Doktorarbeit / Dissertation, 2005
219 Seiten, Note: 1,7
Vorwort
Einleitung
1. Forschungsgeschichte
1.1 Forschungsgeschichte Bergbau
1.2 Forschungsgeschichte zu den sozioökonomischen Strukturen im neolithischen Bergbau
1.3 Zusammenfassung
2. Mineralische Rohstoffe und ihre Verwendung
2.1 Kieselgesteine
2.1.1 Chalzedon
2.1.2 Kieselschiefer
2.1.3 Obsidian
2.1.4 Quarz
2.1.5 Quarzit
2.1.6 Radiolarit
2.1.7 Silex
2.2 Felsgesteine
2.2.1 Magmatite
2.2.2 Sedimentgesteine
2.2.3 Metamorphite
2.3 Kupfer
2.3.1 Gediegenes Kupfer
2.3.2 Oxidische Kupfererze
2.3.3 Sulfidische Kupfererze
2.4 Rotpigmente
2.5 Variszit
3. Die Bergbautechnik
3.1 Abbauformen
3.1.1 Gräberei
3.1.2 Kuhlenbau
3.1.3 Pingenbau
3.1.4 Duckelbau
3.1.5 Weitungsbau
3.1.5.1 Weitungsbau ohne künstlichen Aufschluss
3.1.5.2 Stollenbau
3.1.5.3 Schachtbau
3.1.6 Tummelbau
3.1.7 Zusammenfassung
3.2 Gewinnungsmethoden
3.2.1 Wegfüllarbeit
3.2.2 Zermalmende Gewinnung
3.2.3 Keilhauenarbeit
3.2.4 Schlägel- und Eisenarbeit
3.2.5 Hereintreibearbeit
3.2.6 Sprengarbeit
3.2.7 Zusammenfassung
3.3 Geleucht
3.4 Fahrung und Förderung
3.4.1 Fahrung und Förderung in horizontalen oder leicht geneigten Grubenbauen
3.4.2 Fahrung und Förderung in senkrechten Gruben
3.5 Bewetterung
3.6 Zusammenfassung
4. Produkte und ihre Bedeutung in der Gesellschaft
4.1 Gebrauchs- oder Sozialgut?
4.2 Beile und Äxte
4.3 Dolche
4.4 Kleingeräte
4.5 Schmuck
4.6 Pigmente
4.7 Sicheln
4.8 Zusammenfassung
5. Aufwand und Produktion im neolithischen Bergbau
5.1 Methode der Datenaufnahme
5.1.1 Ansprache der Fundplätze
5.1.2 Mineralische Rohstoffe
5.1.3 Datierung
5.1.4 Tage- oder Tiefbau
5.1.5 Tiefe
5.1.6 Schachtweite
5.1.7 Horizontale Ausdehnung
5.1.8 Gestein
5.1.9 Betriebsmittel
5.1.10 Produkte
5.1.11 Zusammenfassung
5.2 Bergbau und Produktion
5.2.1 Datierungsunabhängige Untersuchung
5.2.1.1 Verteilung der Abbaue innerhalb der Regionalgebiete
5.2.1.2 Die Verteilung der mineralischen Rohstoffe
5.2.1.3 Die Verteilung der Produktionsstätten
5.2.1.4 Der Gewinnungsaufwand
5.2.2 Untersuchung der Datierungsstufe 1
5.2.2.1 Verteilung der Abbaue innerhalb der Regionalgebiete
5.2.2.2 Die Verteilung der mineralischen Rohstoffe
5.2.2.3 Die Verteilung der Produktionsstätten
5.2.2.4 Der Gewinnungsaufwand
5.2.3 Untersuchung der Datierungsstufe 2
5.2.3.1 Verteilung der Abbaue innerhalb der Regionalgebiete
5.2.3.2 Die Verteilung der mineralischen Rohstoffe
5.2.3.3 Die Verteilung der Produktionsstätten
5.2.3.4 Der Gewinnungsaufwand
5.2.4 Untersuchung der Datierungsstufe 3
5.2.4.1 Verteilung der Abbaue innerhalb der Regionalgebiete
5.2.4.2 Die Verteilung der mineralischen Rohstoffe
5.2.4.3 Die Verteilung der Produktionsstätten
5.2.4.4 Der Gewinnungsaufwand
5.2.5 Untersuchung der Datierungsstufe 4
5.2.5.1 Verteilung der Abbaue innerhalb der Regionalgebiete
5.2.5.2 Die Verteilung der mineralischen Rohstoffe
5.2.5.3 Die Verteilung der Produktionsstätten
5.2.5.4 Der Gewinnungsaufwand
5.3 Zusammenfassung
5.3.1 Der Wandel des Bergbaus während des Neolithikums
5.3.2 Die Veränderung der Produktion während des Neolithikums
5.3.3 Das Verhältnis zwischen Gewinnungsaufwand und hergestellten Objekten
6. Die Infrastruktur im neolithischen Bergbau
6.1 Eigentumsverhältnisse
6.2 Die Wohnsitze der Bergleute
6.3 Betriebsmittelbedarf
6.3.1 Gezähe aus örtlich vorkommendem Material
6.3.2 Sammelaktionen von Gezähen
6.3.3 Feuersetzen
6.3.4 Die Organisation des Kupferbergbaus von Cabrières/Hérault
6.4 Obsidianbergbau im Mittelmeergebiet
6.4.1 Melos
6.4.2 Westliches Mittelmeergebiet
6.5 Ethnographische Beispiele
6.5.1 Tuman-quarries der Tungei (Mt. Hagen)
6.5.2 Dom
6.5.3 Ganz River
6.5.4 Yeleme (Irian Jaya)
6.5.5 Zusammenfassung der ethnographischen Beispiele
6.6 Zusammenfassung
7. Verbreitung und Austausch mineralischer Güter
7.1 Verbreitungsmodelle
7.1.1 Selbstversorgung (direct access)
7.1.2 Hand-zu-Hand-Verbreitung (down-the-line-exchange)
7.1.3 Kommerzieller Handel
7.1.4 Zielgerichteter Handel (directional trade)
7.1.4.1 Reisende Händler (free-lance-trade)
7.1.4.2 Zentrale Orte (central places)
7.1.5 Zusammenfassung der Verbreitungsmodelle
7.2 Archäologische Beispiele
7.2.1 Verbreitungsrouten
7.2.2 Verbreitungsformen der Produkte
7.3 Ethnographische Beispiele
7.3.1 Grünsteinbeile in Australien
7.3.2 Handelsstrukturen in Neuguinea
7.4 Zusammenfassung
8. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die sozioökonomischen Strukturen und die Bedeutung des Bergbaus im Neolithikum, mit besonderem Fokus auf die Gründe für den teilweise sehr aufwendigen Abbau mineralischer Rohstoffe und die damit verbundene Organisation und Infrastruktur.
