Bachelorarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 1,5
Vorwort
1 Einleitung
2 Die direkte Methode
2.1 Entstehungsgeschichte
2.2 Kennzeichen
2.3 Anforderungen an Schüler und Lehrer
3 Rezeption Ørbergs und der direkten Methode im Lateinunterricht
3.1 Italien: Vivarium Novum: Summer Latin School
3.2 USA
3.3 Deutschland
4 Aufbau und Arbeitsweise von LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA
4.1 Übersicht über die Inhalte der Lektionen
4.2 Hinweise zum Arbeiten mit LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA
5 Anforderungen des sächsischen Lehrplans
5.1 Bildungsziele des Lateinunterrichts
5.1.1 Bildungsziele im Rahmen des sächsischen Lehrplans
5.1.2 Bildungsziele aus dem Blickwinkel der Fachdidaktik
5.2 Vorgaben des Lehrplans (Lernbereiche)
6 Vergleichende Betrachtung in den Kategorien:
6.1 Inhaltsebene
6.2 Darstellungsebene
6.2.1 grafische Aufbereitung
6.2.2 positive Identifikationsfiguren
6.3 Didaktische Zielsetzung
6.4 Kritikpunkte
7 Ausblick und Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das lateinische Lehrbuch „Lingua Latina per se illustrata“ von Hans H. Ørberg und analysiert, inwiefern dessen direkte Methode im deutschsprachigen Raum sowie im Kontext des sächsischen Lehrplans erfolgreich Anwendung finden kann.
4.2 Hinweise zum Arbeiten mit LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA
Zu den grundsätzlichen Materialien, d.h. LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA PARS I und PARS II, sind zahlreiche ergänzende Materialien hinzugetreten, die sowohl Schüler als auch Lehrer unterstützen sollen. Miraglias Lehrerhandbuch nennt eine Fülle von Hilfsmitteln, die allesamt zum erfolgreichen Lernen mit LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA anleiten und zum Erreichen des Ziels dienen sollen. Das Ziel des Lehrwerkes ist kein geringeres als „fluent reading of the classics“. Es ist wiederum kein direktes Ziel, eine Übersetzung im Sinne des typischen Lateinunterrichts anzufertigen, sondern vielmehr ein Verständnis des Textes aufzubauen und – auf der Grundlage dieses Verständnisses – eine Übersetzung im Sinne einer Paraphrase des Textes zu geben. Martinet versteht die klassische Übersetzung als „improbable labor of decoding an incomprehensible text“.
Es scheint, dass das Problem des Lateinunterrichts schlechthin gelöst sei. Doch sollte man nicht allzu euphorisch sein, dass es gewissermaßen spielend einfach sei, Latein zu lernen. Sicher verspricht Ørberg, dass die Sprache leichter gelernt werden könne, schränkt jedoch gleichermaßen ein, dass regelmäßige Arbeit an den Texten und der eigenen Lesefähigkeit unbedingt notwendig sei, um lateinischen Klassiker flüssig lesen zu können.
Stroh empfiehlt LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA zwar als Lehrwerk, das geeignet ist, Lateinunterricht auf der Basis der Sprechmethode durchzuführen, dennoch ist Lateinsprechen kein unbedingtes Muss, sondern kann eingesetzt werden, um Instruktionen deutlicher zu machen. Guter Unterricht bemisst sich folglich nicht an der Fähigkeit des Lehrers, fließend Latein zu sprechen und dabei korrekte Sätze zu produzieren. Ein Mindestmaß an aktivem Latein soll dadurch gewährleistet sein, dass der Lehrer die Texte akzentuiert und richtig betont vorlesen kann, sodass den Schülern vermittelt werden kann, dass Latein tatsächlich gesprochen wurde und gleichzeitig das Hörverstehen der Schüler geschult wird. Besonders wichtig ist auch, dass die Schüler befähigt werden, Latein vorzulesen. Hierzu muss der Lehrer möglichst zeitig das lateinische Betonungsgesetz einführen und die Betonungsregeln durch Vorlesen von Texten üben.
Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands „Lingua Latina per se illustrata“ und Definition der Forschungsziele.
Die direkte Methode: Historische Herleitung und theoretische Grundlagen der einsprachigen Vermittlung von Fremdsprachen.
Rezeption Ørbergs und der direkten Methode im Lateinunterricht: Exemplarische Untersuchung der Verbreitung der Methode in Italien, den USA und Deutschland.
Aufbau und Arbeitsweise von LINGUA LATINA PER SE ILLUSTRATA: Detaillierte Darstellung des Lehrwerkaufbaus sowie didaktische Hinweise zur praktischen Umsetzung im Unterricht.
Anforderungen des sächsischen Lehrplans: Analyse der fachlichen Bildungsziele und der strukturellen Vorgaben für den sächsischen Lateinunterricht.
Vergleichende Betrachtung in den Kategorien: Kritische Analyse der Kompatibilität des Lehrbuchs mit den Lehrplanzielen in Bezug auf Inhalt, Darstellung und Didaktik.
Ausblick und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit des Lehrbuchs und Empfehlungen für den Einsatz in der Schule.
Lingua Latina per se illustrata, Hans H. Ørberg, direkte Methode, Lateinunterricht, Sächsischer Lehrplan, Sprachdidaktik, Fremdsprachenerwerb, Textorientierung, einsprachige Vermittlung, Latein als Basissprache, Fachdidaktik, Schülerevaluation.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des lateinischen Lehrwerks „Lingua Latina per se illustrata“ von Hans H. Ørberg und untersucht dessen Eignung für den modernen Lateinunterricht an Schulen.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der direkten Methode, die Struktur des spezifischen Lehrbuchs sowie die Kompatibilität mit den Anforderungen und Bildungszielen eines aktuellen Lehrplans wie dem sächsischen Lehrplan.
Ziel ist es zu klären, ob Ørbergs Lehrbuch trotz seines andersartigen methodischen Ansatzes den Anforderungen eines deutschen Gymnasiums gerecht werden kann und ob die direkte Methode eine sinnvolle Bereicherung darstellt.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse des Lehrwerks und der fachdidaktischen Literatur mit einem Vergleich der Vorgaben des sächsischen Lehrplans sowie der Berücksichtigung von Evaluationsberichten aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der direkten Methode, eine internationale Bestandsaufnahme der Nutzung des Lehrbuchs, eine tabellarische Aufarbeitung der Lehrinhalte und einen detaillierten Soll-Ist-Vergleich mit dem sächsischen Lehrplan.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lingua Latina, direkte Methode, Lateinunterricht, Lehrplananalyse, Sprachdidaktik und einsprachige Vermittlung charakterisieren.
Grammatik wird in diesem Lehrbuch induktiv aus dem Kontext gelernt und in sogenannten „Pensa“ sowie durch Randnotizen strukturiert, statt primär durch explizite Regeln in der Muttersprache vermittelt zu werden.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Lehrbuch sehr wohl geeignet ist, den Lateinunterricht durch einen stärkeren Fokus auf Textverständnis und lebendiges Lernen zu bereichern, sofern der Lehrer das Konzept gezielt einsetzt und ergänzt.
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