Magisterarbeit, 2011
136 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
Warum Szeneforschung?
2. Einordnung in den Forschungszusammenhang
3. Methodik
A. Heavy Metal – Gestalt einer Szene
4. Die Geschichte des Heavy Metal
4.1. Der Begriff „Heavy Metal“
4.2. Der musikalische Stil
4.3. Artefakte und Rituale
4.3.1. Äußeres
4.3.2. Texte
4.3.3. Konzerte
4.4. Eine kleine Sozialgeschichte des Metal
4.4.1. Männlichkeit
4.4.2. White Metal?
4.5. Die jüngere Metalgeschichte
5. Der Szenebegriff
5.1. Subkultur
5.2. Neo-Tribes
5.3. Die Szene
6. Die internationale Metalszene
6.1. USA
6.2. Skandinavien
6.3. Deutschland
B. Die Berliner Szene – eine Kartografie
7. Berliner Bands
7.1. Methodische Grundlagen der Statistik
7.2. Methodik zur Erfassung der Musikproduzenten der Metalszene
7.3. Aktualisierung der Datenbank
7.4. Quantitative Merkmale
7.5. Qualitative Merkmale
7.5.1. Exkurs: Stilkunde
7.6. Perspektiven
7.7. Fehlerquellen
7.8. Auswertung der Daten
7.8.1. Zusammenfassung der Zahlen vom Winter 2010/11
7.8.2. Vergleich von Bands mit und ohne Labelvertrag
7.8.3. Welche Stile werden gespielt
7.8.4. Zusammenfassung der aktualisierten Datenbank Sommer 2011
8. Infrastruktur der Berliner Szene
8.1. Treffpunkte
8.1.1. Clubs/Bars
8.1.2. Parties
8.1.3. Konzerte
8.1.4. Zusammenfassung
8.2. Auftrittsmöglichkeiten
8.2.1. Jugendklubs
8.2.2. Liveclubs
8.2.3. Supportslots
8.2.4. Bandwettbewerbe
8.2.5. Zusammenfassung
8.3. Förderung, Institutionen, Netzwerke
8.4. Produktionsstrukturen
8.4.1. Proberäume
8.4.2. Tonstudios
8.4.3. Merchandise
8.4.4. Fotografie/Video/Grafiker
8.4.5. Zusammenfasung
8.5. Medien
8.5.1. Stadtmagazine
8.5.2. Fanzines und Webzines
8.5.3. Exkurs: Social Network-Pflicht
8.5.4. Radio
8.5.5. Zusammenfassung
9. Zusammenfassung und Analyse der Ergebnisse
9.1. Persepektiven der Metalforschung in Berlin und anderen Szenen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Ist-Zustand der Berliner Heavy Metal-Szene als kulturelles Phänomen empirisch abzubilden, um eine belastbare Basis für zukünftige musiksoziologische Analysen zu schaffen und Vorurteile gegenüber dieser Subkultur abzubauen.
4.3.1. Äußeres
In dem Maße, in dem musikalische Elemente des Hard- und Bluesrock und des Psychedelicrock übernommen und ausdifferenziert wurden, rekrutieren sich auch die meisten der Heavy Metal Codes aus vorangegangenen (Jugend-)Kulturen. Das Regelwerk des Heavy Metal erscheint strenger, als das anderer Kultureller Formen, lässt sich dadurch aber ungleich einfacher destillieren.
In beinahe allen Subgenres des Heavy Metal lassen sich kohärente Codes im Äußeren, der Ästhetik, den Texten und den Livekonzerten finden. Diese Codes haben sich im Zuge der Diversifizierung des Genres natürlich auch weiter liberalisiert und erweitert. Heavy Metal-Fans erscheinen dadurch als höchst individuell in der Gestaltung ihres Äußeren. Jedoch lassen sich die meisten der folgenden Elemente auch in den entferntesten Subgenres noch in Ansätzen wiederfinden oder – falls nicht – ihr Fehlen erklären. Die hohe Bedeutsamkeit von Livekonzerten, Festivals und Musikvideos machen Metal zu einer sehr visuellen kulturellen Form, was die Suche nach sichtbaren Codes erleichtert.
