Diplomarbeit, 2010
129 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Aufgabenstellung
3. Allgemeine Einführung in die Gebäudetechnik
3.1 Beleuchtung
3.2 Heizung
3.3 Warmwasserversorgung
3.4 Gebäudehülle
3.5 Anlagentechnik
3.6 Stromabrechnung
4. Datenerhebung von Nicht-Wohngebäuden in Drachselsried
4.1 Rathaus und Touristenzentrum
4.2 Grundschule/Sporthalle/Kindergarten
4.3 Montessori- Kinderhaus
4.4 Feuerwehrgebäude, Drachselsried
4.5 Feuerwehrgebäude, Oberried
4.6 Feuerwehrgebäude, Asbach
4.7 Übersicht des Energiebedarfs in Drachselsried
5. Energetische Anforderungen an Nicht-Wohngebäuden
5.1 Ausführung des Referenzgebäudes
6. Maßnahmen zur energetischen Bewertung von Gebäuden
6.1 Zusammensetzung des Endenergieverbrauchs bei Gebäuden
6.2 Bildung von Energiekennwerten
6.2.1 Energiekennwerte anhand Bedarfsberechnung
6.2.2 Energiekennwerte anhand von tatsächlichen Verbrauchsdaten
6.2.2.1 Beispiel Montessori Kinderhaus
6.2.2.2 Anwendungsmöglichkeiten von Energiekennwerten
7. Allgemeines zur DIN V 18599
7.1 Maßgebliche Erweiterungen der DIN V 18599 zu bestehenden Verfahren
8. Analyse von energetischen Modellierungsverfahren anhand des Montessori Kinderhaus Gebäudes
8.1 Lage des Gebäudes
8.2 Bestandspläne des Gebäudes
8.3 Modellierung nach DIN V 18599
8.3.1 Eingabedaten
8.3.2 Eingabe und Berechnungsprotokoll der Heilmann- Software
8.4 Modellierung nach DIN 4701-10
8.4.1 Eingabedaten
8.4.2 Eingabe und Berechnungsprotokoll der ROWA- Soft
8.5 Modellierung mittels Hüllflächenverfahren
8.6 Auswertung und Bewertung der Verfahren
9. Analyse von energetischen Sanierungen an Gebäuden
9.1 Modellierung der Sanierung nach DIN V 18599
9.1 Modellierung der Sanierung nach DIN 4701-10
9.2 Modellierung nach Hüllflächenverfahren
9.3 Auswertung der Modellierungsmethoden und Sanierungsmaßnahmen
9.3.1 Analyse der einzelnen Sanierungsmaßnahmen
9.4 Amortisation energetischen Sanierung
9.4.1 Amortisationszeit mit staatlicher Förderung
9.4.2 Amortisationszeit ohne staatlicher Förderung
10. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert Maßnahmen zur energetischen Optimierung von kommunalen Nicht-Wohngebäuden unter Berücksichtigung verschiedener Modellierungsverfahren wie DIN V 18599, DIN 4701-10 und des Hüllflächenverfahrens, um die Effizienz von Sanierungsschritten wirtschaftlich bewerten zu können.
3.2 Heizung
Ein Großteil des gesamten Energiebedarfs muss für die Beheizung des Gebäudes um die gewünschte Raumtemperatur zu erhalten aufgebracht werden. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, sparsam mit der Heizenergie umzugehen, d.h. die vielen effektiven Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu nutzen und gezielt nach Verbesserungen zu suchen. Jedoch kann nur ein Maximum an Energieeinsparung erreicht werden, wenn der eingesetzte technische Aufwand durch energiebewusstes Nutzen und die Anlagen zielgerecht genutzt werden.
Unsere Heizgewohnheiten sind meist eine Ursache für einen hohen Energieverbrauch. Die Raumtemperatur ist zwischen 18 und 20 für einen Menschen am gesündesten aus ärztlicher Sicht. Zum Beispiel bei einer Temperaturreduzierung von 23 auf 22, also einer Senkung um 1 Grad hat schon eine Energieeinsparung von 6 % zu folge. Es besteht sogar die Möglichkeit einer Einsparung von bis zu 10 %, wenn die Temperatur im Raum bei Nacht und am Wochenende auf 5 Grad reduziert wird.
Die Ansprüche und die Heizgewohnheiten müssen also dahingehend überprüft werden, ob eine vernünftige und energiesparende Benutzung der Heizung vorliegt.
