Bachelorarbeit, 2013
124 Seiten, Note: 5.6
1 Ausgangslage
1.1 Einleitung
1.2 Hypothese
1.3 Ziel der Bachelor-Thesis
1.4 Abgrenzung der Studienarbeit
1.5 Aufbau und Methodik der Bachelor-Thesis
1.6 Untersuchungsmethoden
1.7 Datenquelle
1.8 Datensammlung
1.9 Datenanalyse
1.10 Ergebnisse
2 Erster Teil: Grundlagen und Basis
2.1 Grundlagen EVA
2.2 Grundlagen Adjustierungen
2.3 Grundlage MVA ex ante
2.4 Grundlage Value Spread
2.4.1 Zusammenfassung der Kennzahlen
2.5 Grundlagen der Markteffizienzhypothese
2.6 Berechnung des Aktienpreises
2.7 Grundlagen Rendite und Renditeberechnung
2.8 Grundlage der Performanceberechnung
2.9 Grundlage der Regression
3 Zweiter Teil: Beschreibende Statistik
3.1 Gesamtbetrachtung der Daten
3.2 Betrachtung der Daten aus Sicht der Einzelunternehmung
3.3 Betrachtung auf Branchenebene
3.4 EVA versus Börsenkapitalisierung
4 Dritter Teil: Regressionsanalyse
4.1 Auswertung der Regressionsanalyse ohne Verzögerungseffekt
4.2 Auswertung der Regressionsanalyse mit Verzögerungseffekt
4.3 Auswertung MVA
4.4 Auswertung Value Spread
4.5 Auswertung der Regressionsanalyse auf Branchenebene
5 Vierter Teil: Portfoliobildung auf der Basis EVA
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Performanceanalyse ohne Verzögerungseffekt
5.3 Performanceanalyse mit Verzögerungseffekt
6 Schlussfolgerung
6.1 Erkenntnisse aus der beschreibenden Statistik
6.2 Erkenntnisse aus der Regressionsanalyse
6.3 Erkenntnisse der Portfoliobildung auf der Grundlage von EVA
6.4 Aus der Sicht des Investors
6.5 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Überprüfung des Zusammenhangs zwischen der EVA-Performance (Economic Value Added) und den Aktienrenditen von Unternehmen im Schweizer SLI-Index. Es soll geklärt werden, ob die Kennzahl EVA als verlässlicher Indikator für Investitionsentscheidungen dienen kann und ob Portfolios, die auf Basis von EVA-Daten gebildet werden, eine Marktrendite übertreffen.
1.1 Einleitung
Die Kennzahl EVA wurde in den USA von der Unternehmensberatung Stern Stewart & Co entwickelt, welche sich die Markenrechte für den EVA gesichert haben. (Wikipedia, 2012). Das Konzept der EVA-Methode wird in Europa zunehmend angewendet. Primär als Kernelement zur Gestaltung der internen Corporate Governance entwickelt, gewinnt der EVA in der Schweiz vor allem beim zunehmenden Einsatz im Rahmen der Aktienanalyse an Popularität1 (Hostettler, 2002). Der EVA ist eine Messgrösse für den wirtschaftlichen Gewinn einer Unternehmung. Mit anderen Worten, der EVA weist aus, ob der effektive Gewinn über oder unter den investierten Kapitalkosten liegt. Als Gewinngrösse wird der NOPAT herangezogen.
Liegt der EVA über den Kapitalkosten und ist somit positiv, wird ein Übergewinn erzielt. Je höher der Gewinn ausfällt, desto mehr Investoren sind bereit, Kapital in das jeweilige Unternehmen zu investieren. Eine negative Differenz und damit ein negativer EVA lassen vermuten, dass das Unternehmen Wert im Sinne von EVA vernichtet. Dies birgt die Gefahr, dass die Investoren nach Alternativen suchen und ihr Kapital in rentablere Unternehmen investieren. Langfristig birgt ein negativer EVA die Gefahr von Umstrukturierungen, Outsourcing und Teilschliessungen von Geschäftsfeldern eines Unternehmens bis hin zum Konkurs.
