Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten
1. Einführung
2. Entwicklungen und Strukturen von Filmpiraterie in Deutschland
2.1. Rechtliche Komponenten und Einordnung der Filmpiraterie
2.2. Die Entstehung der Filmpiraterie
2.2.1. Filmpiraterie der ersten Generation
2.2.2. Filmpiraterie der zweiten Generation
2.2.2.1. Online-Filmpiraterie
2.2.2.2. Workprints
2.2.2.3. DVD-Rips und DVD-Screeners
2.2.2.4. Digitales Abfilmen
2.3. Verbreitungsebenen illegaler Medieninhalte im Internet
2.4. Filmpiraterie als Massenphänomen
2.4.1. Ausmaße der Filmpiraterie und deren Einfluss auf die Kinobranche
2.4.2. Gründe für Filmpiraterie
3. Die Deutsche Filmverwertungskette im Laufe der Zeit
3.1. Die Struktur des Film- und Kinomarktes
3.2. Das Konzept der Filmverwertungskette
3.3. Definitionen der unterschiedlichen Filmdistributionsformen
3.3.1. Kino
3.3.2. DVD/Blu Ray
3.3.3. VOD/Streaming
3.3.3.1. Pay-per-View
3.3.3.2. Subscription-VOD
3.3.3.3. Down-to-own
3.3.3.4. Down-to-rent
3.3.3.5. Near-video-on-Demand
3.3.4. Pay-TV
3.3.5. Free TV
3.4. Veränderung der strukturellen Abfolge der Filmverwertungsketten
3.5. Veränderung der zeitlichen Abfolge der Filmverwertungsketten
3.6. Die aktuelle Filmverwertungskette in Deutschland
4. Annahmen über zukünftige Strukturen in Deutschland
4.1. Vorstellung einer möglichen neuen Struktur
5. Konsequenzen der Umstrukturierungen
5.1. Finanzwirtschaftliche Konsequenzen
5.2. Personelle Konsequenzen
6. Fazit
9. Anhang
9.1. Experteninterview
9.2. Email von Katerina Kolerova vom 20.08.2012
9.3. Windows Summary Spain
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Filmpiraterie auf die deutsche Filmwirtschaft, insbesondere auf die strukturelle und zeitliche Abfolge der Filmverwertungskette, und analysiert mögliche zukünftige Entwicklungsmodelle, um den ökonomischen und personellen Herausforderungen der digitalen Distribution zu begegnen.
2.2.2. Filmpiraterie der zweiten Generation
Die Filmpiraterie der zweiten Generation beschreibt das Zeitalter der voranschreitenden Digitalisierung und der Entwicklung des „Darknets“, einer neuen Form der digitalen Piraterie von 1998 bis heute.
Dieser Verlauf führte zu dem richtungsweisenden Sprung hin zu der heutigen Piraterie als Massenphänomen.
Die Filmpiraterie selbst ist, bedingt durch ihre technologische Komplexität, noch relativ neu im Bereich der digitalen Piraterie. So bedurfte es verschiedener technologischer Entwicklungen, die die Filmpiraterie der zweiten Generation ins Leben riefen:
Eine vermehrte Verfügbarkeit von Internetzugängen privater Haushalte und Bildungseinrichtungen und die Entwicklung internetbasierter Tauschsoftware, die zur Entwicklung sogenannter Peer-to-Peer-Netzwerke führte. Hier können sich Nutzer mit anderen Nutzern vernetzen und so Inhalte und Daten untereinander tauschen. Des Weiteren verbesserte und komprimierbare Datei-Formate für die Filmindustrie, die Verfügbarkeit von CD- und DVD-Rohlingen zu massenmarktfähigen Preisen sowie das Aufkommen digitaler Filmkameras im Kompaktformat.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz der Filmpiraterie als Massenphänomen und deren Druck auf die deutsche Filmindustrie im digitalen Zeitalter.
2. Entwicklungen und Strukturen von Filmpiraterie in Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Filmpiraterie, klassifiziert ihre Erscheinungsformen und analysiert die Ursachen für das stark veränderte Konsumverhalten hin zu illegalen Internetquellen.
3. Die Deutsche Filmverwertungskette im Laufe der Zeit: Der Hauptteil erläutert das Konzept der Filmverwertungskette sowie die verschiedenen Distributionsfenster und zeigt auf, wie technologische Entwicklungen die Abfolge und Struktur nachhaltig verändert haben.
4. Annahmen über zukünftige Strukturen in Deutschland: Dieses Kapitel diskutiert neue Zukunftsmodelle der Filmdistribution, insbesondere die Abkehr von klassischen Sperrfristen zugunsten vertikaler Integration und "Day-and-Date"-Veröffentlichungen.
5. Konsequenzen der Umstrukturierungen: Hier werden die messbaren wirtschaftlichen und personellen Auswirkungen der Filmpiraterie in Deutschland durch Umsatzverluste und den Abbau von Arbeitsplätzen in der Kreativwirtschaft evaluiert.
6. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont die Notwendigkeit für Medienunternehmen, auf die neuen Gegebenheiten durch Innovation, Flexibilität und die klare Vermarktung des eigenen Nutzens (USP) zu reagieren, da eine vollständige Unterbindung der Piraterie als unmöglich gilt.
Filmpiraterie, Filmverwertungskette, Digitalisierung, Urheberrecht, Distribution, Raubkopien, Sperrfristen, Video-on-Demand, Medienneuordnung, Kreativwirtschaft, Umsatzverlust, Streaming, Peer-to-Peer, Day-and-Date, Medienmanagement
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Filmpiraterie auf die deutsche Filmwirtschaft und untersucht, wie sich die Filmverwertungskette durch digitale Herausforderungen verändert hat.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Filmpiraterie, der Struktur der Verwertungsketten, den ökonomischen Schäden der Filmbranche und zukunftsorientierten Strategien für Medienunternehmen.
Das Ziel ist es, die strukturellen Veränderungen in der Filmverwertung aufzuzeigen und ein mögliches Szenario für die zukünftige Distribution von Filminhalten in Deutschland zu entwerfen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Gesetzesrecherche, der Auswertung bestehender Studien sowie einem Experteninterview mit Prof. Dr. Kerstin Gühne von Sony Pictures Television.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Piraterie als Massenphänomen, eine detaillierte Beschreibung der Filmverwertungsketten, deren historische Veränderung und die ökonomischen sowie personellen Folgen für die Filmindustrie.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Filmpiraterie, Filmverwertungskette, Digitalisierung, Sperrfristen, Day-and-Date, Distribution und Kreativwirtschaft.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kinos ihre traditionelle Rolle hinterfragen müssen und sich verstärkt über das Alleinstellungsmerkmal der "Atmosphäre" und als "Ort des Erlebens" vom digitalen Massenkonsum abgrenzen sollten.
Die Autorin folgert, dass eine vollständige Unterbindung der Piraterie nicht möglich ist; daher müssen Medienunternehmen Strategien entwickeln, die das legale Angebot attraktiver machen und sich flexibler an das moderne Nutzerverhalten anpassen.
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