Masterarbeit, 2012
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Jugendarbeit
2.1 Geschichtliche Entwicklung der Jugendarbeit als Gruppe innerhalb der Gemeinde
2.1.1 Entdeckung der Jugend als eigenständige Phase im Prozess des Erwachsenwerdens
2.1.2 Entwicklung der Jugendarbeit als fester Bestandteil der Gemeindearbeit
2.1.3 Das Spektrum aktueller kirchlicher Jugendarbeit
2.2 Soziologische Begründung für Jugendarbeit
2.3 Biblische Konnotationen zur Jugendarbeit
3 Missionarische Jugendarbeit
3.1 Was heißt missionarisch?
3.2 Eine missionstheologische Verortung der missionarischen Jugendarbeit
4 Die Lebenswelten der Jugendlichen
4.1 Jugendkultur
4.2 Religiosität
4.3 Freizeitgestaltung
5 Das Event
5.1 Events in der aktuellen Gesellschaft
5.2 Allgemeine Definition von Events
6 Events im Kontext missionarischer Jugendarbeit
6.1 Merkmale eines Events in diesem Kontext
6.2 Eine Kategorisierung von Events innerhalb missionarischer Jugendarbeiten
6.2.1 „Große“ Events
6.2.1.1 Weltjugendtag 2005 in Köln
6.2.2 Jugendfreizeiten
6.2.2.1 Jugend-Camps
6.2.2.2 Jugend-Mission-Trips
6.2.3 „Special Events“
6.2.3.1 Outreach Event
6.2.3.2 Jugendgottesdienste
6.2.3.3 Sozialdiakonische Events
7 Chancen und Gefahren von Events im Kontext missionarischer Jugendarbeit
7.1 Chancen von Events
7.1.1 Ein Highlight
7.1.2 Opener
7.1.3 Projektorientierte Mitarbeit
7.2 Gefahren von Events
7.2.1 Eventchristentum
7.2.2 Event als Strohfeuer
7.2.3 Event statt Beziehungen
8 Faktoren, damit ein Event positive Auswirkungen auf die missionarische Jugendarbeit hat
9 Ausblick
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Events in der missionarischen Jugendarbeit und analysiert, inwiefern diese Veranstaltungen der Lebenswelt Jugendlicher entsprechen, wie sie strukturiert sind und welche Chancen sowie Gefahren sie für die kontinuierliche Jugendarbeit bergen.
6.2 Eine Kategorisierung von Events innerhalb missionarischer Jugendarbeiten
In diesem Abschnitt soll es um die Frage gehen, wie sich die recht verschiedenen Events im Kontext missionarischer Jugendarbeit in Kategorien gliedern lassen, um daraufhin ihre speziellen Eigenschaften differenzierter betrachten zu können. Eine Möglichkeit der Kategorisierung besteht darin, die Events nach Dauer (ungefähr zwei Stunden, ein Tag oder mehrere Tage) oder nach der Anzahl der Besucher zu unterscheiden. Diese Kriterien sind zwar sehr gut messbar und müssen daher in der Gliederung auch eine Rolle spielen, sind aber für sich allein genommen zu wenig aussagekräftig. Gerade in der missionarischen Jugendarbeit ist auch die Frage nach der Zielgruppe wichtig und sollte deshalb in die Kriterien mit einbezogen werden. Als mögliche Zielgruppe stehen auf der einen Seite des Spektrums nichtchristliche Jugendliche, auch aus der Nachbarschaft, und auf der anderen Seite diejenigen Personen, die schon Mitarbeiter, zum Beispiel einer missionarischen Jugendarbeit, sind und durch das Event motiviert und geschult werden sollen. Dazu kommen alle Personengruppen, die sich zwischen diesen beiden Polen einordnen lassen.
Ein sehr schwer messbares, aber entscheidendes Kriterium der Kategorisierung muss der Innovationsgrad sein, welcher die Art und Weise einer Veranstaltung anzeigt, in der sie etwas Neues, Besonderes und Einzigartiges ist. Dieser Innovationsgrad lässt sich jedoch nur im Verhältnis zum Umfeld des Events und im Vergleich zu anderen Veranstaltungen feststellen und ist daher für einzelne Events relativ schwer zu beurteilen. Nur Extreme lassen sich hier gut zuordnen, also ein Event, das es noch nie gegeben hat und somit eindeutig einzigartig ist. Diejenigen Veranstaltungen, die in vielen Jugendgruppen jeden Monat stattfinden, fallen somit nicht in die Kategorie mit einem hohen Innovationsgrad.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Boom an großen Events in der kirchlichen Jugendarbeit und formuliert die Forschungsfragen zur Struktur, den Merkmalen und den Auswirkungen dieser Veranstaltungsform.