Auffälligstes Merkmal sowohl von Heavy Metal Künstlern als auch des Publikums ist die Kleidung: Lederhosen und –jacken, seit den Achtzigerjahren oft beschlagen, werden zusammen mit Band T-Shirts oder auch Jeans in allen Varianten getragen. Dazu gehört festes Schuhwerk. Die Kleidung ist maskulin, in erster Linie Arbeitskleidung und daher aus sehr strapazierfähigen Materialien, wie man es in handwerklichen Berufen tragen könnte. Rekurriert dieses Kleidungsgebot noch stark auf die Biker-Kultur, so wird es spätestens durch das Anbringen von Aufnähern, Bildern, Nieten und anderen Accessoires ausgeweitet und dem Heavy Metal eigen gemacht.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsabsicht zur Abbildung des Ist-Zustandes der Berliner Metalszene und Erläuterung der Motivation für diese Szeneforschung.
2. Einordnung in den Forschungszusammenhang: Kritische Auseinandersetzung mit bisherigen, oft abstrakt bleibenden Arbeiten und Plädoyer für einen realitätsnahen, empirischen Ansatz.
3. Methodik: Beschreibung des methodischen Aufbaus, der auf historischem Abriss, Begriffsklärung und der zentralen statistischen Datenbankerhebung basiert.
4. Die Geschichte des Heavy Metal: Historischer Rückblick, Analyse der klanglichen Codes, der Rolle von Artefakten und Ritualen sowie der soziologischen Hintergründe.
5. Der Szenebegriff: Theoretische Abgrenzung des Szene-Konzepts gegenüber Subkultur- und Neo-Tribe-Modellen zur Fundierung der eigenen Untersuchung.
6. Die internationale Metalszene: Kurzer Überblick über die stilbildenden Einflüsse aus den USA, Skandinavien und Deutschland.
7. Berliner Bands: Detailreiche Erläuterung der Vorgehensweise bei der Erstellung der Datenbank, der qualitativen/quantitativen Merkmale und der statistischen Datenauswertung.
8. Infrastruktur der Berliner Szene: Untersuchung der lokalen Treffpunkte (Bars, Konzerte), Auftrittsmöglichkeiten, Förderungsstrukturen und medialen Kanäle.
9. Zusammenfassung und Analyse der Ergebnisse: Synthese der Forschungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten der Szeneforschung in Berlin.
Heavy Metal, Berliner Szene, Szeneforschung, Musiksoziologie, Datenbankerhebung, Subkultur, Neo-Tribes, Musikproduktion, Jugendkultur, Infrastruktur, Musikmärkte, Authentizität, Distinktion, Eventkultur, Vernetzung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer musiksoziologischen Analyse der Berliner Heavy Metal-Szene durch eine empirische Erhebung von Daten zu Bands und Strukturen.
Die Themen umfassen die Geschichte des Metals, die Theoriebildung zu Subkulturen und Szenen, die Infrastruktur der lokalen Berliner Szene sowie eine detaillierte quantitative Analyse lokaler Metal-Bands.
Das Ziel ist die Erstellung einer validen Bestandsaufnahme (Kartografie) der Berliner Metalszene, um eine Basis für weitere soziologische Analysen zu schaffen.
Es handelt sich um einen empirisch orientierten, musiksoziologischen Ansatz, der primär auf einer selbst erstellten Datenbank sowie systematischer Beobachtung basiert.
Der Hauptteil erstreckt sich von der geschichtlichen und stilistischen Herleitung des Metals über theoretische Debatten zum Szenebegriff bis hin zur praktischen Kartografie der Berliner Szene mit ihren Orten, Medien und Bands.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heavy Metal, Szeneforschung, Musiksoziologie, Berliner Szene, Distinktion und Szene-Strukturen definiert.
Der Autor argumentiert, dass es bisher an einer wissenschaftlichen, empirischen Erfassung der Berliner Metal-Szene mangelte und die Arbeit Pionierarbeit auf diesem Gebiet leistet.
Das Archiv dient als essenzielle Quelle für schwer zugängliche, nicht-akademische Artefakte und als wichtiger Partner für den Einblick in die Berliner Szenegeschichte.
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