Doktorarbeit / Dissertation, 2013
246 Seiten, Note: 1,3
1. Motivation und Einleitung
2. Grundlagen und verwandte Arbeiten
2.1 Web 2.0, Wissensmanagement und Barrieren
2.2 Wikis
2.3 Motivationale Konzepte und Motivationstheorien
2.4 Klassifikationen von Feedback
2.5 Zusätzliche Konzepte und Ergebnisse zu Feedback
2.6 Individuelle Unterschiede und Persönlichkeitseigenschaften
3. Hypothesen, Realisierung und Methode
3.1 Beantwortete Forschungsfragen und zu erforschende Hypothesen
3.2 Realisierung der verwendeten Feedbackmechanismen
3.3 Experimentelles Vorgehen
3.4 Wikistudien in Vorlesungen
4. Ergebnisse der durchgeführten Studien
4.1 Statistische Verfahren
4.2 Wiki Studien GZI 2009/2010 und GZI 2010/2011
4.3 Wiki Studien MBN 2009/2010 und MBN 2010/2011
4.4 Wissensmanagement 2010/2011
4.5 Gesamtübergreifende Darstellung
4.6 Fazit
5. Diskussion und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion
5.3 Offene Forschungsfragen und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Motivationsfaktoren für die Partizipation in vorlesungsbegleitenden Wikis zu untersuchen und zu erforschen, ob Feedbackmechanismen als Interventionsstrategie geeignet sind, um die Nutzeraktivität bei Studierenden nachhaltig zu steigern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie verschiedene Formen von systemneutralem Feedback sowie individuelle Persönlichkeitsmerkmale und Umgebungsfaktoren das Beitragsverhalten in Wikis beeinflussen.
2.2.1 Wikis in der Lehre
Studierende befinden sich in einem Dilemma, wenn es um ihre Beteiligung in einer kollaborativen Lernumgebung geht: Einerseits attestieren sie ihren Kommilitonen schlechte Mitarbeit, andererseits sind sie selbst nicht bereit, jenseits von Vorlesung oder Übung weitere Zeit in Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen zu investieren (Seifert u. a., 2010). Normalerweise werden in einer traditionellen Lehr-Lern Umgebung Aufgaben autonom und einzeln von Studierenden bearbeitet. Dadurch wird allerdings die soziale Dimension des Lernens ausgeblendet. Um eine Gruppeninteraktion zu erreichen, werden oftmals Aufgaben generiert, welche einer Gruppe von Studierenden zur Bearbeitung zugewiesen werden. Soziale Medien wie zum Beispiel Wikis können hier ihr Potenzial zur Informationsteilung und Zusammenarbeit sinnvoll ausspielen (Trentin, 2009).
Allgemein können Wikis sowohl zum kollaborativen Lernen als auch zum kooperativen Lernen gezählt werden. Kollaboratives Lernen kennzeichnet die Schaffung einer gemeinsamen und geteilten Wissensbasis, wobei der Lernprozess stark betont wird und damit einhergehend auch die Interaktion zwischen den einzelnen Nutzern des Wikis. Beim kooperativen Lernen werden stattdessen individuelle Teilaufgaben erledigt und der Lernprozess ist am Ende additiver Natur, eine gemeinsame Wissensbasis muss nicht zwingend vorhanden sein (Niegemann u. a., 2008). In Vorlesungswikis können beide Komponenten vorkommen, einerseits durch die individuelle Erstellung von Teilen von Vorlesungsprotokollen, andererseits aber auch durch die Beteiligung an anderen Artefakten im Wiki (Seifert u. a., 2010).
1 Motivation und Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Wikis in der Lehre und identifiziert das Problem der mangelnden Partizipation, woraus die zentralen Forschungsfragen zur Motivationssteigerung durch Feedback abgeleitet werden.
2 Grundlagen und verwandte Arbeiten: Dieses Kapitel vermittelt den theoretischen Rahmen zu Web 2.0, Wissensmanagement und Motivationstheorien und diskutiert den aktuellen Forschungsstand zu Feedbackmechanismen in Online-Umgebungen.
3 Hypothesen, Realisierung und Methode: Hier werden die Hypothesen der Arbeit formuliert, die technischen Feedbackmechanismen detailliert vorgestellt und das experimentelle Vorgehen für die Feldstudien in verschiedenen Vorlesungen beschrieben.
4 Ergebnisse der durchgeführten Studien: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der fünf Feldstudien, vergleicht die Effektivität der verschiedenen Feedbackmechanismen und analysiert den Einfluss von Persönlichkeit und Umgebungsfaktoren.
5 Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Hypothesen diskutiert, methodische Limitationen aufgezeigt und Ansätze für zukünftige Forschung sowie die praktische Anwendung von Feedbacksystemen skizziert.
Web 2.0, Wikis, Vorlesungswikis, Feedbackmechanismen, Partizipation, Wissensmanagement, Motivationstheorie, Online-Communities, soziale Ranglisten, Technologieakzeptanz, UTATUT, Persönlichkeitspsychologie, NEO-FFI, Feldexperiment, E-Learning
Die Arbeit untersucht, wie Nutzer in kollaborativen Umgebungen, speziell in Wikis für die Hochschullehre, durch automatisiertes, systemneutrales Feedback motiviert werden können, aktiver Beiträge zu leisten.
Die zentralen Felder umfassen die Motivationspsychologie in Online-Netzgemeinschaften, das Wissensmanagement in der Lehre sowie die Gestaltung und Wirkung von Feedback-Interventionsstrategien.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob Feedbackmechanismen einen statistisch signifikanten positiven Effekt auf die Anzahl der von Studierenden erstellten Beiträge (Edits) in Vorlesungswikis haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative Auswertung durch fünf Feldexperimente, ergänzt durch statistische Verfahren wie multiple Regressionen, Partialkorrelationen und Metaanalysen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Motivation im Web 2.0, der Entwicklung verschiedener Feedback-Designs (wie soziale Ranglisten) und der empirischen Überprüfung der abgeleiteten Hypothesen in realen studentischen Projekten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Feedbackmechanismen, Partizipation, Vorlesungswikis, soziale Ranglisten, Motivation und der Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale auf das Lernverhalten.
Im Gegensatz zu relativen Werten zeigt die soziale Rangliste absolute Werte für den direkten Vergleich innerhalb einer Gruppe an, was laut den Ergebnissen die höchste Motivationswirkung erzielte.
Die empirischen Analysen deuten darauf hin, dass die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Beitragsverhalten komplex sind; dennoch konnten vereinzelt signifikante Einflüsse, etwa bei der Offenheit für Erfahrungen, nachgewiesen werden.
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