Diplomarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 1,9
1 Zielformulierung und methodischer Aufbau
2 Entwicklung des Gigaliners
2.1 Begriffserklärung
2.2 Historischer Hintergrund
2.3 Technische Aspekte und rechtliche Grundlagen
2.4 Aktueller Feldversuch Lang-Lkw
3 Diskussion in Deutschland
3.1 Argumentation der Befürworter und Gegner
3.1.1 Akzeptanz in der Bevölkerung
3.1.2 Verkehrssicherheit
3.1.3 Modal Split
3.1.4 Externe Kosten
3.2 Zusammenfassung und Beurteilung der Argumentation
4 Gigaliner in Europa
5 Zusammenfassung und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die kritische Untersuchung der Argumente von Befürwortern und Gegnern des Gigaliners in Deutschland und Europa, um eine objektive Einschätzung der zukünftigen Einsatzchancen dieser Fahrzeugkombinationen zu ermöglichen.
2.1 Begriffserklärung
Der Begriff Gigaliner ist auf das Fahrzeugwerk Krone zurückzuführen, das auf der IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) 2004 erstmals einen Lkw präsentierte, der eine Gesamtlänge von 25,50 Meter erreicht und über ein zulässiges Gesamtgewicht von 60 Tonnen verfügt. Damals waren Lkw dieser Größenordnung auf deutschen Straßen jedoch nicht zugelassen und es war auch nicht abzusehen, ob Gigaliner in Deutschland die Möglichkeit bekommen zum Straßenverkehr zugelassen zu werden (vgl. VerkehrsRundschau 2004).
In Australien hat der Lkw-Verkehr bei der Versorgung weit entfernt liegender Regionen eine herausragende Bedeutung. Die längeren Lkw-Kombinationen werden dort als Road-Trains bezeichnet und zählen im weltweiten Vergleich zu den wirtschaftlichsten Transportmitteln (vgl. Schulze et al. 2007: 20).
In den nordamerikanischen Ländern USA und Kanada sind in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedliche Lastwagenkombinationen erlaubt und es gelten stark variierende Fahrtbedingungen. Die Bezeichnung für die längeren Fahrzeugkonzepte in Nordamerika ist LCV (longer combination vehicles) (vgl. Schulze et al. 2007: 20).
Die niederländische Bezeichnung für längere Lkw-Kombinationen lautet LZV (Langere en Zwaardere Vrachtautocombinatie) (vgl. No Mega Trucks 2012b).
In Skandinavien hat sich aktuell der Begriff Ecombi durchgesetzt. Dies wird z. B. in einem Interview der VerkehrsRundschau mit dem dänischen Verkehrsminister Henrik Dam Kristensen deutlich. Kristensen benutzt konsequent den Begriff Ecombi obwohl der Interviewer den Begriff Eurocombi in seinen Fragen verwendet (vgl. VerkehrsRundschau 2012). In Deutschland ist die Wortmarke Ecombi beim DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt) für die Daimler AG eingetragen (vgl. TMDB GmbH 2012).
1 Zielformulierung und methodischer Aufbau: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für die Untersuchung, stellt die konträren Positionen der Interessengruppen dar und beschreibt den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Entwicklung des Gigaliners: Hier werden zentrale Begriffe definiert sowie die historische Entwicklung und die technischen bzw. rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Gigalinern dargelegt.
3 Diskussion in Deutschland: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Argumentation von Befürwortern und Gegnern, unterteilt in die Schwerpunkte Akzeptanz, Verkehrssicherheit, Modal Split und externe Kosten.
4 Gigaliner in Europa: Es wird untersucht, wie Gigaliner in anderen europäischen Ländern (insb. Schweden, Dänemark, Niederlande) eingesetzt werden und inwiefern diese Erfahrungen auf Deutschland übertragbar sind.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt eine Einschätzung über die zukünftigen Einsatzchancen des Gigaliners in Deutschland.
Gigaliner, Lang-Lkw, Güterverkehr, Verkehrssicherheit, Modal Split, Feldversuch, Akzeptanz, Transportlogistik, Straßengüterverkehr, Eurocombi, Fahrzeugkombinationen, Infrastruktur, CO2-Emissionen, Wirtschaftlichkeit
Die Arbeit analysiert die Debatte um den Einsatz von sogenannten Gigalinern (Lang-Lkw) in Deutschland und Europa unter Berücksichtigung verschiedener Interessengruppen.
Die zentralen Felder sind die gesellschaftliche Akzeptanz, die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, die Einflüsse auf den Modal Split (Verkehrsmittelwahl) sowie die ökonomischen und ökologischen externen Kosten.
Das Ziel ist eine kritische, objektive Bewertung der Argumente von Befürwortern und Gegnern, um die künftigen Erfolgsaussichten für den flächendeckenden Einsatz von Gigalinern in Deutschland einzuschätzen.
Der Autor führt eine Literatur- und Dokumentenanalyse durch, wertet existierende Umfragedaten (z. B. von Forsa/Allianz pro Schiene) aus und betrachtet die Ergebnisse laufender Feldversuche sowie vorliegender Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Entwicklung, die detaillierte Darstellung der Pro- und Contra-Argumente, einen europäischen Vergleich und eine abschließende Synthese der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Gigaliner, Verkehrssicherheit, Modal Split, Güterverkehr, Lang-Lkw, Akzeptanz und Transportlogistik.
Wie die Arbeit zeigt, existieren international verschiedene Konzepte und Bezeichnungen (z. B. LCV, LZV, Ecombi, EMS), wobei sich in Deutschland der Begriff „Gigaliner“ oder „Lang-Lkw“ im Sprachgebrauch etabliert hat.
Die Kampagne warnt vor einem erhöhten Unfallrisiko, einer Gefährdung der Verkehrssicherheit sowie einer drohenden Verlagerung von Gütertransporten von der Schiene auf die Straße durch den Einsatz der Fahrzeuge.
Die zitierten Umfragen zeigen durchgehend eine eher ablehnende Haltung der Bevölkerung gegenüber einer Zulassung auf öffentlichen Straßen.
Sie agiert als einer der stärksten Befürworter, die durch den Einsatz längerer Fahrzeugkombinationen eine Effizienzsteigerung im Transportwesen sowie eine Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen anstrebt.
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