Bachelorarbeit, 2012
76 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffserklärung und Gegenstandsbestimmung
2.1 Der Bildungsbegriff
2.1.1 Historische und wortgeschichtliche Annäherung an den Begriff Bildung
2.1.2 Festlegung eines Bildungsbegriffs
2.2 Der Unterhaltungsbegriff
2.2.1 Allgemeine Überlegungen zum Begriff Unterhaltung
2.2.2 Festlegung eines Unterhaltungsbegriffs
2.3 Definition: Edutainment
3 Anwendungsfelder des Edutainments
3.1 Medien
3.1.1 Fernsehen
3.1.2 Internet und Computerspiele
3.2 Incentive-Events/ Incentive-Reisen
3.3 Museen
3.4 Science-Center
3.5 Markenwelten
3.6 Schulveranstaltungen
4 Edutainment als Grundlage gesundheitlicher Präventionsmaßnahmen: Exemplarische Untersuchung schulischer Alkoholprävention
4.1 Das Forschungsumfeld: Willy-Brand-Realschule
4.2 Ziel der empirischen Untersuchung
4.3 Methodik der Untersuchung
4.4 Die Ausgangssituation
4.4.1 Das veränderte Trinkverhalten von Jugendlichen
4.4.2 Die spezifische Alkoholgefahr für Jugendliche
4.5 Das Präventionsprogramm
4.5.1 Inhalte der Alkoholprävention
4.5.2 Der gezielte Einsatz von Emotionen
4.6 Die Erfolgskontrolle
4.6.1 Der Wissenstest
4.6.2 Die Durchführung
4.6.2.1 Vorbereitung
4.6.2.2 Lehrer-Gruppen
4.6.2.3 Edutainment-Gruppen
4.6.3 Ergebnisse
4.6.3.1 Leistungszuwachs
4.6.3.2 Motivation
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Edutainment als effektive Methode zur Wissensvermittlung in Bildungsinstitutionen dienen kann und ob eine emotionale, unterhaltsame Gestaltung den Lernerfolg steigert, ohne dessen Ernsthaftigkeit zu gefährden. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung in der schulischen Gesundheitsprävention.
3.1.1 Fernsehen
Das Medium Fernsehen war das Erste, in dessen Zusammenhang der Begriff Edutainment auftauchte. Zum Thema wurde das unterhaltsame Lernen durch die ersten Vorschulsendungen in den USA in den sechziger Jahren. Als Vorreiter sei die "Sesamstraße" (Sesame Street) genannt. In eine Sendung mit lustigen, sympathischen Figuren wurden Wissensbeiträge eingefügt. In Deutschland wurde die "Sesamstraße" in synchronisierter Form das erste Mal 1973 ausgestrahlt. Deutsche Produktionen folgten 1976. Bei der "Sesamstraße" werden, genau wie bei den Formaten "Sendung mit der Maus" oder "Löwenzahn", Wissensbeiträge in eine unterhaltsame Rahmenhandlung eingebettet. Dabei wird von der Grundannahme ausgegangen, dass Motivation und eigenes Interesse wesentliche Vorraussetzungen für erfolgreiches Lernen sind. Dieses Interesse soll geweckt werden, indem ein Moderator oder eine Figur, meist in einer Alltagssituation, auf ein Problem oder eine Fragestellung aufmerksam wird. Diese wird dann in einem Wissensbeitrag beantwortet und die Zusammenhänge erklärt.
Kindersendungen sind aber nicht die einzigen Formate, die sich des Edutainments bedienen. Auch Quizsendungen wie "Wer wird Millionär" verbinden Unterhaltung und Information. Ein unterhaltsamer Moderator, in diesem Fall Günther Jauch, bringt die Zuschauer zum lachen und weckt ihr Interesse, wobei Fragen aus den unterschiedlichsten Themenbereichen die Zuschauer informieren. Der bildende Beitrag von Fernsehprogrammen ist aber nicht in allen Formaten so offensichtlich, wie in den genannten Exemplaren.
