Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
44 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Kundenbewertungen und Empfehlungssysteme
2.2 Zufriedenheit von getroffenen Entscheidungen
2.3 Glaubwürdigkeit der Informationen
3 Hypothesen
4 Empirische Studie
4.1 Festlegung des Untersuchungsdesigns und Erhebungsmethode
4.2 Produktauswahl
4.3 Aufbau des Fragebogens
4.4 Unabhängige und abhängige Variablen
5 Ergebnisse der empirischen Studie
5.1 Zufriedenheit von getroffenen Entscheidungen
5.2 Glaubwürdigkeit der Informationen
5.3 Entscheidungshilfe
5.4 Kaufwahrscheinlichkeit
6 Fazit
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Kundenbewertungen und Empfehlungssystemen im E-Commerce und analysiert deren Einfluss auf die Entscheidungszufriedenheit von Konsumenten sowie die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von Online-Informationen.
1 Problemstellung
Keine Innovation hat die Gesellschaftsstrukturen in den letzten Jahrzehnten so schnell verändert wie das Internet. Der Trend zur Kommunikations- und Informationsgesellschaft sowie die ständig wachsende Nutzung des Internets rufen immer mehr neue Anbieter und Anwendungen auf den Markt. Begriffe wie „E-Commerce“, „Onlinehandel“ oder „Onlineshopping“ haben sich etabliert und sind fester Bestandteil des täglichen Vokabulars geworden. Unternehmen streben im Internet eine Optimierung der Kommunikation mit ihren Kunden an. Sie besitzen deshalb ein Interesse daran, zu erfahren, wie die Nutzer mit dem Medium umgehen, welche Zielsetzungen sie haben, sprich wie sie sich verhalten.
Der Einfluss von Mundpropaganda (Word-of-Mouth, WOM) auf das Konsumentenverhalten ist in der Marketingwissenschaft seit den frühen 1950er Jahren bekannt (Blackwell et al. 2001, S. 7). WOM umfasst sämtliche Kommunikation über Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen etc., von denen der Informationsempfänger nicht glaubt, dass sie unternehmensinitiiert sind (Buttle 1998, S. 243). Durch die Entwicklung und steigende Nutzung des Internets hat WOM eine neue Dimension erlangt (Weiber und Meyer 2005, S. 43). Zur Bezeichnung der neuen „elektronischen Mundwerbung“ werden zahlreiche Synonyme verwendet: „electronic-WOM“ (eWOM) (Hennig-Thurau et al. 2004, S. 39; Hung und Li 2007, S. 485), „online-WOM“ bzw. „Internet WOM“ (Schlosser 2005, S. 202; Riegner 2007, S. 437), „Word on Line“ (Granitz und Ward 1996, S. 161), „Global Word-of-Mouth“ (Stauss 1997, S. 28).
Empfänger dieser neuen elektronischen Form von WOM sind Konsumenten, die zumeist gezielt im Internet nach der Erfahrungsberichten anderer Personen suchen, um sich über Produkte oder Dienstleistungen zu informieren. Dies geschieht bspw. im Rahmen der Planung von Kaufentscheidungen, aber auch zum Zweck der Dissonanzreduktion in der Nachkaufphase (Hennig-Thurau et al. 2004, S. 40). In der Pre-Kaufphase ist der Kunde auf verlässliche Quellen angewiesen, um einzuschätzen, wie die Qualität der Dienst- oder Sachleistung sein wird. Informationen von anderen Konsumenten oder dritten Parteien wie z.B. Produktbewertungen und Empfehlungssysteme sind dabei hilfreiche Informationsquellen.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz von Kundenbewertungen und Empfehlungssystemen im Web 2.0 ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Glaubwürdigkeit und Entscheidungszufriedenheit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe Kundenbewertungen, Empfehlungssysteme, Entscheidungszufriedenheit und Glaubwürdigkeit definiert und theoretisch eingeordnet.
3 Hypothesen: Basierend auf der Literaturrecherche werden die Hypothesen abgeleitet, die den positiven Einfluss von Kundenbewertungen und Empfehlungssystemen auf die Zufriedenheit und Glaubwürdigkeit postulieren.
4 Empirische Studie: Dieses Kapitel beschreibt das Laborexperiment, das Untersuchungsdesign (3x2-Between-Subjects), die Produktauswahl sowie den Aufbau des Fragebogens zur Datenerhebung.
5 Ergebnisse der empirischen Studie: Die gewonnenen Daten werden mittels ANOVA und ANCOVA statistisch analysiert, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen und die Interaktionseffekte zu interpretieren.
6 Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für E-Commerce-Betreiber und gibt einen Ausblick auf die praktische Anwendung der Erkenntnisse.
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Die Arbeit untersucht, wie Kundenbewertungen und Empfehlungssysteme im Internet die Entscheidungsfindung von Käufern beeinflussen und welche Rolle sie für das Vertrauen der Nutzer spielen.
Die zentralen Themen sind das Phänomen des "electronic Word-of-Mouth" (eWOM), die Psychologie der Entscheidungsfindung sowie der technische Einfluss von Empfehlungsalgorithmen.
Ziel ist es zu analysieren, ob Kundenbewertungen und Empfehlungssysteme die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von Informationen erhöhen und zu einer höheren Zufriedenheit bei Kaufentscheidungen führen.
Es wurde ein webbasiertes Laborexperiment durchgeführt, dessen Daten mittels statistischer Verfahren wie der ANCOVA und T-Tests (unter Nutzung von IBM SPSS Statistics) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Definition der Begriffe, die Herleitung der Hypothesen sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Studie.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören E-Commerce, Kundenbewertungen, Empfehlungssysteme, Entscheidungszufriedenheit und Glaubwürdigkeit.
Die empirische Studie zeigt, dass positive Kundenbewertungen einen signifikant größeren Einfluss auf die Glaubwürdigkeit haben als negative Bewertungen und zudem hilfreicher für die Entscheidungsfindung empfunden werden.
Das Empfehlungssystem für sich genommen wird in der Studie als weniger hilfreich bei der Informationssuche bewertet als die kombinierten, erfahrungsbasierten Kundenbewertungen.
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