Masterarbeit, 2012
139 Seiten, Note: 1,8
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 THEORIE
3.1 Prävention und Rehabilitation in Deutschland
3.2 Demografischer Wandel
3.3 Sturzprophylaxe älterer Menschen
3.3.1 Begriffsbestimmungen
3.3.2 Epidemiologie
3.3.2.1 Sturzhäufigkeit
3.3.2.2 Morbidität
3.3.2.3 Mortalität
3.3.3 Ätiologie
3.3.3.1 Häufige Sturzsituationen in Pflegeeinrichtungen
3.3.3.2 Intrinsische Sturzrisikofaktoren
3.3.3.3 Extrinsische Sturzrisikofaktoren
3.3.3.4 Der Prozess des Alterns
3.3.3.5 Selbstwirksamkeit
3.3.4 Sturzprophylaktische Maßnahmen
3.3.4.1 Expertenstandards zur Sturzprophylaxe in der Pflege
3.3.4.2 Einschätzung des Sturzrisikos
3.3.4.3 Gezielte Interventionen zur Sturzprophylaxe
3.3.4.4 Sturzprophylaktische Trainingsprogramme
3.3.4.5 Wirksamkeit sturzprophylaktischer Interventionen
3.3.5 Sturzprophylaxe in Alten- und Pflegeheimen
3.3.5.1 Sturzprophylaxe nach BECKER et al.
3.3.5.2 Trainingsprogramm nach BECKER et al.
3.3.5.3 Effekte spezifischer Bewegung im Alternsprozess
3.4 Mentales Training
3.4.1 Begriffsbestimmung
3.4.2 Psychologische Grundlagen des Mentalen Trainings
3.4.3 Erklärungsansätze zur Bewegungsregulation
3.4.4 Theoretische Erklärungsansätze zur Wirksamkeit des Mentalen Trainings
3.4.5 Wirksamkeit des Mentalen Trainings
3.4.6 Wirkmechanismen des Mentalen Trainings
3.4.7 Neurophysiologische Grundlagen des Mentalen Trainings
3.4.8 Mentales Training im Leistungssport
3.4.9 Mentales Training in der Rehabilitation
3.5 Mentales Gehtraining- Ein salutogeneses Therapieverfahren für die Rehabilitation
3.5.1 Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen des Mentalen Gehtrainings
3.5.1.1 Aufgabe des biomedizinischen Krankheitsmodells
3.5.1.2 Der Mensch, ein lebendes biopsychosoziales System
3.5.1.3 Annahme des Gesundheitsmodells - der Salutogenese
3.5.2 Gehschule in der Rehabilitation
3.5.2.1 Der menschliche Gang
3.5.2.2 Normwerte der menschlichen Gehbewegung
3.5.2.3 Beschreibung der menschlichen Gehbewegung
3.5.2.4 Gehbewegung älterer Menschen
3.5.2.5 Herkömmliche Therapieverfahren
3.5.3 Beschreibung des Therapieverfahren Mentales Gehtraining
3.5.4 Wirksamkeit des Mentalen Gehtrainings
3.5.5 Mentales Gehtraining und Salutogenese
4 METHODIK
4.1 Evaluation
4.2 Hypothesen
4.3 Operationalisierung und Studiendesign
4.4 Probandenrekrutierung
4.4.1 Einschlusskriterien
4.4.2 Ausschlusskriterien
4.5 Definition der Stichprobe
4.6 Studienablauf
4.6.1 Prinzip und Zeitpunkt der Datenerfassung
4.7 Datenerhebung
4.7.1 Anamnese
4.7.2 Mini-Mental-Status-Examination (MMSE)
4.7.3 Testparameter und Messinstrumente
4.7.3.1 Analyse temporärer Gangparameter
4.7.3.2 Ermittlung der Sturzangst (Short-FES-I Fragebogen)
4.8 Statistisches Vorgehen
4.9 Beschreibung der Intervention
4.9.1 Durchführung des Sturzprophylaxe-Trainings
4.9.1.1 Allgemeine Aktivierung
4.9.1.2 Gleichgewichtstraining und Gehschule
4.9.1.3 Krafttraining
4.9.2 Durchführung Mentales Gehtraining
5 ERGEBNISSE
5.1 Ergebnisse Gehgeschwindigkeit
5.2 Ergebnisse Stride length
5.3 Ergebnisse Short-FES-I
6 DISKUSSION
6.1 Einordnung in die aktuelle Studienlage
6.2 Ergebnisse der Ganganalyse
6.3 Ergebnisse des Short-FES-I
6.4 Methodisches Vorgehen
6.5 Praktische Relevanz der Ergebnisse und Schlussfolgerung
7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
8 LITERATURVERZEICHNIS
9 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
9.1 Abbildungsverzeichnis
9.2 Tabellenverzeichnis
Die Arbeit evaluiert, ob ein begleitendes Mentales Gehtraining innerhalb eines sturzprophylaktischen Trainingsprogramms nach BECKER et al. bei pflegebedürftigen Menschen zu einer verbesserten Gehfähigkeit und einer erhöhten sturzassoziierten Selbstwirksamkeit führt, mit dem Ziel, den Transfer dieses Verfahrens in den stationären Pflegesektor zu prüfen.
