Bachelorarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung der Studie
1.4 Abgrenzung
2. Definitionen
2.1 Non-Profit-Organisationen international
2.2 Non-Profit-Organisationen in der Schweiz
2.2.1 Soziale Non-Profit-Organisationen
2.3 Kundenbindung
2.3.1 Kundenbindung aus Anbietersicht
2.3.2 Kundenbindung aus Kundensicht
2.4 Kundenbindungsgrad
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Kundenbindung
3.1.1 Bindungsursachen
3.1.2 Messung der Kundenbindung
3.2 Kundenzufriedenheit
3.2.1 Konfirmation/Diskonfirmations-Paradigma
3.2.2 Soll-Komponente der Kundenzufriedenheit
3.2.3 Ist-Komponente der Kundenzufriedenheit
3.2.4 Assimilations-Kontrast-Theorie
3.2.5 Kognitive Dissonanz
3.2.6 Kano-Modell der Kundenzufriedenheit
4. Hypothesenformulierung
5. Analyse des Vereins Läbesruum
5.1 Kundenanalyse
5.2 Analyse der Geschäftsfelder
5.3 Kundenzufriedenheitsbefragung
5.4 Marktanalyse
5.5 Konkurrenzanalyse soziale Institutionen
6. Untersuchungsmethodik
6.1 Grundgesamtheit
6.2 Stichprobe
6.3 Methodik
6.3.1 Fokusgruppenbefragung
6.3.2 Der Fragebogen als Messinstrument
6.3.3 Pretest
6.3.4 Hauptuntersuchung
7. Resultate
7.1 Soziodemografische Merkmale der Stichprobe
7.2 Beachtete Werbekanäle
7.3 Beanspruchte Dienstleistungen
7.4 Motive für die Auftragserteilung
7.5 Kundenbindungsgrad
7.5.1 Häufigkeit der Auftragserteilung
7.5.2 Vergabe von Aufträgen an andere Anbieter
7.5.3 Bisheriges Empfehlungsverhalten
7.5.4 Geplante künftige Auftragserteilung
7.5.5 Cross-Buying-Absichten
7.5.6 Künftiges Empfehlungsverhalten
7.5.7 Geplanter Anbieterwechsel
7.5.8 Errechneter Grad der Kundenbindung
7.6 Kundenzufriedenheit
7.6.1 Grad der Kundenzufriedenheit
7.6.2 Leistungsbeurteilung im Konkurrenzvergleich
7.7 Prüfung der Hypothesen
7.8 Erkenntnisse für den Verein Läbesruum
8. Grundsätzliche Erkenntnisse für soziale NPO
9. Empfehlungen für eine Marketing-Strategie
10. Ausblick
11. Abkürzungsverzeichnis
12. Literaturverzeichnis
13. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die Motive, die Kunden dazu bewegen, sozialen Nonprofit-Organisationen Aufträge zu erteilen, und analysiert die Faktoren, die einen Einfluss auf die Kundenbindung ausüben. Am Beispiel des Vereins Läbesruum in Winterthur soll geklärt werden, wie eine soziale NPO Kunden gewinnen und langfristig binden kann, um daraus Empfehlungen für eine effektive Marketing-Strategie abzuleiten.
1.1 Ausgangslage
Seit den 60er Jahren steigt die Zahl der Non-Profit-Organisationen (NPO) stetig an. Weltweit weist der Dritte Sektor einen Anteil von 5.4% am gesamten Bruttoinlandprodukt (BIP) auf. Dies entspricht einem Ausgabenvolumen von ca. 1.3 Billionen US-Dollar, 25.3 Millionen Beschäftigten und 45.5 Millionen Freiwilligen (in FTE).
In der Schweiz erwirtschaften die rund 90'000 „privaten Organisationen ohne Erwerbszweck“, wie NPO auch genannt werden, seit 2005 eine um jährlich eine halbe Milliarde steigende Bruttowertschöpfung (BWS). Im Jahr 2005 betrug diese insgesamt CHF 21.6 Mrd., was einem Anteil von 4.7% am Schweizer BIP entspricht. Nicht erfasst durch diese Zahl wird die Freiwilligenarbeit. Wird diese zu einem Marktpreis mit einberechnet, so erhöht sich der Wert auf 27.6 Mrd. oder 6.0% des BIP.
Gemäss einer Studie des Institutes für Verbandsmanagement der Universität Freiburg (Helmig, Lichtsteiner, & Gmür, 2011) aus dem Jahr 2011 arbeiten schweizweit 180'000 Arbeitnehmende sowie Freiwillige im Umfang von 80'000 Stellen (in FTE) im Dritten Sektor. 33% der Bevölkerung ab 15 Jahren üben mindestens eine institutionalisierte oder informelle Freiwilligenarbeit aus (Bundesamt für Statistik, 2010).
