Examensarbeit, 2003
130 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Das Experiment als Unterrichtsmethode
2.1 Was sind Experimente?
2.1.1 Definition
2.1.2 Klassifikationen
2.1.3 Ablauf eines Unterrichtsexperiments
2.2 Funktionen des Unterrichtsexperiments
2.3 Integration in den Unterricht
3. Das Experiment im Geographieunterricht
3.1 Das geographische Unterrichtsexperiment
3.2 Probleme des Experimenteinsatzes
3.3 Forderungen an geographische Unterrichtsexperimente
4. Analyse geographischer Unterrichtsexperimente
4.1 Kriterienkatalog
4.2 Bewertung von Experimenten
4.2.1 Experimente, die gelingen
4.2.1.1 Wasser
4.2.1.2 Luft
4.2.1.3 Boden
4.2.1.4 Vulkanismus
4.2.1.5 Umwelt
4.2.1.6 Landschaftsformen
4.2.2 Experimente mit Schönheitsfehlern
4.2.2.1 Wasser
4.2.2.2 Luft
4.2.2.3 Vulkanismus/Tektonik
4.2.2.4 Umwelt
4.2.3 Experimente - zum Scheitern verurteilt
4.2.3.1 Wasser
4.2.3.2 Luft
4.2.3.3 Umwelt
5. Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Experimenten im Geographieunterricht. Das primäre Ziel besteht darin, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, der Lehrkräften bei der kritischen Analyse und Auswahl unterrichtstauglicher Experimente hilft, um deren Einsatz im Schulalltag trotz zeitlicher und materieller Hürden zu fördern.
1. Einleitung
Diese Zeichnungen verbildlichen das chinesische Sprichwort (zitiert nach OTTO 2003, S. 2): „Ich höre und ich vergesse, ich sehe und ich erinnere, ich tue und ich verstehe.“
Es ist wissenschaftlich belegt, dass Gehörtes gerade mal zu ca. 20% im Gedächtnis bleibt, wohingegen Gesehenes zu ca. 30% und selbst Ausgeführtes zu ca. 90 % vom Menschen behalten wird (vgl. SCHMIDTKE 1995, S. 13). Hieraus lassen sich Forderungen an den Unterricht ableiten, welche für die Lerneffektivität von großer Bedeutung sind: Anschaulichkeit, Lernen mit allen Sinnen, Selbsttätigkeit, Schüler- und Handlungsorientierung. Von den Lehrern wird erwartet, dass sie ihren Unterricht motivierend und interessant gestalten und den Schülern Schlüsselqualifikationen wie z.B. Problemlösungskompetenz vermitteln.
In den letzten Jahren wird das Experiment oft als eine Unterrichtsmethode genannt, welche diesen Forderungen gerecht werden kann. SALZMANN (1986, S. 6) war einer der ersten Didaktiker, der dem Experiment im Geographieunterricht die Eigenschaften „Anschauung, Selbsttätigkeit und Motivation“ zuwies. Auch SCHMIDTKE (1995, S. 14) ist der Meinung, dass „der Behaltwert selbst durchgeführter oder miterlebter Experimente […] neben ihrer motivierenden Ausstrahlung auf das gesamte Unterrichtsgeschehen das entscheidende Argument für ihre Integration in die Geographiestunde […]“ ist. WILHELMI (2000, S. 7) sieht die Problemorientierung als „zentrale Forderung an den heutigen Unterricht“, welche „ideal mithilfe des Experiments umgesetzt werden“ kann.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die lernpsychologischen Grundlagen, warum experimentelles Lernen die Motivation und den Behaltwert bei Schülern signifikant steigert.
2. Das Experiment als Unterrichtsmethode: Hier werden Definitionen, Klassifikationsmöglichkeiten und der strukturierte Ablauf von Experimenten in der Schule theoretisch fundiert dargestellt.
3. Das Experiment im Geographieunterricht: Dieses Kapitel erörtert die spezifische didaktische Einordnung und die Probleme, die den seltenen Einsatz von Experimenten im Geographieunterricht bisher begründen.
4. Analyse geographischer Unterrichtsexperimente: Den Kern der Arbeit bildet die Entwicklung eines Kriterienkatalogs und dessen praktische Anwendung zur Beurteilung verschiedener Experimente anhand ihrer Unterrichtstauglichkeit.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine kritische Vorauswahl von Experimenten entscheidend für den erfolgreichen Einsatz im Unterricht ist.
Geographieunterricht, Experimente, Didaktik, Unterrichtsmethode, Kriterienkatalog, Schülerexperiment, Demonstrationsversuch, Lernmotivation, Handlungsrelevanz, Unterrichtsökonomie, Wissenschaftsorientierung, Realitätsbezug, Problemlösungskompetenz, Boden, Luft
Die Arbeit untersucht, wie Experimente als effektive Unterrichtsmethode im Geographieunterricht eingesetzt werden können, obwohl sie im Schulalltag selten Anwendung finden.
Die zentralen Felder sind die didaktische Begründung für Experimente, die Analyse von Hindernissen bei deren Einsatz sowie die Entwicklung von Kriterien zur Bewertung ihrer Tauglichkeit.
Ziel ist es, einen Bewertungsrahmen zu schaffen, der Lehrern hilft, einfache und unterrichtstaugliche Experimente auszuwählen, um den Einsatz im Fach Geographie zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu didaktischen Grundlagen, gefolgt von der Entwicklung eines Kriterienkatalogs und der darauf aufbauenden Evaluierung konkreter Experimentvorschläge aus der Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Experimente zu Themen wie Wasser, Luft, Boden, Vulkanismus und Umwelt, unterteilt in Kategorien wie „gelungene“ oder „problematische“ Experimente.
Wichtige Begriffe sind Geographieunterricht, didaktische Tauglichkeit, Kriterienkatalog, Handlungsorientierung und unterrichtsökonomische Planung.
Das geographische Experiment ist oft eine reduzierte Form des naturwissenschaftlichen Versuchs, die weniger auf exakte quantitative Messungen, sondern stärker auf Veranschaulichung und Modellbildung zielt.
Viele Experimente scheitern im Schulalltag, da sie zu materialaufwendig, zeitintensiv oder unpräzise in ihrem Realitätsbezug sind, was zu Frustration bei Lehrern und Schülern führen kann.
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