In den letzten Jahren ist der Wirkungsgrad bei Anlagen die der Wärmeerzeugung dienen durch verschiedene technische Maßnahmen erhebliche angestiegen. Die Bauelemente Kessel und Brenner weisen sehr gute Verbesserungen in den letzten Jahren auf. Eine Erneuerung dieser Bauteile sollte aus diesen Gründen durchaus in Erwägung gezogen werden. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt in der Heizungstechnik ist die regelmäßige Wartung und Überprüfung der Heizungsanlage. Nur so kann zu 100 Prozent sichergestellt werden, dass keine unnötigen Verluste und eventuelle Rauchverluste oder sogar Fehleinstellungen die zu einem Wirkungsgradverlust führen auftreten.
1. Einführung: Umreißt die energiepolitischen Ziele Deutschlands und die Notwendigkeit der energetischen Sanierung des Gebäudebestands zur Erreichung der Klimaschutzvorgaben.
2. Aufgabenstellung: Definiert das Ziel, den Energiebedarf kommunaler Gebäude durch Bestandsanalyse und Modellierung zu erfassen und Sanierungsoptionen wirtschaftlich zu bewerten.
3. Allgemeine Einführung in die Gebäudetechnik: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Gebäudetechnik in den Bereichen Beleuchtung, Heizung, Warmwasser, Gebäudehülle, Anlagentechnik und Stromabrechnung.
4. Datenerhebung von Nicht-Wohngebäuden in Drachselsried: Dokumentiert die Bestandsaufnahme der energetischen Situation diverser kommunaler Gebäude in der Gemeinde Drachselsried.
5. Energetische Anforderungen an Nicht-Wohngebäuden: Führt die gesetzlichen Anforderungen der EnEV 2009 für Nicht-Wohngebäude und die Spezifikationen des Referenzgebäudes aus.
6. Maßnahmen zur energetischen Bewertung von Gebäuden: Beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Bildung von Energiekennwerten und deren Anwendungsgebiete.
7. Allgemeines zur DIN V 18599: Stellt die DIN V 18599 als umfassendes Verfahren zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden vor.
8. Analyse von energetischen Modellierungsverfahren anhand des Montessori Kinderhaus Gebäudes: Vergleicht praktisch die Berechnungsmodelle DIN V 18599, DIN 4701-10 und das Hüllflächenverfahren anhand eines konkreten Gebäudes.
9. Analyse von energetischen Sanierungen an Gebäuden: Evaluiert die Wirksamkeit von Sanierungsmaßnahmen und analysiert deren Amortisationszeiten bei dem Montessori Kinderhaus.
10. Fazit: Fasst zusammen, dass vereinfachte Verfahren für eine erste Sanierungsberatung oft ausreichend sind, während aufwendigere Verfahren für rechtliche Nachweise unerlässlich bleiben.
Gebäudesanierung, Energieeffizienz, DIN V 18599, Primärenergiebedarf, Hüllflächenverfahren, Nicht-Wohngebäude, Amortisation, Wärmedämmverbundsystem, Energieeinsparung, Heizwärmebedarf, EnEV, Gebäudehülle, Anlagentechnik, Modellierungsverfahren, Nutzenergie.
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen Analyse und Bewertung von kommunalen Nicht-Wohngebäuden sowie der Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Datenerhebung, dem Vergleich von Berechnungsverfahren zur energetischen Modellierung und der ökonomischen Amortisationsbetrachtung von Sanierungen.
Das Ziel ist es, eine effiziente und kostengünstige Methode zur energetischen Bewertung von kommunalen Gebäuden zu finden, die Aussagen über Sanierungspotenziale ermöglicht.
Es wird eine vergleichende Analyse zwischen verschiedenen Normverfahren (DIN V 18599, DIN 4701-10) und einem vereinfachten Hüllflächenverfahren durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die Datenerhebung in der Gemeinde Drachselsried, die energetische Modellierung am Montessori Kinderhaus und die anschließende Auswertung der Sanierungseffekte.
Zentrale Begriffe sind Gebäudesanierung, Energieeffizienz, Amortisation, EnEV und die verschiedenen genannten energetischen Berechnungsmodelle.
Die DIN V 18599 ist ein sehr detailliertes und zeitintensives Simulationsverfahren, während das Hüllflächenverfahren eine vereinfachte überschlägige Abschätzung ohne komplexe Software ermöglicht.
Das Konjunkturpaket ermöglicht eine staatliche Förderung von 87,5 % der Sanierungskosten, wodurch sich die Maßnahme für die Kommune als wirtschaftlich rentable Investition innerhalb von 8 bis 9 Jahren darstellt.
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