Bachelorarbeit, 2013
134 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Private Banking in Deutschland
2.1 Definition Private Banking
2.2 Abgrenzungen
2.2.1 Retail Banking
2.2.2 Affluent Banking
2.2.3 Trust Banking
2.2.4 Private Wealth Management
2.2.5 Family Office
2.2.6 Financial Planning
2.2.7 Institutional Asset Management
2.3 Marktbetrachtungen und Akteure
2.3.1 Der deutsche Private-Banking-Markt
2.3.2 Anbieter
2.3.2.1 Großbanken
2.3.2.2 Privatbanken
2.3.2.3 Sparkassen und Landesbanken
2.3.2.4 Genossenschaftsbanken
2.3.2.5 Unabhängige Vermögensverwalter
2.3.2.6 Zusammenfassung der Anbieterstruktur
2.3.3 Nachfrager
2.3.3.1 Anlegerbedürfnisse im Private Banking
2.3.3.1.1 Basisbedürfnisse
2.3.3.1.2 Anlagebedürfnisse
2.3.3.1.3 Servicebedürfnisse
2.3.3.1.4 Zusammenfassung der Anlegerbedürfnisse
2.3.3.2 Kundensegmentierung
2.3.3.2.1 Segmentierung nach kundenbezogenen Merkmalen
2.3.3.2.2 Segmentierung nach verhaltensbezogenen Merkmalen
2.3.4 Aktuelle Trends und Entwicklungen
3 Kerngeschäftsfelder im Private Banking
3.1 Abgrenzungen
3.2 Aktives Wertpapiermanagement als Spezialdienstleistung im Kerngeschäftsfeld Anlageberatung
3.2.1 Definitionen und Abgrenzungen
3.2.1.1 Anlageberatung
3.2.1.2 Vermögensberatung
3.2.1.3 Vermögensbetreuung
3.2.1.4 Aktives Wertpapiermanagement
3.2.2 Beratungsprozess
3.2.2.1 Explorations- und Aufklärungsphase
3.2.2.2 Empfehlungs- und Entscheidungsphase
3.2.3 Berater als Schlüsselfigur
3.2.3.1 Relationshipmanager
3.2.3.2 Interaktion von Relationshipmanager und Wertpapiermanager
3.2.4 Gebührengestaltung
3.2.5 Vorteile und Erfolgsfaktoren aus Kundensicht
3.2.6 Risiken und Nachteile aus Kundensicht
3.2.7 Vorteile und Erfolgsfaktoren aus Banksicht
3.2.8 Risiken und Nachteile aus Banksicht
3.3 Individuelle Vermögensverwaltung
3.3.1 Definition
3.3.2 Abgrenzung zur standardisierten Vermögensverwaltung
3.3.3 Vermögensverwaltungsvertrag
3.3.4 Vermögensverwaltungsprozess
3.3.4.1 Planungs- und Vorbereitungsphase
3.3.4.2 Realisierungsphase
3.3.4.3 Kontrollphase
3.3.5 Gebührengestaltung
3.3.6 Vorteile und Erfolgsfaktoren aus Kundensicht
3.3.7 Risiken und Nachteile aus Kundensicht
3.3.8 Vorteile und Erfolgsfaktoren aus Banksicht
3.3.9 Risiken und Nachteile aus Banksicht
4 Zwischenfazit
5 Empirische Untersuchung
5.1 Erfahrungen des Autors im Private Banking der Berliner Volksbank
5.2 Experteninterviews
5.2.1 Interview mit dem Geschäftsführer eines Düsseldorfer Multi-Family-Office
5.2.2 Interview mit Herrn Wolfgang Juds, Geschäftsführer der CREDO Vermögensmanagement GmbH in Nürnberg
5.2.3 Interview mit dem Abteilungsdirektor Private Banking einer Hamburger Privatbank
5.2.4 Interview mit einem Partner & Managing Director einer weltweit führenden Unternehmensberatung
5.2.5 Interview mit Herrn Daniel Klein, Leiter eines Private-Banking-Centers bei der Berliner Volksbank
5.2.6 Interview mit Herrn Robin Beugels, Direktor und Portfoliomanager bei Merck Finck & Co in Köln
6 Resümee
Die Arbeit analysiert und vergleicht die zwei zentralen Geschäftsmodelle im deutschen Private Banking: die individuelle Vermögensverwaltung und das aktive Wertpapiermanagement. Das primäre Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Erfolgsfaktoren, Risiken sowie Bank- und Kundensicht zu klären, welches Modell sich für welche Anlegersituation eignet.
3.2.1.4 Aktives Wertpapiermanagement
Das aktive Wertpapiermanagement ist ein noch sehr junger Begriff innerhalb der Branche und es gibt in der Literatur keine allgemeingültige Definition. Nichtsdestotrotz wird diese Dienstleistung in steigender Zahl von Private-Banking-Anbietern bereitgestellt und beworben, weshalb im Folgenden eine praxisnahe Arbeitsdefinition gefunden werden soll.
