Essay, 2011
6 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Quellenvorstellung
2. Historischer Kontext: Die Seeräuberfrage und Pompeius
3. Analyse der Verfassungskrise der späten Republik
4. Interpretation der Intention des Velleius Paterculus
5. Fazit und abschließende Bewertung
Die Arbeit untersucht den historischen Bericht des Velleius Paterculus über die Verleihung eines außerordentlichen Kommandos an Gnaeus Pompeius Magnus im Jahr 67 v. Chr., um die systemischen Schwächen und das Krisenpotenzial der ausgehenden römischen Republik kritisch zu beleuchten.
Die Problematik der außerordentlichen Kommandos in der späten Republik
Als nächstes gilt es nun, mit der Interpretation jener Geschehnisse fortzusetzen, ehe das Augenmerk wieder auf die Quelle und die Intention des Autors Paterculus gerichtet wird: Der Schritt, Pompeius die außerordentliche Vollmacht zu geben, ist ein typisches Problem der späten römischen Republik. Die normalen „Verfassungsinstitutionen“ jener Zeit waren schon seit den Gracchen kaum mehr in der Lage, die Probleme, die auf die immer weiter gewachsene Republik einprasselten, mit ordentlichen (im Sinne von nicht außerordentlichen) Aktionen zu bewältigen. Der Senat, die Magistraturen und die Volksversammlung vermochten es kaum, die Probleme langfristig aus dem Weg zu räumen.
Anhaltende Probleme waren beispielsweise die Frage nach dem Bürgerrecht der eroberten Gebiete, was bei den Italikern zum Bundesgenossenkrieg führte, die Versorgung der römischen Bürger mit ausreichend Nahrungsmittel, die ständigen Kämpfe an der Peripherie des Reiches, die Probleme, die sich durch die so genannte Heeresreform des Marius ergaben, der ständige Widerspruch zwischen den konservativen Optimaten und den Popularen und zu guter Letzt die Diskontinuität in der Führung des römischen Staates, die mit der Diktatur Sullas begann und den Bogen über Cinna und Caesar bis zum Prinzipat Octavians spannte.
1. Einleitung und Quellenvorstellung: Einführung in das Werk des Velleius Paterculus und Vorstellung des historischen Rahmens der Geschehnisse um 70 bis 67 v. Chr.
2. Historischer Kontext: Die Seeräuberfrage und Pompeius: Darstellung der akuten Bedrohung durch Seeräuber und der politischen Aufstiegsbedingungen für Pompeius trotz fehlender traditioneller Laufbahn.
3. Analyse der Verfassungskrise der späten Republik: Erläuterung der strukturellen Unfähigkeit republikanischer Institutionen, komplexe Probleme ohne außerordentliche Vollmachten zu lösen.
4. Interpretation der Intention des Velleius Paterculus: Untersuchung der subjektiven Haltung des Autors gegenüber der Machtkonzentration und dem Vergleich zum Prinzipat.
5. Fazit und abschließende Bewertung: Zusammenfassende Einschätzung, dass der Autor primär die strukturelle Instabilität der späten Republik gegenüber dem zeitgenössischen Prinzipat kritisiert.
Römische Republik, Pompeius, Velleius Paterculus, Imperium, Seeräuber, Prinzipat, Verfassungskrise, Senat, Diktatur, Gaius Iulius Caesar, Machtmissbrauch, Sulla, Historische Quelle, Politische Ordnung, Krisenmanagement.
Die Arbeit analysiert einen Quellentext des Velleius Paterculus über die Vergabe eines außerordentlichen militärischen Kommandos an Pompeius Magnus im Jahr 67 v. Chr. und dessen politische Implikationen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verfassungskrise der späten römischen Republik, der Problematik der außerordentlichen Befehlsgewalten und der Intention des antiken Geschichtsschreibers.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Verleihung von außerordentlichen Vollmachten an Einzelpersonen das republikanische System untergrub und den Weg zum Prinzipat ebnete.
Die Arbeit nutzt die historische Quellenanalyse, wobei der Text in seinen historischen Kontext eingebettet und die subjektive Sichtweise des Autors interpretativ erschlossen wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der chronologischen Einordnung der Seeräuberproblematik, der Person Pompeius sowie einer vertieften Analyse der systemischen Schwächen römischer Verfassungsinstitutionen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie „außerordentliches Imperium“, „Römische Republik“, „Velleius Paterculus“ und „Prinzipat“ geprägt.
Paterculus kritisiert nicht den Erfolg bei der Seeräuberbekämpfung, sondern die prinzipielle Gefahr, die davon ausging, dass einem Einzelnen unkontrollierte Macht übertragen wurde.
Der Autor sieht die späte Republik als systemisch gescheitert an, während er das Prinzipat unter Augustus als stabileres und geordneteres Staatssystem darstellt.
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