Zahlreiche NPO, welche rein rechtlich selbständige, private Organisationen sind, leben zu einem erheblichen Teil von staatlichen Beiträgen. Diese Subventionen betragen normalerweise rund 35% der Einnahmen einer NPO, was etwa dem europäischen Durchschnitt entspricht. In Wissenschaft und Praxis wird den Non-Profit-Organisationen aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung immer mehr Beachtung geschenkt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung des Dritten Sektors ein, definiert die Problemstellung der mangelnden preislichen Differenzierbarkeit von sozialen Organisationen und steckt den Rahmen der Studie am Beispiel des Vereins Läbesruum ab.
2. Definitionen: Das Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Nonprofit-Organisation, soziale NPO, Kundenbindung und den Kundenbindungsgrad als zentrale Kennzahl der Untersuchung.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden wissenschaftliche Konzepte zur Kundenbindung und Kundenzufriedenheit betrachtet, darunter das Konfirmations-/Diskonfirmations-Paradigma und das Kano-Modell zur Klassifizierung von Leistungsfaktoren.
4. Hypothesenformulierung: Auf Basis der Theorie werden fünf Hypothesen entwickelt, die den Einfluss von sozialem Engagement, christlichem Hintergrund, Konkurrenzvergleich und Kundenzufriedenheit auf die Kundenbindung untersuchen.
5. Analyse des Vereins Läbesruum: Dieses Kapitel stellt das untersuchte Fallbeispiel vor, analysiert die Kundenstruktur, die Einnahmequellen sowie die Markt- und Konkurrenzsituation im Raum Winterthur.
6. Untersuchungsmethodik: Hier wird das methodische Vorgehen der Studie beschrieben, welches eine Kombination aus Fokusgruppenbefragungen zur Motivsuche und einer postalischen quantitativen Befragung umfasst.
7. Resultate: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Kundenbefragung, analysiert die Motive, den Grad der Kundenbindung sowie die Kundenzufriedenheit und prüft die im Vorfeld aufgestellten Hypothesen.
8. Grundsätzliche Erkenntnisse für soziale NPO: Hier werden die gewonnenen Ergebnisse auf soziale NPO im Allgemeinen übertragen und die Rolle des sozialen Engagements als zentrales Marketing-Element hervorgehoben.
9. Empfehlungen für eine Marketing-Strategie: Basierend auf den Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen zur strategischen Positionierung und Ausrichtung des Marketingkonzepts für den Verein Läbesruum gegeben.
10. Ausblick: Das Schlusskapitel blickt auf die gewonnenen Erkenntnisse zurück und regt weitere Studien zur Überprüfung der Ergebnisse bei anderen sozialen Organisationen an.
Nonprofit-Organisation, NPO, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, soziales Engagement, Marketing-Strategie, Vereins Läbesruum, Kundenbindungsgrad, Fokusgruppenbefragung, Kano-Modell, Sozialwirtschaft, Auftragserteilung, Kundenanalyse, Marktforschung, Konkurrenzanalyse
Die Arbeit untersucht, wie soziale Nonprofit-Organisationen (NPO) ihre Kunden erfolgreich binden können, da sie sich oft nicht über klassischen Wettbewerbsvorteile wie Preis oder Qualität differenzieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit, der Analyse von Motiven für Auftragsvergaben sowie der Entwicklung einer Marketing-Strategie für eine soziale Institution.
Das primäre Ziel ist es, die Motive der Kunden des Vereins Läbesruum zu identifizieren, deren Einfluss auf die Kundenbindung zu messen und fundierte Empfehlungen für eine Marketing-Strategie abzuleiten.
Es wird eine deskriptive Primärforschung durchgeführt, die aus einer Fokusgruppenbefragung zur Motiv-Eingrenzung und einer großflächigen postalischen Kundenbefragung (quantitativ) besteht.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die detaillierte Analyse des Vereins Läbesruum inklusive Markt- und Konkurrenzanalyse sowie die Auswertung und Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
Kundenbindung, soziale Nonprofit-Organisationen, soziales Engagement, Marketing-Strategie und Kundenanalyse sind die prägendsten Begriffe.
Die Studie zeigt, dass das soziale Engagement das mit Abstand wichtigste Motiv für die Kunden ist, den Verein Läbesruum zu beauftragen, und somit das zentrale Element für die Kundenbindung darstellt.
Überraschenderweise zeigte sich, dass der christliche Hintergrund als explizites Motiv für die Auftragserteilung nur eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl ein signifikanter Anteil der Kunden kirchlich aktiv ist.
Die statistische Auswertung ergab keinen signifikanten Einfluss der Kundenzufriedenheit auf den Grad der Kundenbindung; Kunden bleiben dem Verein primär aufgrund des sozialen Engagements treu.
Die Autorin empfiehlt eine Konsolidierungsstrategie, die Nutzung des Cross-Selling-Potentials sowie eine verstärkte Steuerung der Mund-zu-Mund-Propaganda als wichtigstem Werbekanal.
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