Bachelorarbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Unternehmensbewertung
2.1 Wert eines Unternehmens
2.2 Anlässe einer Unternehmensbewertung
2.3 Objektive und subjektive Unternehmensbewertung
2.4 Zwecke einer Unternehmensbewertung
2.4.1 Hauptfunktionen
2.4.2 Nebenfunktionen
2.5 Bewertungsverfahren
2.5.1 Discounted Cashflow-Verfahren
2.5.1.1 Entity – Verfahren (Bruttomethode)
2.5.1.2 Equity – Verfahren (Nettomethode)
2.5.2 Ertragswertverfahren
2.5.3 Residualgewinn-Modell
2.6 Kapitalisierungszinsfuß
2.6.1 Faktoren für den Kapitalisierungszinsfuß
2.6.1.1 Basiszinssatz
2.6.1.2 Risikozuschlag
2.6.1.3 Wachstumsabschlag
2.6.2 CAPM
2.6.3 Liquiditätsadjustierte CAPM
3 Berücksichtigung fehlender Liquidität bei nicht – börsennotierten Unternehmen
3.1 Fungibilitätszuschlag in der Unternehmensbewertung
3.2 Einflussfaktoren zur Bestimmung des Fungibilitätszuschlags
3.3 Ansätze zur Ermittlung des Wertabschlags des Fungibilitätsrisikos
3.3.1 Empirische Ansätze
3.3.1.1 „Restricted stock“ – Ansatz
3.3.1.2 IPO – Ansatz
3.3.1.3 Akquisitionsansatz
3.3.1.4 Zusammenfassung der empirischen Ansätze
3.3.2 Modelltheoretischer Ansatz
3.3.2.1 Optionspreistheoretischer Ansatz
3.3.2.2 Zusammenfassung optionstheoretischer Ansatz
3.3.3 Gegenüberstellung aller Ansätze
4 Berücksichtigung fehlender Liquidität bei börsennotierten Unternehmen
4.1 Ansätze zur Ermittlung des Fungibilitätsabschlags
4.1.1 Studien (USA)
4.1.2 Studien (Deutschland)
4.1.2.1 Studie von BANK/LARCH/PETER
4.1.2.1.1 Stock turnover rate (TO)
4.1.2.1.2 Relative bid – ask – spread (SPREAD)
4.1.2.1.3 Illiquidity ratio (ILLIQ)
4.1.2.1.4 Roll impact variable (RIMP)
4.1.2.1.5 Turnover price impact ratio (TPI)
4.1.2.2 Studie von KOCH
4.1.3 Auswirkungen der Finanzkrise auf den Fungibilitätswert
4.2 Zusammenfassung der Studien
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Illiquidität bei der Unternehmensbewertung und erörtert, wie dieser Faktor bei der Wertermittlung von sowohl börsennotierten als auch nicht-börsennotierten Unternehmen quantitativ berücksichtigt werden kann.
3.3.1.1 „Restricted stock“ – Ansatz
Bei diesem Ansatz wird zwischen den an der Börse handelbaren Unternehmensanteilen, auch „registered stocks“, und den nicht an der Börse handelbaren Anteilen, „restricted stocks“, unterschieden. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden besteht darin, dass die „restricted stocks“ nicht in der SEC gelistet und somit für einen Zeitraum von einem Jahr nicht frei handelbar sind. Nach dieser Frist bekommen sie volle Marktfähigkeit und sind am Markt handelbar. Diese Friständerung hat zur Folge, dass die „restricted stocks“ an Fungibilität gewinnen und somit die Wertdifferenz bzgl. der „registered stocks“ sinkt. Die vorhandene Wertdifferenz soll durch einen Abschlag, den Fungibilitätsabschlag, kompensiert werden.
Anhand einer Vielzahl empirischer Untersuchungen kann dieses Vorgehen genauer demonstriert werden:
Die in obiger Tabelle aufgezeigten Studien stellen nur einen Teil der durchgeführten Untersuchungen dar, jedoch lagen sehr viele im Zeitraum von 1966 – 1981, die m. M. n. aufgrund ihres Alters und ihrer Aussagekraft für diese Arbeit nicht mehr relevant erscheinen.