1 Einleitung und Problemstellung
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, der steigenden Zahl chronischer Erkrankungen sowie der Verpflichtung, die knapper werden finanziellen Ressourcen angemessen einzusetzen, gewinnt die Prävention und Rehabilitation von schwerwiegenden Erkrankungen und der Pflegbedürftigkeit im Alter zunehmend an Bedeutung. Folglich gilt, gravierende gesundheitliche Einschränkungen und daraus resultierende Funktionseinschränkungen, Behandlungs- oder gar Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Diese Umstände unterstreichen unter anderem die Forderung nach Interventionsmaßnahmen auf dem Gebiet der Sturzprävention.
Etwa ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal pro Jahr. In Risikogruppen, wie Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, erleidet jährlich jeder zweite Bewohner einen Sturz. Die Folgekosten sind hoch. Besonders problematisch und für Kranken- und Pflegeversicherungen relevant, sind die weitreichenden Folgen von Stürzen. Die Kosten, die in Deutschland für die medizinische Behandlung von Verletzungen der Hüfte entstehen, betragen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr. Da die Zahl der Älteren zunehmen wird und die sturzbedingten Verletzungen vor allem bei sehr alten Menschen auftreten, könnten die Kosten laut Hochrechnungen im Jahr 2050 allein für Hüftfrakturen auf bis zu sieben Milliarden Euro ansteigen (vgl. HÄUSSLER, 2009, S.25 f.).
Das Risiko zu stürzen und sich dabei ernsthaft zu verletzen, steigt mit zunehmendem Alter. Die Ursachen und Risikofaktoren dafür können verschieden sein. Der Prozess des Alterns geht aus biologischer und psychologischer Sicht mit einer Vielzahl von Veränderungen einher. Dazu gehören Veränderungen die den Bewegungsapparat betreffen, Veränderungen der Sinneswahrnehmung, Veränderungen der Intelligenz, des Lernens, des Gedächtnisses und der Informationsverarbeitung. Ein wesentlicher Aspekt sind vor allem degenerative Erkrankungen und daraus resultierende Gang- und Balancestörungen. Nach einem schwerwiegenden Sturz benötigen viele Senioren langfristig Hilfe. Selbst nach einem Klinikaufenthalt und dem Einsatz eines künstlichen Gelenkes, Gehilfen und anderen Sicherheitsvorrichtungen leidet manch Betroffener dauerhaft an erheblichen Einschränkungen (vgl. HÄUSSLER, 2009, S.25 f.).
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Erläutert die demografische Relevanz der Sturzprävention und die Notwendigkeit moderner, rehabilitativer Ansätze.
2 ZIELSETZUNG: Definiert das primäre Ziel, die Wirksamkeit eines mentalen Gehtrainings zur Sturzprophylaxe bei Senioren empirisch zu evaluieren.
3 THEORIE: Bietet einen umfassenden Überblick über Grundlagen der Sturzprävention, Mentales Training sowie das Konzept der Salutogenese und Gehschulung.
4 METHODIK: Beschreibt das Studiendesign, die Probandenrekrutierung und die verwendeten Messinstrumente für die achtwöchige Evaluationsstudie.
5 ERGEBNISSE: Präsentiert die erhobenen Daten zu Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge und Sturzangst bei Experimental- und Kontrollgruppe.
6 DISKUSSION: Interpretiert die Studienergebnisse im Kontext des aktuellen Forschungsstands und reflektiert die methodische Durchführung.
7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und plädiert für weiterführende Forschung mit größeren Stichproben.
Sturzprävention, Mentales Gehtraining, Salutogenese, Gangbild, Sturzangst, Rehabilitation, Geriatrie, Selbstwirksamkeit, Bewegungsregulation, Ganganalyse, motorisches Lernen, Sturzprophylaxe, Pflegeheim, Gehgeschwindigkeit, Stride length.
Die Arbeit untersucht den Einsatz eines modernen Mentalen Gehtrainings zur Sturzprävention bei pflegebedürftigen Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen.
Die zentralen Felder umfassen die Sturzprophylaxe bei Senioren, theoretische Grundlagen der Rehabilitation, sportpsychologische Methoden wie das Mentale Training sowie das gesundheitswissenschaftliche Konzept der Salutogenese.
Das Hauptziel ist die Evaluierung der sturzprophylaktischen Wirkung eines Mentalen Gehtrainings als begleitende Maßnahme, um Gehfähigkeit und Selbstwirksamkeit bei Pflegbedürftigen zu verbessern.
Es handelt sich um eine prospektiv randomisierte Evaluationsstudie, bei der die Probanden in eine Experimental- und eine Kontrollgruppe unterteilt wurden. Zur Erhebung dienten Gangparameter und der Short-FES-I Fragebogen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sturzursachen und Alternsprozessen, Methodik des Mentalen Trainings sowie eine detaillierte Beschreibung der Trainingsinterventionen (Kraft, Balance, Mentales Gehtraining).
Neben Sturzprävention und Mentales Training sind Begriffe wie Salutogenese, Ganganalyse, Sturzangst und Selbstwirksamkeitserwartung maßgeblich.
Das Salutogenese-Modell dient als theoretisches Fundament, um Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheit, sondern als dynamischen Prozess zu begreifen und Interventionen so zu gestalten, dass Patienten aktiv eingebunden werden.
Mentales Training unterstützt das motorische Lernen und die Bewegungsoptimierung besonders dann, wenn körperliche Belastungen begrenzt sind, und trägt zur Schmerzbewältigung sowie Steigerung des Selbstvertrauens bei.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

