Examensarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Die Vorgeschichte der Operation „Weserübung“
3. Planung und Vorbereitung des Unternehmens „Weserübung“
4. Gesamtablauf des Unternehmens „Weserübung“
5. Das Verhalten der Alliierten im Zusammenhang mit dem Unternehmen „Weserübung“
6. Die Verwirklichung von „Weserübung Süd“ – die Besetzung Dänemarks
7. Die Durchführung von „Weserübung Nord“ - die Besetzung Norwegens
7.1. Die Besetzung von Stadt und Hafen Narvik
7.2. Die Besetzung und der Kampf um Oslo
7.3. Die Besetzung von Trondheim
7.4. Die Besetzung von Bergen
7.5. Die Besetzung von Stavanger, Kristansand und Arendal
7.6. Die Rückführung der in Norwegen eingesetzten Kriegsschiffe
8. Ergebnisse und historische Bewertung des Unternehmens „Weserübung“
Die vorliegende Arbeit untersucht das Unternehmen „Weserübung“, die deutsche Besetzung Dänemarks und Norwegens im Jahr 1940, unter Berücksichtigung ihrer militärischen Vorgeschichte, der strategischen Planung sowie ihrer politischen Einordnung in die nationalsozialistische Expansionspolitik.
2. Die Vorgeschichte der Operation „Weserübung“
Deutschland hatte am 1. September 1939 ohne Kriegserklärung Polen überfallen mit dem Ziel der Rückgängigmachung der territorialen Ergebnisse des Versailler Vertrages und der Erweiterung des Lebensraums im Osten. Frankreich und England erklärten daraufhin umgehend Deutschland den Krieg. Hitler, der aus den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges eigentlich einen Zweifrontenkrieg vermeiden wollte, sah sich jetzt damit konfrontiert. Vor Verwirklichung seines bereits bei seinem Machtantritt 1933 vor den Befehlshabern von Heer und Marine verkündeten strategischem Ziel der Ausweitung des Lebensraums nach Osten, wollte er sich militärisch den Rücken im Westen freihalten. Das bedeutete in erster Linie die militärische Ausschaltung Frankreichs und Großbritanniens. Gleich im Anschluss an den Feldzug gegen Polen begannen deshalb die Vorbereitungen für einen Angriff gegen Frankreich unter Berücksichtigung von Kampfhandlungen gegen England. So erging bereits am 9.Oktober 1939 die Weisung Hitlers, „durch den luxemburgisch-belgischen und holländischen Raum eine Angriffsoperation vorzubereiten.“ Hitler befürchtete, dass Frankreich und England militärisch immer stärker und sich auch die neutralen Staaten ihrer anschließen würden. Sein Hauptaugenmerk lag aber wie vor auf einen weltanschaulichen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Er spekulierte darauf nach einer militärischen Niederwerfung Frankreichs, von England ein Friedensangebot zu erhalten, ohne einen „großen Krieg“ gegen England führen zu müssen. Damit wäre die kontinentale Westflanke für den beabsichtigten Hauptfeldzug im Osten gesichert.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Forschungsstand zum Unternehmen „Weserübung“ und definiert den zeitlichen Rahmen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Vorgeschichte der Operation „Weserübung“: Dieses Kapitel erläutert die strategischen Überlegungen Hitlers und der Kriegsmarine bezüglich Skandinaviens sowie die Motivation, England als Kriegsschauplatz auszuschalten.
3. Planung und Vorbereitung des Unternehmens „Weserübung“: Hier wird der organisatorische Aufbau der Sonderstab Gruppe XXI beschrieben, die für die Planung der Landungsoperationen in Dänemark und Norwegen verantwortlich war.
4. Gesamtablauf des Unternehmens „Weserübung“: Dieses Kapitel fasst den zeitlichen Ablauf der Anlandungen und die logistischen Maßnahmen der deutschen Wehrmacht zusammen.
5. Das Verhalten der Alliierten im Zusammenhang mit dem Unternehmen „Weserübung“: Untersucht werden die Reaktionen und militärischen Gegenplanungen der Briten und Franzosen auf die deutsche Besetzung.
6. Die Verwirklichung von „Weserübung Süd“ – die Besetzung Dänemarks: Beschreibt die schnelle und weitgehend widerstandslose Besetzung Dänemarks zur Sicherung der Flanken und Nachschubwege.
7. Die Durchführung von „Weserübung Nord“ - die Besetzung Norwegens: Detaillierte Darstellung der einzelnen Landungsoperationen in norwegischen Städten und der spezifischen Gefechtsverläufe.
8. Ergebnisse und historische Bewertung des Unternehmens „Weserübung“: Dieses abschließende Kapitel analysiert die strategischen Konsequenzen und die Einordnung der Besetzung in die nationalsozialistische Expansionspolitik.
Weserübung, Zweiter Weltkrieg, Dänemark, Norwegen, Wehrmacht, Kriegsmarine, strategische Planung, Landungsoperation, Skandinavien, Narvik, Oslo, Neutralität, Geostrategie, Besetzung, Nationalsozialismus
Die Arbeit analysiert die deutsche militärische Operation „Weserübung“ im Jahr 1940, mit der Dänemark und Norwegen besetzt wurden.
Zentrale Themen sind die strategischen Motive, die operative Planung durch die Wehrmacht, der Ablauf der Besetzung sowie die Reaktionen der Alliierten.
Das Ziel ist es, die militärischen Ereignisse konzentriert darzustellen und diese in den Kontext der nationalsozialistischen Politik sowie der geostrategischen Erfordernisse der Kriegsführung zu stellen.
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Auswertung vorhandener geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur und primärer Quellen, um eine konzise Zusammenfassung des Unternehmens zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die operative Planung, den Ablauf der Besetzung von Dänemark und Norwegen sowie die Bewertung der historischen Konsequenzen.
Wesentliche Begriffe sind „Weserübung“, „Geostrategie“, „Neutralität“, „Landungsoperationen“ und „nationalsozialistische Expansionspolitik“.
Deutschland benötigte den Schutz der Versorgung mit schwedischem Eisenerz, das über norwegische Häfen wie Narvik transportiert wurde, und wollte gleichzeitig britische Eingriffe in diesen Raum verhindern.
Quisling suchte Unterstützung bei Hitler für einen Staatsstreich in Norwegen, was Hitlers Interesse an der Norwegen-Problematik beschleunigte und später als politisches Instrument genutzt wurde.
Die Versenkung der „Blücher“ durch norwegische Küstenbatterien verhinderte die schnelle Einnahme Oslos und verzögerte den geplanten Handstreich, wodurch die norwegische Regierung fliehen konnte.
Der Autor bewertet das Unternehmen als ein riskantes Unterfangen, das stark auf das Überraschungsmoment, Geheimhaltung und eine Portion Glück angewiesen war, da die deutsche Kriegsmarine zu diesem Zeitpunkt militärisch unterlegen war.
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