Die Bergbautechnik
Der Aufwand für die Gewinnung mineralischer Rohstoffe kann an der Art und Größe der Abbaue, an den technischen Hilfsmitteln, die für den Betrieb der Gruben eingesetzt werden mussten, und an den Schwierigkeiten für deren Beschaffung abgeschätzt werden. Diese Faktoren stehen in einem engen Verhältnis zueinander, weswegen sie im vorliegenden Kapitel zusammen behandelt werden. Dabei wird auf die im neolithischen Bergbau auftretenden Probleme und deren Lösungen eingegangen: die Eigenheiten der Gewinnungsmethoden in Bezug auf das Gestein, das Geleucht, die Fahrung und Förderung sowie die Bewetterung. Besonderes Augenmerk wird im Hinblick auf die späteren Untersuchungen auf den Aufwand gelegt, der mit der Beschaffung der Hilfsmittel und der Anlage einer Grube verbunden war.
1. Forschungsgeschichte: Gibt einen Überblick über die Entwicklung der archäologischen Bergbauforschung und die Erforschung sozioökonomischer Strukturen im Neolithikum.
2. Mineralische Rohstoffe und ihre Verwendung: Beschreibt die verschiedenen mineralischen Ressourcen, wie Kieselgesteine, Felsgesteine, Kupfer und Pigmente, sowie ihre spezifische Nutzung in der Vorgeschichte.
3. Die Bergbautechnik: Erläutert die verschiedenen Abbauformen, Gewinnungsmethoden, Geleuchtarten sowie die Aspekte der Fahrung, Förderung und Bewetterung in prähistorischen Bergwerken.
4. Produkte und ihre Bedeutung in der Gesellschaft: Untersucht die Rolle der hergestellten Produkte wie Beile, Äxte, Dolche und Sicheln als Gebrauchs- oder Sozialgüter.
5. Aufwand und Produktion im neolithischen Bergbau: Analysiert den Gewinnungsaufwand auf Basis quantitativer Kriterien und untersucht die Entwicklung der Produktion in verschiedenen Regionen und Datierungsstufen.
6. Die Infrastruktur im neolithischen Bergbau: Diskutiert die Organisation, Eigentumsverhältnisse und die Lebenssituation der Bergleute, illustriert durch ethnologische Beispiele.
7. Verbreitung und Austausch mineralischer Güter: Behandelt theoretische Modelle und archäologische Nachweise für die Verteilung der Produkte sowie Austauschsysteme.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen und beleuchtet das Potenzial für zukünftige Forschungen zu den montanarchäologischen Strukturen.
Montanarchäologie, Neolithikum, Bergbau, Silex, Kupfer, Felsgestein, Gewinnungsaufwand, Sozioökonomische Strukturen, Infrastruktur, Austauschsysteme, Produktion, Steinbeile, Feuersetzen, Ethnologie, Rohstoffe.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des Bergbaus und dessen sozioökonomischen Strukturen im Neolithikum.
Die Untersuchung behandelt vor allem Kieselgesteine wie Feuerstein, Felsgesteine, Kupfererze sowie Pigmente wie Hämatit und Variszit.
Das Ziel ist es, den Grund für den teilweise sehr aufwendigen Bergbau zu klären und die dafür notwendige Organisation sowie die Infrastruktur zu rekonstruieren.
Der Autor verwendet einen interdisziplinären Ansatz, der archäologische Befunde mit ethnologischen Beispielen vergleicht und quantitative Parameter zur Bestimmung des Gewinnungsaufwands entwickelt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Beschreibung des Bergbaus, eine Analyse der produzierten Geräte und deren gesellschaftliche Bedeutung sowie in statistische Auswertungen zum Aufwand und zur Produktion in verschiedenen Regionen und Epochen.
Wichtige Begriffe sind Montanarchäologie, Gewinnungsaufwand, infrastrukturelle Organisation, soziale Funktion von Objekten und Austauschsysteme.
Diese Unterscheidung hilft zu verstehen, warum Menschen oft einen hohen Aufwand betrieben, um spezifische Materialien zu gewinnen, die über den rein funktionalen Nutzen hinaus eine soziale oder kultische Bedeutung besaßen.
Sie dienen als Analogiemodelle, um zu illustrieren, wie Bergbau in Gesellschaftsstrukturen organisiert sein kann, die technologisch oder organisatorisch in einem ähnlichen Stadium wie im europäischen Neolithikum stehen.
Es war eine zentrale Technik zur Gewinnung in hartem Gestein, die jedoch einen hohen organisatorischen Aufwand bei der Beschaffung und Vorbereitung des Brennholzes erforderte.
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