Essay, 2013
45 Seiten
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Dialektik der Oktoberrevolution
2.2. Rolle der Räte und der Partei
2.3. Sozialismus und Imperialismus
2.4. Scheitern der Revolution und historische Bilanz
Die vorliegende Arbeit untersucht die dialektischen Prozesse und widersprüchlichen Entwicklungen der russischen Oktoberrevolution unter Lenin, mit einem besonderen Fokus auf das Spannungsfeld zwischen Theorie und gesellschaftlicher Praxis sowie der globalen Dimension der Revolution.
Zur Dialektik in Lenins Oktoberrevolution
Die Oktoberrevolution war die Vollendung des Lebenswerks Lenins. Ein Komplex von öconomischen und militärischen, von politischen und historischen, von nationalen und internationalen Umständen, worunter wieder die öconomischen die entscheidenden waren, dann auch die durch den ersten Weltkrieg 1. aufgerüttelten Volksmassen, gaben ihm die Gelegenheit, die vorwiegend von ihm ausgearbeitete Theorie des Bolschewismus in die gesellschaftliche Praxis seines Geburtslandes umzusetzen. Russland brach im Krieg als erste Nation zusammen, erwies sich nach einem geflügeltem Wort Lenins als "schwächstes Glied in der Kette" des Imperialismus. Man kann daher getrost von einer "Leninschen Oktoberrevolution" sprechen und schreiben. Der Anspruch dieser Revolution war in der Bahn der marxistischen Theorie kein geringer, sie, laut Lenin die tiefste der Weltgeschichte, sollte die "Vorgeschichte der menschlichen Gesellschaft" beenden, wie Karl Marx es im Vorwort zur "Kritik der politischen Ökonomie" aus dem Jahre 1859 formuliert hatte.
Hundert Jahre, nachdem David Ricardo sein Werk "On the Principles of Political Economy" veröffentlicht hatte, in dem er widerlegte, dass der Arbeitslohn den Warenpreis bestimme, schickten sich Lenin und seine Bolschewiki an, das Lohnsystem und den Charakter des Arbeitsproduktes als Ware überhaupt aufzuheben. Eine neue Arbeit hat die Menschheit mit der Oktoberrevolution nicht begonnen, ihre bisherige alte Arbeit sollte nur mit Bewußtsein ausgeführt werden.
1. Einleitung: Einführung in die dialektische Betrachtung der Oktoberrevolution als Vollendung des Lebenswerks von Lenin innerhalb eines komplexen Gefüges aus ökonomischen und historischen Umständen.
2. Hauptteil: Analyse der revolutionären Dynamiken, der strategischen Entscheidungen Lenins, der Rolle der Sowjets und des gescheiterten Versuchs der Weltrevolution im Kontext des Ersten Weltkriegs und der frühen Sowjetunion.
Oktoberrevolution, Lenin, Bolschewiki, Sozialismus, Imperialismus, Sowjets, Doppelherrschaft, Weltrevolution, Dialektik, Klassenkampf, Marxismus-Leninismus, Räterepublik, NEP, Arbeiterklasse, Revolutionäre Praxis.
Die Arbeit analysiert die historische und dialektische Bedeutung der russischen Oktoberrevolution und ihre Einordnung in die marxistische Theorie sowie ihre Auswirkungen auf die Entwicklung der Sowjetunion.
Zentrale Themen sind die Rolle Lenins, die Funktion der Räte, die Interdependenz von russischer und deutscher Revolution sowie die Problematik des Übergangs zum Sozialismus.
Das Ziel ist es, die Oktoberrevolution nicht nur als historisches Ereignis, sondern als dialektischen Prozess mit all seinen Widersprüchen und dem Anspruch auf eine fundamentale gesellschaftliche Umwälzung zu verstehen.
Die Arbeit nutzt eine historisch-dialektische Methode, die sich auf klassische marxistische Schriften und deren Anwendung auf die konkreten historischen Ereignisse von 1917 bis in die Zeit der Sowjetunion stützt.
Im Hauptteil werden der Verlauf der Revolution, die Bedeutung der Aprilthesen, die Rolle der Sowjets gegenüber der Provisorischen Regierung und die kritische Auseinandersetzung mit späteren Entwicklungen wie der NEP analysiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Oktoberrevolution, Leninismus, Doppelherrschaft, Klassenkampf und die Analyse der gescheiterten Weltrevolution.
Der Autor sieht in den Sowjets eine antiparlamentarische Organisationsform, die jedoch im Verlauf der Ereignisse unter das Primat der bolschewistischen Partei geriet.
Das Bündnis wird als eine strategische Schlüsselkonjunktion angesehen, deren Scheitern die erhoffte Weltrevolution maßgeblich beeinträchtigte und zur Isolierung des sowjetischen Staates führte.
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