Das Wertpapiermanagement selbst findet sich ursprünglich im institutionellen Geschäft wieder. Als Kernbereich der Finanzierungstheorie bietet es eine akademische Grundlage für das Investmentbanking und das Asset Management, es umfasst u.a. die Segmente Kapitalmarktforschung, technische und fundamentale Wertpapieranalyse, Portfoliomanagement, Asset Allocation, Aktien- und Anleihenbewertung, Optionsbewertung und –strategien, Performance-Messung und Risikomanagement. Es versteht sich von selbst, dass all diese Facetten in ihrer Gänze für eine klassische Anlageberatung zu komplex sind und im Zweifel den Privatkunden als auch den Berater überfordern würden. Dennoch sind viele Teilaspekte in speziellen Kundensituationen gerade im individuell geprägten Private Banking relevant und müssen von einem Spezialisten gefiltert und aufbereitet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Daher haben sich viele Anbieter entschlossen, eine eigenständige Wertpapierabteilung organisatorisch in ihre Private-Banking-Einheiten zu implementieren. Die dort ansässigen Wertpapierspezialisten oder Wertpapiermanager beschäftigen sich ausschließlich mit den Wertpapierdepots ihrer zugeordneten Kunden in Form einer dualen Betreuung mit dem Relationshipmanager, der weiterhin die Gesamtkundenverantwortung trägt (diese Interaktion wird unter 3.2.2.2 tiefergehend analysiert). Dieser hat somit freie Kapazitäten für alle anderen Kundenbedürfnisse während die Experten in der Wertpapierabteilung auf Kundenanfragen unterstützend reagieren können sowie proaktiv taktische Anlagevorschläge vor dem Hintergrund aktueller Marktentwicklungen kommunizieren.
Das aktive Wertpapiermanagement ist eine Spezialform der Anlageberatung im Private Banking, die ausschließlich das Wertpapiergeschäft umfasst. Charakteristisch sind hierbei ein dauerhaftes Screening der Depotpositionen, eine passive Expertenunterstützung sowie eine fundierte, konzeptionelle und proaktive Beratung der Private-Banking-Kunden vor dem Hintergrund aktueller Kapitalmarktentwicklungen. Auf der Grundlage dieser Informationen trifft der Kunde seine Anlageentscheidungen selbst.
1 Einleitung: Motivation, Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext des Private Banking.
2 Private Banking in Deutschland: Definition, Marktabgrenzung, Akteure, Nachfragerstrukturen sowie aktuelle Trends.
3 Kerngeschäftsfelder im Private Banking: Detaillierte Analyse und Vergleich von Anlageberatung (mit aktivem Wertpapiermanagement) und individueller Vermögensverwaltung.
4 Zwischenfazit: Erste Bilanz der Literaturanalyse zur Marktsituation und Kundenbedürfnissen.
5 Empirische Untersuchung: Abgleich der Erkenntnisse mit beruflichen Erfahrungen des Autors und Experteninterviews.
6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Geschäftsmodelle und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Private Banking, Individuelle Vermögensverwaltung, Aktives Wertpapiermanagement, Anlageberatung, HNWI, Kundensegmentierung, Anlagebedürfnisse, Honorarberatung, All-In-Fee, Interessenkonflikt, Relationshipmanagement, Asset Allocation, Finanzplanung, Portfoliomanagement, Marktbetrachtung.
Die Thesis analysiert die beiden wesentlichen Kerngeschäftsfelder des deutschen Private Banking: die individuelle Vermögensverwaltung und das aktive Wertpapiermanagement, um deren Erfolgsfaktoren und Risiken zu bewerten.
Der Fokus liegt auf der Definition und Abgrenzung von Private Banking, der Analyse von Anlegerbedürfnissen, verschiedenen Gebührenmodellen sowie dem Beratungsprozess unter Berücksichtigung regulatorischer Vorgaben.
Es soll geklärt werden, welches Geschäftsmodell in welcher Kundensituation am besten geeignet ist und welchen langfristigen Erfolgsbeitrag es für Bank und Kunde leistet.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung, bestehend aus einem Erfahrungsbericht des Autors und sechs Experteninterviews mit Branchenvertretern.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basisbetrachtung des Marktes und der Kunden sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Anlageberatung und Vermögensverwaltung bezüglich Prozessen, Beraterrollen, Gebühren und Risiken.
Zu den Kernbegriffen gehören Private Banking, HNWI, Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Kundensegmentierung und Interessenkonflikte.
Aufgrund der in der Branche weit verbreiteten, transaktionsbezogenen Provisionsmodelle entstehen zwangsläufig Anreize, die mit dem Kundeninteresse an einer objektiven Beratung kollidieren können.
Es bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen dem Relationshipmanager (Generalist mit Kundenverantwortung) und dem Wertpapiermanager (Produktspezialist), um Kunden fachlich tiefergehender bei komplexen Anlagethemen zu betreuen.
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