Die Interpretation ist einfach, der Investor kann sich schnell ein Bild davon machen, ob ein Unternehmen seine Ziele erreicht hat oder nicht. Der Unterschied zu anderen Leistungskennzahlen, wie zum Beispiel der Gewinn je Aktie, EBITDA und ROIC ist, dass der EVA sämtliche Kosten misst, die mit dem Management und der Finanzierung des Unternehmens verbunden sind. Der EVA hat sich als wertorientierte Unternehmenssteuerung durchgesetzt. Hauptsächlich dient die Kennzahl EVA zur internen Performance-Messung in Form von Managementleistungen, zur Gestaltung der internen Corporate Governance sowie auch für Entlöhnungssysteme. Extern kann der EVA als Instrument zur Unternehmensbewertung dienen. Aus Sicht der Shareholder werden mit dem EVA-Konzept Werte geschaffen, wenn die Erträge die Kosten, respektive die risikoabhängigen Kosten, übersteigen. Der Preis der Aktie widerspiegelt den aktuellen Wert des jeweiligen Unternehmens.
1 Ausgangslage: Einführung in das Thema EVA, Definition der Hypothesen und Zielsetzung der Thesis sowie Abgrenzung der untersuchten Unternehmen aus dem SLI.
2 Erster Teil: Grundlagen und Basis: Vermittlung der theoretischen Grundlagen der Kennzahl EVA, Adjustierungen, MVA, Value Spread sowie der mathematischen Methoden zur Rendite- und Regressionsberechnung.
3 Zweiter Teil: Beschreibende Statistik: Explorative Analyse der EVA-Daten und Aktienrenditen auf Unternehmens- und Branchenebene, um erste Anhaltspunkte für Zusammenhänge zu finden.
4 Dritter Teil: Regressionsanalyse: Mathematische Überprüfung der beobachteten Zusammenhänge zwischen EVA-Kennzahlen und Aktienrenditen unter Berücksichtigung von Verzögerungseffekten.
5 Vierter Teil: Portfoliobildung auf der Basis EVA: Simulation von Investitionsstrategien basierend auf der EVA-Performance der Unternehmen unter realen und theoretischen Bedingungen.
6 Schlussfolgerung: Kritische Würdigung der Ergebnisse, Überprüfung der Hypothesen sowie eine abschließende Einschätzung der Wertrelevanz des EVA für Investoren.
EVA, Economic Value Added, Aktienrenditen, SLI, Portfoliobildung, NOPAT, WACC, NOA, MVA, Value Spread, Regressionsanalyse, Markteffizienz, Unternehmensbewertung, Kapitalrendite, Performanceanalyse
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Kennzahl EVA (Economic Value Added) und den Aktienrenditen von Unternehmen, die im Schweizer SLI-Index gelistet sind.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Herleitung der Kennzahl EVA, deren statistische Auswertung im Verhältnis zur Kursentwicklung sowie eine praktische Simulation der Portfoliobildung.
Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, dass eine positive EVA-Performance von Unternehmen zu überdurchschnittlichen Aktienrenditen führt und somit als Grundlage für Investitionsentscheidungen dienen kann.
Es kommen Methoden der beschreibenden Statistik, Regressionsanalysen zur Bestimmung des Bestimmtheitsmaßes R² sowie eine Portfolio-Performance-Analyse zum Einsatz.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, deskriptive Statistik der Daten, Regressionsanalysen sowie die Simulation und Auswertung verschiedener Portfoliostrategien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Economic Value Added (EVA), Aktienrendite, Markteffizienz, Unternehmenssteuerung und Portfolio-Performance definiert.
Die Analyse zeigt, dass der Markt Informationen antizipiert und die Investition nach Publikation der EVA-Werte (mit oder ohne Verzögerungseffekt) keine überdurchschnittlichen Ergebnisse im Vergleich zur Marktrendite garantiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen EVA und Aktienrenditen gering ist und Aktienkurse eher auf Basis von Gewinnen und Erwartungswerten als rein durch den EVA bestimmt werden.
Aufgrund der negativen EVA-Werte, die im Beobachtungszeitraum bei den untersuchten Banken auftraten, zweifelt der Autor an der Aussagekraft des EVA-Modells für die Finanzbranche.
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