Im Folgenden werden die wichtigsten Studien näher beschrieben und gegenübergestellt:
SILBER hat im Zeitraum von 1981 bis 1988 69 Unternehmen bzgl. ihres Einflusses dieser oben erwähnten fehlenden Fungibilität auf den Preis des Unternehmens untersucht. Seinen Berechnungen zufolge liegt ein durchschnittlicher Preisabschlag in Höhe von 33,75 Prozent vor. Die Standardabweichung ergibt hier einen Wert von 23,7 Prozent. Nach MATSCHKE/BRÖSEL liegt der Fungibilitätszuschlag, wie in 3.1.1 erwähnt, für gewöhnlich zwischen 35 und 40 Prozent. Dieses Beispiel zeigt, dass im Einzelfall auch größere Ausmaße vorkommen können, wie hier der maximale Abschlag von 84 Prozent bzw. der minimale von -12,7 Prozent.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Illiquidität bei der Unternehmensbewertung heraus und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Messbarkeit und Einbeziehung dieses Risikofaktors.
2 Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel gibt einen grundlegenden Überblick über Unternehmensbewertungsanlässe und -verfahren, wobei der Kapitalisierungszinsfuß besonders im Hinblick auf enthaltene Risikoprämien analysiert wird.
3 Berücksichtigung fehlender Liquidität bei nicht – börsennotierten Unternehmen: Das Kapitel erläutert den Begriff des Fungibilitätszuschlags und diskutiert verschiedene empirische sowie modelltheoretische Ansätze zu dessen Schätzung.
4 Berücksichtigung fehlender Liquidität bei börsennotierten Unternehmen: Hier werden Methoden zur Messung der Wertpapierliquidität, insbesondere anhand der Geld-Brief-Spanne, sowie der Einfluss von Marktereignissen wie der Finanzkrise untersucht.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Berücksichtigung der Fungibilität bei der Bewertung unumgänglich ist, jedoch keine pauschale Vorgehensweise existiert.
Unternehmensbewertung, Illiquidität, Fungibilitätszuschlag, Fungibilitätsrisiko, Discounted Cashflow, CAPM, Liquiditätsbeta, Restricted Stock, IPO-Ansatz, Akquisitionsansatz, Finanzkrise, Geld-Brief-Spanne, Marktliquidität, Wertabschlag, Börsennotierung
Die Arbeit analysiert, wie das Risiko mangelnder Liquidität (Illiquidität) bei der Unternehmensbewertung berücksichtigt werden kann und welchen Einfluss dies auf den Unternehmenswert hat.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensbewertungsverfahren, die spezifischen Liquiditätsrisiken bei privaten versus börsennotierten Unternehmen sowie die empirischen Methoden zur Quantifizierung dieser Risiken.
Das Ziel ist es, die Relevanz der Liquidität für die Bewertung zu klären und zu untersuchen, mit welchen Modellen und empirischen Ansätzen eine quantitative Berücksichtigung möglich ist.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die empirische Studien und modelltheoretische Ansätze aus dem In- und Ausland vergleicht, gegenüberstellt und kritisch bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Fungibilität bei nicht-börsennotierten Unternehmen (mittels empirischer Studien) und börsennotierten Unternehmen (unter Einbeziehung von Marktliquiditätsmaßen wie der Geld-Brief-Spanne).
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Illiquidität, Fungibilitätszuschlag, CAPM, Restricted Stock-Ansatz, Marktliquidität und Wertabschlag.
Er dient als empirische Methode, um den Wertabschlag von nicht handelbaren Anteilen gegenüber börsennotierten Anteilen zu approximieren.
Die Finanzkrise dient als Fallbeispiel, um die Auswirkungen von unerwarteter Illiquidität auf den Markt und die resultierende Notwendigkeit eines höheren Risikozuschlags zu verdeutlichen.
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