Spanien und Portugal erfuhren ebenfalls eine deutliche Zinserhöhung.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Euro-Schuldenkrise und Vorstellung der Forschungsfrage zur Wirkung von Euro-Bonds.
2 Die Entstehung der Europäischen Währungsunion: Darstellung der historischen Grundlagen und der ökonomischen Rahmenbedingungen, die zur Bildung der Währungsunion führten.
3 Die Schuldenkrise in Europa: Analyse der Ursachen der Krise und der individuellen Situationen der betroffenen Euroländer.
4 Der Euro-Bond: Erläuterung des Modells von Delpla und Weizsäcker unter Unterteilung in Blue und Red Bonds.
5 Der Euro-Bond zur Lösung der Schuldenkrise: Diskussion der Wirkungsweise von gemeinsamer Garantie, Kosten und Disziplinierungsmechanismen.
6 Der Euro-Bond als disziplinierende Maßnahme der Märkte: Untersuchung der Marktreaktionen und der Rolle der EZB im Kontext der Schuldenkrise.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von Euro-Bonds zur Krisenbewältigung und zur zukünftigen Stabilisierung.
Euro-Bond, Schuldenkrise, Europäische Währungsunion, Blue Bond, Red Bond, Fiskalpolitik, Staatsverschuldung, Haushaltsdisziplin, EZB, Finanzmarkt, Rettungsschirm, Umschuldung, Wirtschaftswachstum, Liquiditätskrise, Bonität.
Die Arbeit analysiert die Chancen und Risiken der Einführung von Euro-Bonds als mögliches Instrument zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise.
Die Arbeit behandelt die Entstehung der Währungsunion, die spezifischen Krisenursachen in Ländern wie Griechenland oder Spanien sowie die theoretische Ausgestaltung eines Euro-Bond-Systems.
Das Ziel ist es zu bewerten, inwieweit Euro-Bonds dazu beitragen können, die Schuldenkrise zu lösen und den Kapitalbedarf der Mitgliedsländer langfristig zu sichern.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis bestehender ökonomischer Fachliteratur, aktueller Berichte zur Eurokrise und einer vergleichenden Betrachtung der fiskalischen Indikatoren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Euro-Bond-Struktur, die Diskussion über Anreize zur Haushaltsdisziplin und die Rolle der Märkte sowie der Europäischen Zentralbank.
Euro-Bond, Schuldenkrise, EWU, Blue Bond, Red Bond, Fiskaldisziplin und Marktsteuerung.
Blue Bonds umfassen einen Teil der Schulden bis zu 60% des BIP und werden gemeinschaftlich garantiert, während Red Bonds die Verantwortung des jeweiligen Staates für darüber hinausgehende Schulden widerspiegeln.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass neben der Liquiditätsbeschaffung durch Euro-Bonds auch strukturelle Reformen der Wettbewerbsfähigkeit und gegebenenfalls Umschuldungsmechanismen notwendig sind.
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