Bachelorarbeit, 2010
28 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz
2.1 Überblick über das Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz
2.2 Qualitätsmerkmal „Ganzheitliche Kleingruppen“
2.2.1 Kleingruppenleiter
2.2.2 Multiplikation von Kleingruppen
2.2.3 Die strategische Bedeutung von Kleingruppen
2.3 Zusammenfassung der Bedeutung der Kleingruppen im Konzept der Natürlichen Gemeindeentwicklung
3 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Willow Creek
3.1 Überblick über das Konzept von Willow Creek
3.2 Die „7- Schritte-Strategie“
3.3 Kleingruppen bei Willow Creek
3.3.1 Kleingruppenformen
3.3.2 Kleingruppenleiter
3.4 Zusammenfassung der Bedeutung der Kleingruppen bei Willow Creek
4 Die beiden Gemeindeentwicklungskonzepte im Vergleich
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung von Kleingruppen innerhalb der Gemeindeentwicklungskonzepte von Christian A. Schwarz („Natürliche Gemeindeentwicklung“) und der Willow Creek Community Church. Ziel ist es, die Strukturen und die Einbettung dieser Gruppen zu untersuchen und einen Vergleich der Ansätze zu ziehen, um Impulse für die praktische Gemeindearbeit in Deutschland zu gewinnen.
2.2 Qualitätsmerkmal „Ganzheitliche Kleingruppen“
Die Bedeutung der Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept NGE wird am deutlichsten im sechsten Qualitätsmerkmal, den „Ganzheitliche[n] Kleingruppen“. Diese stehen für die Anwendung der besprochenen Bibeltexte auf das eigene, ganz praktische Leben. Nicht das Lernen von theoretischen Konzepten steht im Vordergrund, sondern die praktische Jüngerschaft. Als biblische Grundlage für solche ganzheitlichen Kleingruppen verweist Schwarz auf Apostelgeschichte 2,46-47. Sie zeichnen sich durch eine besondere Offenheit aus, durch die man seine persönlichen und alltäglichen Fragen leichter in die Gruppen einbringen kann. Gerade wachsende Gemeinden mit einer hohen Qualität im Bereich ganzheitliche Kleingruppen gaben auf den Fragebögen an, in ihrer Gemeinde eine Gruppe zu haben, in der man „sich über persönliche Probleme austauschen“ kann.
Innerhalb solch einer Kleingruppe bringen Menschen ihre Gaben ein, um ihren Mitmenschen, sei es aus der Gruppe oder von außerhalb, zu helfen. Für Schwarz bedeutet dies, „menschliche Nähe, praktische Hilfe und intensiven geistlichen Austausch [zu] finden“. Um die Bedeutung von ganzheitlichen Kleingruppen weiter zu untermauern, verweist er auf eine andere Frage innerhalb des Forschungsprojektes. Im Gegensatz zu den nicht wachsenden Gemeinden, stimmten die wachsenden am stärksten der Aussage zu, es sei „wichtiger, daß jemand in eine Kleingruppe geht als in den Gottesdienst“. Schwarz sieht hinter dieser Aussage zwar kein zusätzliches Gemeindewachstumsprinzip, aber einen deutlichen Akzent hinsichtlich des Einflusses von Kleingruppen auf das Wachstum der Gemeinde.
Anhand der Gemeinde in Seoul, Südkorea, die mit über 500.000 Mitgliedern eine der größten Gemeinden der Welt ist, zeigt Schwarz auf, wie wichtig eine Kleingruppenstruktur gerade für größere Gemeinden ist. Ohne diesen Raum für persönliche Kontakte würde der Einzelne in der Masse untergehen. Doch die Gemeinde in Soul besteht aus einer Vielzahl an Kleingruppen mit einer maximalen Größe von zwölf Mitgliedern, in welchen lebendige Beziehungen gelebt werden. Für Schwarz steht also fest: „Je größer eine Gemeinde wird, desto entscheidender wird das Kleingruppenprinzip im Blick auf ihr weiteres Wachstum.“
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Kleingruppen in deutschen Gemeinden dar und führt in die beiden zu untersuchenden Konzepte von Christian A. Schwarz und Willow Creek ein.
2 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Christian A. Schwarz: In diesem Kapitel wird das Konzept der „Natürlichen Gemeindeentwicklung“ erläutert, wobei das Qualitätsmerkmal der „ganzheitlichen Kleingruppen“ als zentrales Element für Gemeindewachstum hervorgehoben wird.
3 Kleingruppen im Gemeindeentwicklungskonzept von Willow Creek: Dieses Kapitel beschreibt die Umstrukturierung der Willow Creek Gemeinde hin zur „Kleingruppengemeinde“ und analysiert deren Strategien, Kleingruppenformen und Leiterschulungen.
4 Die beiden Gemeindeentwicklungskonzepte im Vergleich: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Ansätze herausgearbeitet, insbesondere im Hinblick auf ihre Zielgruppenorientierung und die strategische Bedeutung der Leiter.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Bedeutung der Kleingruppen als strukturelle Grundlage beziehungsorientierter Gemeinden und bietet einen Ausblick auf die Anwendung in deutschen Gemeinden.
Natürliche Gemeindeentwicklung, NGE, Willow Creek Community Church, Kleingruppen, Gemeindewachstum, Jüngerschaft, Kleingruppenleiter, Multiplikation, Ganzheitlichkeit, Hauskreise, Gemeindebau, Zellgruppen, Vision, Struktur, Kirchenentwicklung
Die Arbeit untersucht, welche Rolle Kleingruppen in den einflussreichen Gemeindeentwicklungskonzepten von Christian A. Schwarz (Natürliche Gemeindeentwicklung) und der Willow Creek Community Church spielen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der NGE, die visionäre Ausrichtung der Willow Creek Gemeinde sowie die praktische Gestaltung und Bedeutung von Kleingruppenstrukturen.
Das Ziel ist ein vergleichender Überblick über die Bedeutung von Kleingruppen in diesen Konzepten, um deren Eignung und Anwendungsmöglichkeiten für die deutsche Gemeindelandschaft zu reflektieren.
Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Konzeptanalyse, die auf den publizierten Prinzipien der genannten Gemeindeentwicklungsansätze basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der NGE-Prinzipien, die Analyse der 7-Schritte-Strategie und Kleingruppenstruktur von Willow Creek sowie einen direkten Vergleich dieser Ansätze.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Natürliche Gemeindeentwicklung, Kleingruppen, Multiplikation, Jüngerschaft und Gemeindewachstum geprägt.
Während die NGE-Kleingruppen implizit eher auf Christen ausgerichtet sind, spricht Willow Creek durch ein breiteres Spektrum an Kleingruppentypen auch gezielt Nichtchristen an.
In beiden Konzepten ist der Leiter entscheidend; bei Willow Creek wird er jedoch noch stärker als die „strategisch wichtigste Person“ für den Prozess der persönlichen Lebensveränderung hervorgehoben.
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