Diplomarbeit, 2006
131 Seiten, Note: 1
A Einleitungsteil
1. Vorwort
2. Ziel und Inhalt dieser Diplomarbeit
3. Zum Aufbau der Gliederung
4. Begriffsdefinitionen
4.1. Zum Begriff Mantra
4.2. Zum Begriff der Harmonie
B Traditionell überliefertes Wissen
1. Wie wirken Mantren?
1.1. Arten von „Klängen“
2. Die Mantra-Arten
2.1. Bija-Mantren
2.2. Saguna-Mantren
3. Mantren im Christentum
4. Die Anwendung von Mantren
4.1. Vorteile der Anwendung
4.2. Das Finden des richtigen Mantra
4.3. Wie wird ein Mantra angewandt?
4.4. Missbrauch von Mantren
5. Die heilige Silbe „OM“ und ihre Anwendung
6. Zur Aktivierung der Hauptchakren und Kundalini
7. Mantren und ihre Verbindung zu den Symbolen
8. Schlussfolgerungen
C Empirische und geisteswissenschaftliche Studien
1. Einleitung
2. Wissenschaftliche Grundlagen
2.1. Die Global Scaling Theorie
2.2. Das Resonanzphänomen
2.3. Klangliche Einkopplung
2.4. Klangfarbe
2.5. Wissenschaftlicher Nachweis von Körpermeridianen
3. Strukturveränderungen durch Schwingungen
3.1. Experimente mit chladnischen Klangfiguren
3.2. Auswirkungen von Schwingungen auf Wasser
4. Die Reaktion von Pflanzen auf Klang
5. Wirkung von Klang auf den Menschen
5.1. Resonanzeffekte von Schwingungen im menschlichen Körper
5.2. Verarbeitung von Klängen im Gehirn
5.3. Resonanzwirkungen von Schwingungen in Zellen
5.4. Einfluss von Planetenbewegungen auf Zellen
5.5. Was unterscheidet Krankheit von Gesundheit?
5.5.1. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung von Musik mit harmonischen Obertönen
5.5.2. Dissonanzen und ihre krankmachende Wirkung
5.5.3. Die Tomatis Methode
6. Mantren und ihre Wirkung auf den Menschen
6.1. Die heilende Wirkung der Vokalen und Konsonanten
6.2. Obertöne durch Singen von Vokalen
6.2.1. Erfahrungsbericht
6.3. Innerer Ausgleich durch Rhythmen der Sprache
6.4. Wissenschaftliche Experimente
6.4.1. Einfluss gesprochener Hexameterrhythmen
6.4.2. Studie zur Auswirkung des Rosenkranzgebets und Yoga-Mantren auf autonome kardiovaskuläre Rhythmen
6.4.3. Studie zu autonomen Veränderungen während einer „OM“ Meditation
D Kommunikationspsychologische Einordnung
1. Definition Selbstkommunikation
2. Veränderung der Selbstkommunikation
3. Wissenschaftliche Untersuchungen
3.1. Studie1: Auswirkung der TM-Meditation auf 42 Teilnehmer
3.2. Studie 2: Auswirkung einer Mantra-Meditation auf 35 Personen
3.3. Studie3: Selbstkommunikation langjährig Meditierender
4. Schlussfolgerung
E Ergebnisse
1. Körperliche Harmonisierung durch Rhythmen
2. Auswirkungen harmonischer Obertöne
3. Seelische Harmonisierung
4. Weitere Schlussfolgerungen
5. Zukunftsvision
6. Vorschläge für Experimente zur Überprüfung der Wirkung von Mantren
F Traditionelle Heilanwendungen
1. Beispiel für eine Anwendung von Mantren im Tantra
2. Die „sechs heilenden Laute“ zur Aktivierung der Qi-Lebensenergie
3. Heilanwendung von Mantren nach Tulku Thondup
3.1. Besänftigung durch den Laut der Offenheit
3.2. Heilung durch das tibetische Mantra „Om Ah Hung“
4. Runen bzw. Odala Intonationen
5. Vokalatemraumarbeit nach Middendorf
G Anhang
1. Fragen - zum Finden eines geeigneten Mantra
2. Die Chakren und ihre Zuordnungen
3. Vokal-Atemraumarbeit nach Middendorf
Die Diplomarbeit untersucht wissenschaftlich, ob das Singen und Rezitieren von Mantren eine harmonisierende Wirkung auf den menschlichen Körper und die Seele ausübt, indem sie sich auf die dabei erzeugten harmonischen Schwingungen konzentriert.