Auch in Seifenopern kann ein Bildungsgedanke nachzuweisen sein. Mit der gezielten Einbindung von Themen wie HIV, Drogenabhängigkeit, ungewollte Schwangerschaft oder Homosexualität, werden Jugendliche gezielt mit prekären sozialen Bereichen konfrontiert, welche sie zum Nachdenken anregen sollen. Dass Soaps das Ziel verfolgen Rezipienten zu bilden, ist aber nicht selbstverständlich. Entscheident sind dafür in erster Linie der Inhalt sowie die Aufbereitung der Sendung. Im Allgemeinen lässt sich festhalten, dass Soaps eine gute Plattform für die Wissensvermittlung, explizit im aufklärenden oder präventiven Bereich, bieten, da in diesen Formaten die Inhalte bestmöglich personalisiert und emotionalisiert werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Widerspruch zwischen Bildung und Unterhaltung und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Edutainments als Bildungsmethode.
2 Begriffserklärung und Gegenstandsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Bildung, Unterhaltung und Edutainment unter Berücksichtigung historischer und pädagogischer Perspektiven.
3 Anwendungsfelder des Edutainments: Das Kapitel beschreibt verschiedene Bereiche wie Medien, Events, Museen und Schulen, in denen Edutainment zur Wissensvermittlung eingesetzt wird.
4 Edutainment als Grundlage gesundheitlicher Präventionsmaßnahmen: Exemplarische Untersuchung schulischer Alkoholprävention: Dieses Hauptkapitel beschreibt das Setting, die Methodik und die Ergebnisse einer empirischen Studie an einer Realschule, die den Erfolg von Edutainment bei der Alkoholprävention testet.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die bildungsfördernde Wirkung von Edutainment bei der Alkoholprävention und gibt Empfehlungen für weiterführende Studien.
Edutainment, Bildung, Unterhaltung, Wissensvermittlung, Alkoholprävention, Jugendliche, Medienkompetenz, Empirische Untersuchung, Lernmotivation, Eventmanagement, Gesundheitsförderung, Wissenszuwachs, Schulbildung, Prävention, Emotionspsychologie.
Die Arbeit untersucht das Konzept des "Edutainment" – die Verbindung von Bildung (Education) und Unterhaltung (Entertainment) – und analysiert, ob diese Methode effektiv zur Wissensvermittlung beiträgt.
Die Arbeit beleuchtet die theoretischen Grundlagen von Bildung und Unterhaltung, verschiedene Anwendungsfelder wie Fernsehen, Events und Museen sowie den konkreten Einsatz in der schulischen Alkoholprävention.
Die zentrale Frage ist, ob Edutainment als sinnvolle Bildungsmethode betrachtet werden kann oder ob der Unterhaltungscharakter die Ernsthaftigkeit der Informationen und den Wissenszuwachs gefährdet.
Die Autorin führte eine empirische Erhebung an einer Realschule durch, bei der zwei Schülergruppen verglichen wurden: eine Gruppe lernte durch klassischen Unterricht, die andere durch eine Edutainment-Präventionsveranstaltung.
Neben der theoretischen Herleitung werden die verschiedenen Anwendungsbereiche von Edutainment dargestellt und die empirische Studie zur Alkoholprävention inklusive Wissenstest und Ergebnisauswertung detailliert beschrieben.
Wichtige Begriffe sind Edutainment, Alkoholprävention, Wissensvermittlung, Lernmotivation, Medienkompetenz und empirische Erfolgskontrolle.
Das Thema dient als exemplarisches Fallbeispiel, um zu prüfen, ob emotionalisierende Edutainment-Methoden bei Jugendlichen eine nachweisbar höhere Motivation und Wissensaufnahme bewirken als herkömmliche Unterrichtsmethoden.
Die Untersuchung zeigt, dass Edutainment-Gruppen bei Wissenstests besser abschnitten und die Teilnehmer eine höhere Motivation zeigten, ihr eigenes Trinkverhalten zu überdenken.
Die Arbeit unterstreicht, dass Emotionen als "Aktivierer" von Lernprozessen fungieren und dazu beitragen, Inhalte nachhaltiger zu speichern, sofern sie in einem sinnvollen pädagogischen Kontext stehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