2 Jugendarbeit: Dieses Kapitel stellt die historische Entwicklung der Jugendphase dar, bietet soziologische sowie religionspsychologische Begründungen für Jugendarbeit und geht auf biblische Grundlagen ein.
3 Missionarische Jugendarbeit: Hier werden missionstheologische Modelle diskutiert, um eine Basis für das Verständnis einer ganzheitlichen missionarischen Jugendarbeit zu schaffen.
4 Die Lebenswelten der Jugendlichen: Der Abschnitt analysiert die Interessen und Freizeitverhaltensweisen Jugendlicher auf Basis aktueller Studien, insbesondere im Hinblick auf ihre Religiosität und ihre Neigung zu unverbindlichen Angeboten.
5 Das Event: Es erfolgt eine soziologische Einordnung des Trends zur „Eventisierung“ der Gesellschaft sowie eine allgemeine Definition der zentralen Merkmale von Events.
6 Events im Kontext missionarischer Jugendarbeit: Das Kapitel kategorisiert spezifische Eventformen und erläutert deren Besonderheiten, Potenziale und Chancen als „Türöffner“.
7 Chancen und Gefahren von Events im Kontext missionarischer Jugendarbeit: Der Teil abwägt die Vorteile von Events als Highlights oder Opener gegen Gefahren wie „Eventchristentum“ oder den Verlust zwischenmenschlicher Beziehungen ab.
8 Faktoren, damit ein Event positive Auswirkungen auf die missionarische Jugendarbeit hat: Hier werden fünf zentrale Faktoren für die erfolgreiche Integration von Events in das Gesamtkonzept der Jugendarbeit definiert.
9 Ausblick: Der abschließende Abschnitt reflektiert die zukünftige Entwicklung von Eventformen und unterstreicht die Notwendigkeit, Events als Ergänzung zur kontinuierlichen Arbeit zu begreifen.
Missionarische Jugendarbeit, Events, Eventisierung, Jugendkultur, Jugendfreizeiten, Jugendgottesdienste, Outreach Event, religiöse Erziehung, kirchliche Jugendarbeit, Lebenswelt, Partizipation, Gemeinschaftsbildung, Evangelisation, missionstheologische Modelle, Sozialdiakonie.
Die Arbeit untersucht die zunehmende Verbreitung von „Events“ als Veranstaltungsform in der kirchlichen missionarischen Jugendarbeit und deren Relevanz für Jugendliche.
Zu den Schwerpunkten gehören die soziologische Einordnung der Jugendphase, missionstheologische Grundlagen, die Analyse aktueller Jugendstudien sowie eine detaillierte Kategorisierung von Eventformen.
Ziel ist es zu klären, wie Events im Kontext der missionarischen Jugendarbeit sinnvoll strukturiert werden können und wie sie als Instrumente dienen können, um junge Menschen authentisch anzusprechen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer und theologiegeschichtlicher Diskurse sowie einer Auswertung aktueller empirischer Jugendstudien und Literatur.
Im Hauptteil werden nach einer Definition des Begriffs „Event“ verschiedene Formate wie Großevents, Freizeiten und „Special Events“ kategorisiert und deren Chancen und Risiken analysiert.
Zentrale Begriffe sind missionarische Jugendarbeit, Lebenswelt, Eventisierung, Partizipation und die Spannung zwischen Programmorientierung und Beziehungsarbeit.
Die Differenzierung basiert auf der Dauer, dem organisatorischen Aufwand und der Zielsetzung; während Großevents auf Massenerlebnisse setzen, dienen Special Events oft als niederschwellige „Türöffner“.
Der Autor warnt davor, dass eine zu starke Fixierung auf Events die kontinuierliche Gruppenarbeit verdrängen könnte, und plädiert daher für eine Balance zwischen Event-Highlights und alltäglicher Beziehungsarbeit.
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