1. Wie wirken Mantren?
Mantren gehören zu den am sorgfältigsten gehüteten spirituellen Praktiken verschiedener Kulturen. Ihre Wirkungsweise wird je nach Kultur, Religion und spiritueller Tradition etwas anders beschrieben (vgl. Stecher 2002, S.30). Nach Definition von Christine Stecher (2002) beruht ihre Wirkung allein auf der Erzeugung von Klang und dessen Resonanzwirkung im Menschen (S. 30). Dieser Wirkaspekt wird von Ajit Mookerjees (zitiert nach Middendorf 1995, S. 62) geteilt. Er betont: „Ein Mantra übt seine Macht nicht so sehr durch das Ausdrücken irgendeiner Bedeutung aus, sondern –tiefgehend– durch seine Lautschwingungen“.
Donald Walters (2003) vertritt die Auffassung, dass ein Mantra sich am besten in Sanskrit rezitieren lässt, weil diese Ur-Sprache in einem sehr spirituellen Zeitalter entstanden ist und die von ihr erzeugten Lautvibrationen nach Überlieferungen alter indischer Weisen der Astralwelt am nächsten steht. Sanskrit gilt als die Sprache der Götter. Auch sind die „Sanskrit-Mantren“ von Meistern und großen Yogis durch bereits sehr langen Gebrauch spiritualisiert wurden (S. 29).
Mark Hosak (2004) legt plausibel dar, dass es nicht allein auf die richtige Aussprache eines Mantra ankomme und der Klang somit nicht als der einzige Wirkmechanismus angesehen werden könne (S. 29). So werden beispielsweise in Tibet Mantren nicht in reinem Sanskrit rezitiert, sondern in einem Dialekt, das Mantra „Om mani padme hûm“ lautet dort „Om mani péme hûm“ und entfaltet dennoch seine Wirkung (vgl. Govinda 1975, S. 16). Die Meinung von Eknath Easwaran (1986) geht sogar dahin, dass ein Mantra noch nicht mal laut zitiert werden müsse, sondern allein geistige Wiederholung zur größtmöglichen Wirkung führen würde (S. 95f.).
1. Vorwort: Der Verfasser skizziert seine Motivation zur Untersuchung von Mantren als alternative Lebensgestaltung und natürliche Arznei zur Harmonisierung.
2. Ziel und Inhalt dieser Diplomarbeit: Die Arbeit begründet wissenschaftlich die harmonisierende Wirkung von Mantren auf Körper und Seele unter Fokus auf Schwingungen.
3. Zum Aufbau der Gliederung: Es wird die Struktur der Arbeit erläutert, die von traditionellem Wissen über empirische Studien bis hin zu praktischen Heilanwendungen reicht.
4. Begriffsdefinitionen: Es erfolgt eine begriffliche Klärung von "Mantra" als kulturübergreifendem Werkzeug und "Harmonie" als umfassendem Weltbild.
Mantren, Klangschwingung, Harmonisierung, Resonanzphänomen, Selbstkommunikation, Bija-Mantren, Saguna-Mantren, Chakra-Aktivierung, Global Scaling Theorie, Musiktherapie, Tomatis-Methode, Kundalini, Psychosomatik, Frequenzbanden, Vokalatemraumarbeit
Die Arbeit untersucht die körperliche und seelische Harmonisierung durch das Singen und Rezitieren von Mantren aus kommunikationspsychologischer und wissenschaftlicher Sicht.
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung von Klang und Rhythmus auf den Menschen, der Resonanzkopplung in Zellen, dem Einfluss auf die Selbstkommunikation sowie traditionellen Heilanwendungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen und wissenschaftlich zu begründen, ob Mantren harmonisierend auf Körper und Seele wirken und als eine Art "natürliche Arznei" fungieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Zusammenführung empirischer und geisteswissenschaftlicher Studien (z.B. zur Global Scaling Theorie oder Resonanzphänomenen) sowie die kommunikationspsychologische Einordnung der Selbstkommunikation.
Der Hauptteil deckt das traditionell überlieferte Wissen über Mantren ab, betrachtet wissenschaftliche Grundlagen wie Schwingungen und Resonanz, analysiert Studien zur Wirkung auf Menschen, Pflanzen und Zellen und ordnet die Ergebnisse psychologisch ein.
Zentrale Begriffe sind Mantren, Klangschwingung, Harmonisierung, Resonanzphänomen, Selbstkommunikation, Chakra-Aktivierung und Frequenzbanden.
Die Meditation mit Mantren kann laut den untersuchten Studien die Selbstkommunikation unterbinden, was zu einer konstruktiveren inneren Haltung, erhöhter Selbstakzeptanz und einer Angleichung von Selbst- und Idealbild führen kann.
Sie dient als Erklärungsansatz, um zu veranschaulichen, dass jegliche Materie oszilliert und der Mensch aus Schwingungen besteht, wodurch harmonische Schwingungen eine direkte Wirkung auf den menschlichen Organismus plausibel machen.
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