Diplomarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Die Beratungsbranche in Deutschland
2.1.1 Aktuelle Situation der Beratungsbranche in Deutschland
2.1.2 Spezielle Anforderungen an die Mitarbeiter in der Beratungsbranche
2.2. Work-Life-Balance in der Beratungsbranche
2.2.1 Problematik einer Definition von Work-Life-Balance
2.2.2 Perspektiven und Ziele der Work-Life-Balance
2.2.3 Notwendigkeit für Work-Life-Balance
2.2.4 WLB-Maßnahmen in der Beratungsbranche
2.3 Commitment als entscheidender Erfolgsfaktor für die Beratungsbranche
2.3.1 Begriff und Arten von Commitment
2.3.2 Nutzen des Commitment für die Beratungsbranche
3. Empirische Studie zum Zusammenhang zwischen WLB-Maßnahmen und Commitment in der Beratungsbranche
3.1 Zentrale Fragestellungen und Hypothesengenerierung
3.1.1 Theoretische und empirische Grundlagen
3.1.2 Die Arbeitszeitgestaltung in der Beratungsbranche
3.1.3 Die Bedeutung der Unterstützung durch Vorgesetzte in der Beratungsbranche
3.2 Untersuchungsdesign
3.2.1 Stichprobe
3.2.2 Operationalisierung der Konstrukte
3.3 Hypothesenprüfung und deskriptive Ergebnisse der Studie
3.4 Diskussion der Ergebnisse und methodische Einschränkungen
3.5 Implikationen für die Beratungsbranche
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, welchen Einfluss betriebliche Work-Life-Balance-Maßnahmen auf das affektive Commitment von Mitarbeitern in der arbeits- und zeitintensiven Beratungsbranche haben, um Wege zur Reduzierung der Mitarbeiterfluktuation aufzuzeigen.
3.1.3 Die Bedeutung der Unterstützung durch Vorgesetzte in der Beratungsbranche
Die Unterstützung durch Vorgesetzte ist gerade für Mitarbeiter in der Beratungsbranche wichtig, um eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu ermöglichen. Ein positiver Zusammenhang zwischen der Vorgesetztenunterstützung und dem Work-to-Life-Conflict konnte in einigen Studien nachgewiesen werden. Smith und Gardner kamen im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2007 zur Erkenntnis, dass Mitarbeiter, die von ihren Vorgesetzten bezüglich ihrer WLB unterstützt werden, WLB-Maßnahmen stärker in Anspruch nehmen, als solche, die von ihren Vorgesetzten eine geringere Unterstützung erfahren. Bereits 1995 legten Thomas und Ganster in ihrer Studie den Fokus zur Handhabung des Rollenkonflikts auf die Unterstützung durch den Vorgesetzten. Vor allem das Anliegen der Mitarbeiter, auch für andere Lebensbereiche außerhalb der Arbeit wurde hier berücksichtigt und als wichtiges Element zur positiven Beeinflussung der WLB bezeichnet Kaiser et al., 2010, S. 239). Eine neuere Studie von Ferguson et. al (2012, S. 304) hat ebenfalls einen positiven Einfluss der Unterstützung durch Vorgesetzte auf eine ausgeglichene Work-Family-Balance nachgewiesen. Besonders im stark leistungsorientierten Arbeitsumfeld der PSF (Stichwort Up-or-Out-Prinzip, siehe auch 2.1.3) spielt die Unterstützung der Berater durch Vorgesetzte eine zentrale Rolle. Die hohen Anforderungen und der dadurch bedingte enorme Erfolgs- und Leistungsdruck, dem die Berater in ihrem Berufsalltag ausgesetzt sind, machen die Vorgesetztenunterstützung der Berater unerlässlich (Kaiser et al., 2010, S. 239). Dies führt zur Formulierung der nächsten Hypothesen:
Hypothese 3a: Die wahrgenommene Unterstützung durch Vorgesetzte senkt den empfundenen Konflikt zwischen Arbeit und anderen Lebensbereichen (WLC) bei Mitarbeitern in der Beratungsbranche.
Hypothese 3b: Die wahrgenommene Unterstützung durch Vorgesetzte senkt den empfundenen Konflikt zwischen anderen Lebensbereichen und der Arbeit (LWC) bei Mitarbeitern in der Beratungsbranche.
Basierend auf dem von Kaiser et al. (2010, S. 239) bestätigten Zusammenhang zwischen der Nutzung von WLB-Maßnahmen und dem affektiven Commitment bei Unternehmensberatern soll in vorliegender Studie ein direkter Einfluss der Unterstützung der Berater durch Vorgesetzte in PSF auf das affektive Commitment nachgewiesen werden (siehe Abbildung 9):
Hypothese 3c: Die wahrgenommene Unterstützung der Berater durch ihre Vorgesetzten hat direkte positive Auswirkungen auf das affektive Commitment der Mitarbeiter gegenüber der PSF.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Mitarbeiterbindung in der Beratungsbranche und die Problematik von Work-Life-Konflikten.
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Beratung, Work-Life-Balance und Commitment im Kontext der Beratungsbranche.
3. Empirische Studie zum Zusammenhang zwischen WLB-Maßnahmen und Commitment in der Beratungsbranche: Präsentiert die Hypothesenbildung, das Untersuchungsdesign, die Datenauswertung mittels PLS-Modell und die Diskussion der Studienergebnisse.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Work-Life-Balance, Affektives Commitment, Beratungsbranche, Professional Service Firms, Vorgesetztenunterstützung, Flexible Arbeitsgestaltung, Work-to-Life-Conflict, Life-to-Work-Conflict, Mitarbeiterbindung, Fluktuation, Strukturgleichungsmodell, SmartPLS, Personalmanagement, Organisationscommitment, Arbeitszeitgestaltung.
Die Diplomarbeit analysiert den Zusammenhang zwischen betrieblichen Work-Life-Balance-Maßnahmen und der emotionalen Bindung (Commitment) von Mitarbeitern in der Beratungsbranche.
Zentrale Themen sind die flexible Arbeitsgestaltung, die Rolle der Vorgesetztenunterstützung und deren Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (Work-Life-Konflikte) sowie die Bindung an das Unternehmen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische WLB-Maßnahmen die Mitarbeiterfluktuation in beratungsintensiven Branchen verringert und das affektive Commitment gesteigert werden kann.
Die Studie basiert auf einer quantitativen empirischen Erhebung mit 207 Teilnehmern. Die Daten wurden mittels IBM SPSS sowie eines PLS-Strukturgleichungsmodells (SmartPLS) ausgewertet.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Herleitung der Hypothesen, der Operationalisierung der Konstrukte sowie der detaillierten statistischen Prüfung der postulierten Zusammenhänge unter Einbeziehung verschiedener Kontrollvariablen.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Work-Life-Balance, affektives Commitment, Beratungsbranche, Vorgesetztenunterstützung und flexible Arbeitsgestaltung definieren.
Während viele Vorstudien primär klassische Unternehmensberatungen betrachteten, integriert diese Arbeit zusätzlich Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Steuerberatungen und Banken, um ein breiteres Bild der Professional Service Firms zu zeichnen.
Die Vorgesetztenunterstützung zeigt sich als einer der stärksten Prädiktoren für das affektive Commitment und hat maßgeblichen Einfluss auf die Reduzierung von Work-Life-Konflikten bei den Mitarbeitern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

