Masterarbeit, 2012
100 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Leitgedanke einer 100% regenerativen Stromversorgung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Rahmenbedingungen für die Potentialanalyse
2.1 Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen für Stromspeicher
2.1.1 Einsatzgebiet von Stromspeichern
2.1.2 Elektrochemische Stromspeicher
2.1.3 Flexible Energieanlagen als „Virtuelle Stromspeicher"
2.2 Projektspezifische Rahmenbedingungen
2.2.1 Kurzporträt RegModHarz
2.2.2 Annahmen für das Leitszenario 3
3 Simulationen zur Ermittlung des Stromspeicherbedarfs
3.1 Simulation in energyPRO
3.1.1 Modellierung der Simulationsumgebung
3.1.2 Optimierung in energyPRO
3.2 Speicherbedarfsanalyse
3.2.1 Methodik der Speicherbedarfsanalyse
3.2.2 Einfluss von Energiemanagement
3.2.3 Vergleich zwischen leistungs- und energieautarker Versorgung
4 Fazit und Ausblick
4.1 Folgerungen aus den Simulationen
4.2 Anreiz für den Ausbau von Flexibilisierungsoptionen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine energiewirtschaftliche Potenzialanalyse für Stromspeicher und den Einsatz flexibler Energieanlagen in der Modellregion Landkreis Harz durchzuführen, um die Voraussetzungen für eine 100% regenerative Stromversorgung zu evaluieren. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch gezieltes Energiemanagement und den Einsatz von thermischen Speichern der Bedarf an elektrischen Stromspeichern zur Verstetigung der fluktuierenden regenerativen Einspeisung quantitativ reduziert werden kann.
Einsatzgebiet von Stromspeichern
Die direkte Speicherung von elektrischer Energie ist nur begrenzt möglich und erfolgt grundsätzlich durch die Umwandlung in eine andere Energieform. Hierbei kann die elektrische Energie mechanisch, elektrochemisch oder „virtuell“ in Form von thermischer Energie gespeichert werden. Nur für Anwendungen mit schnellen Entladezeiten, wie es z.B. zur Sicherstellung der Qualität des Stromes erforderlich ist, ist die direkte Speicherung in elektrostatischer (Kondensatoren) und elektrodynamischer (Spulen) Form möglich. In Abbildung 2-1 werden die verschiedenen Technologien bzw. Formen der Stromspeicherung zusammengefasst.
Auch wenn die verschiedenen Formen der Stromspeicherung auf unterschiedlichen Prinzipien basieren, können sie über die gleichen Parameter beschrieben werden, weil jede Speicherform neben der Speicherkapazität auch eine Ein- und Ausspeicherleistung besitzt. Weiterhin gelten für alle Formen der Stromspeicherung die gleichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. Anforderungen für alle Speichertechnologien ist die Wirtschaftlichkeit, die von den spezifischen Investitionskosten und insbesondere von der erreichbaren Lebensdauer beeinflusst wird. Neben der Wirtschaftlichkeit stellen die Umweltverträglichkeit, die Sicherheit und die energetische Qualität wichtige Anforderungen an Stromspeicher dar. Die Gewichtung der Anforderungen hängt von dem jeweiligen Einsatzbereich ab und eine Optimierung zugunsten einer bestimmten Anforderung führt in der Regel zu einer Verschlechterung einer anderen Anforderung. So führt zum Beispiel eine Optimierung hinsichtlich der Leistungsdichte zu einer Verschlechterung der Energiedichte.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit einer Transformation hin zu einer 100% regenerativen Stromversorgung ein und erläutert die Rolle von Speichern, Energiemanagement und Transport als zentrale Flexibilisierungsoptionen.
2 Rahmenbedingungen für die Potentialanalyse: In diesem Kapitel werden die energiewirtschaftlichen und projektspezifischen Grundlagen für die Untersuchung dargelegt, einschließlich der Technologien für Strom- und Wärmespeicherung sowie der klimatischen und bedarfsspezifischen Annahmen für die Modellregion Harz.
3 Simulationen zur Ermittlung des Stromspeicherbedarfs: Hier wird der Einsatz der Simulationssoftware energyPRO zur Modellierung des virtuellen Kraftwerks und zur Analyse des Speicherbedarfs unter verschiedenen Szenarien detailliert beschrieben und ausgewertet.
4 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Simulationen zusammen und diskutiert die notwendigen Anreize für einen zukünftigen Ausbau der untersuchten Flexibilisierungsoptionen.
Regenerative Stromversorgung, Stromspeicher, Energiemanagement, Modellregion Harz, Simulation, energyPRO, Lastmanagement, Kraft-Wärme-Kopplung, Power-to-Gas, Residuallast, Flexibilisierung, Netzausgleich, Speicherkapazität, Versorgungssicherheit, Erzeugungsmanagement.
Die Arbeit untersucht, wie eine 100% regenerative Stromversorgung in der Modellregion Landkreis Harz technisch und energiewirtschaftlich realisiert werden kann, wobei der Fokus auf der Nutzung von Speichern und Energiemanagement liegt.
Die zentralen Themen sind die Integration fluktuierender Energien, der Einsatz von Stromspeichern, die Anwendung von Energiemanagement in Wärme- und Kältesystemen sowie die überregionale Vernetzung.
Das primäre Ziel ist die energiewirtschaftliche Potenzialanalyse zur Minimierung des Stromspeicherbedarfs durch den gezielten Einsatz von flexiblen Erzeugern und Lasten.
Es wird eine modellbasierte Analyse und Simulation des Energiesystems unter Verwendung der Software energyPRO durchgeführt, basierend auf Zeitreihen für Last, Erzeugung und meteorologische Daten.
Der Hauptteil behandelt die Modellierung der Rahmenbedingungen, die Durchführung der Simulationen zur Ermittlung des Speicherbedarfs sowie die detaillierte Analyse der Auswirkungen von Energiemanagement auf das Last- und Erzeugungsprofil.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Power-to-Gas, Residuallast, Virtuelles Kraftwerk, KWK-Anlagen, Lastmanagement und die Unterscheidung zwischen leistungs- und energieautarker Versorgung.
KWK-Anlagen fungieren als flexible Erzeuger, die durch eine Kopplung von Strom- und Wärmesektor die Verstetigung der regenerativen Einspeisung unterstützen.
Power-to-Gas wird genutzt, um überschüssige regenerative Energie in Form von Methan zu speichern und dabei bestehende Erdgasinfrastrukturen für eine hohe Kapazität und Energiedichte zu verwenden.
Die Simulationen zeigen, dass der Einsatz von Energiemanagement den erforderlichen Stromspeicherbedarf signifikant, um bis zu 60%, reduzieren kann.
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