Examensarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL
2.1 Thematische Motivation
3 SACHANALYSE
3.1 Entwicklung des Parkours
3.2 Definition von Parkour und Abgrenzung zu Freerunning und Parcouring
3.3 Philosophie und Verhaltensweisen von Parkour
4 BEDINGUNGSANALYSE
4.1 Lerngruppenbeschreibung
4.1.1 Stand der Klasse
4.2 Rahmenbedingungen
5 DIDAKTISCHE ANALYSE
5.1 Bezug zum Bildungsplan
5.2 Allgemeine Integration der Sportart Parkour in den Bildungsplan
5.3 Stufenspezifische Hinweise Klasse 10
5.3.1 Sportbereich I: Fachkenntnisse
5.3.2 Sportbereich II: Individualsportarten
5.4 Spezielle Kompetenzförderung der Unterrichtseinheit
5.4.1 Handlungsfeld Kooperation
5.4.2 Handlungsfeld Kreativität
5.5 Allgemeine Kompetenzförderung der Unterrichtseinheit
5.6 Didaktische Reduktion
6 METHODISCHE ANALYSE
7 PRAKTISCHE UMSETZUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
7.1 Übersicht über die Unterrichtseinheit
7.2 Verlauf und Reflexion der einzelnen Doppelstunden
7.2.1 Erste Doppelstunde
7.2.2 Zweite Doppelstunde
7.2.3 Dritte Doppelstunde
7.2.4 Vierte Doppelstunde
8 GESAMTREFLEXION
8.1 Zusammenfassung und Bewertung der Ergebnisse
8.2 Gewonnene Erfahrungen und zukünftige Planung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Parkour als kompetenzorientierten Sportunterricht in der Schule zu etablieren, wobei der Schwerpunkt gezielt auf der Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen der Schüler durch die Handlungsfelder Kooperation und Kreativität liegt.
Definition von Parkour und Abgrenzung zu Freerunning und Parcouring
Parkour tauchte zum ersten Mal in den „Banlieues“, den Vororten von Paris auf. Es handelt sich dabei um eine Fortbewegungsart im urbanen oder natürlichen Raum. Hierbei geht es keinesfalls um einen Wettkampf, sondern um ein Lebensgefühl. Leistung findet im Parkour nur auf die eigene Person bezogen statt, im Bereich einer gesunden Selbsteinschätzung. Hindernisse in der Umgebung wie z.B. Treppen, Mauern, Bänke usw. werden möglichst schnell und effizient überwunden, als wären sie keine Hindernisse. Es geht darum, von einem Ort A zu einem Ort B den kürzesten Weg mit minimalstem Aufwand zu finden. Aus diesem Bewegungsfluss soll im Optimalfall eine flüssige und dynamische Bewegung entstehen, die den Traceur in einen „Flow“ Zustand versetzt. Der Weg durch die Hindernislandschaft hebt sich deutlich von anderen Wegen ab und kann nicht von jedem nachgeahmt werden. Dies hebt die Eigenleistung der Sportart hervor, die je nach Könnensstand, Kreativität und Eigenleistung unterschiedliche Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zulässt.
Im Gegensatz dazu soll eine kurze Abgrenzung zum Freerunning und Parcouring vorgenommen werden. Freerunning meint die kunstvolle und kreative Art Hindernisse zu überqueren, wobei die Effizienz in den Hintergrund tritt. Somit nehmen akrobatische Elemente zu, gleichzeitig aber auch die Risikobereitschaft und die Schwierigkeitsstufe. Daher ist Freerunning für Anfänger eher ungeeignet. Schließlich gibt es noch den Begriff Parcouring, der eine Wettkampfvariante des Parkours und Freerunnings darstellt. Der Traceur hat die Aufgabe, eine Hindernislandschaft im Vergleich zur Konkurrenz zu überwinden. Kriterien dabei sind „Speed“ und „Style“ nach denen beurteilt wird, wer gewinnt.
EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Sportart Parkour ein, begründet deren Relevanz für den Schulsport und definiert das Ziel der Förderung von Kreativität und Kooperation bei Schülern.
BEGRÜNDUNG DER THEMENWAHL: Das Kapitel erläutert die Motivationsgrundlagen für die Themenwahl und zeigt auf, wie Parkour durch seine Flexibilität und seinen Fokus auf individuelle Entwicklung den Schulsport bereichern kann.
SACHANALYSE: Hier wird die historische Entwicklung des Parkours sowie dessen philosophische Ausrichtung und Definition gegenüber ähnlichen Disziplinen detailliert dargestellt.
BEDINGUNGSANALYSE: Das Kapitel beschreibt die Lerngruppe der 10. Klasse, ihren Leistungsstand und die örtlichen Rahmenbedingungen in der Sporthalle für die Unterrichtseinheit.
DIDAKTISCHE ANALYSE: Die didaktische Begründung auf Basis des Bildungsplans sowie die spezifischen Kompetenzziele im Bereich der Kooperation und Kreativität werden hier hergeleitet und reduziert.
METHODISCHE ANALYSE: Es werden die Lehr- und Lernwege erläutert, wobei ein strukturierter Einstieg in offene Unterrichtsformen übergeleitet wird, um eigenständiges Lernen zu fördern.
PRAKTISCHE UMSETZUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert den Ablauf der vier Doppelstunden, inklusive Vorüberlegungen, tatsächlichem Verlauf und Reflexionen.
GESAMTREFLEXION: Abschließend werden die Ergebnisse der Unterrichtseinheit bewertet und reflektiert, wobei der Erfolg der Förderung von Kooperation und Kreativität durch Parkour hervorgehoben wird.
Parkour, Traceur, Schulsport, Kooperation, Kreativität, Kompetenzorientierung, Sportunterricht, Hindernisse, Bewegungsfluss, Selbstsicherung, Bewegungsformen, Körperbeherrschung, Didaktik, Methodik, Gruppenarbeit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Parkour im Schulsport, um Schüler nicht nur sportlich zu fordern, sondern gezielt ihre personalen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Bereich der Kooperation und der Kreativität, die innerhalb der Sportart Parkour als wesentliche Werte integriert werden.
Das Hauptziel ist es, Schülern grundlegende Parkour-Techniken zu vermitteln und durch die Akzentuierung von Kooperation und Kreativität ihre sozialen sowie personalen Kompetenzen zu fördern.
Es wird eine dokumentierte Unterrichtseinheit (Praxisforschung) durchgeführt, die auf didaktischen Analysen und methodischen Reflexionen basiert.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der inhaltlichen Vorbereitung (Sachanalyse), der didaktischen Planung, dem methodischen Vorgehen und der detaillierten praktischen Durchführung inklusive Reflexion der Stunden.
Wichtige Begriffe sind Parkour, Schulsport, Kooperation, Kreativität, Kompetenzorientierung und Bewegungsfluss.
Parkour eignet sich besonders gut, da es eine hohe Motivation bei Jugendlichen erzeugt, einen bewussten Umgang mit dem eigenen Körper schult und unabhängig von teurem Equipment überall praktizierbar ist.
Sicherheit ist ein zentraler Aspekt; Schüler erlernen von Beginn an Regeln und Verhaltensweisen, um Risiken zu minimieren und sich gegenseitig beim Überwinden von Hindernissen zu sichern.
Den Schülern wurden keine starren Bewegungsabläufe vorgegeben, sondern sie mussten in Gruppen eigene Hindernisse gestalten und kreative Wege finden, diese sicher und effizient zu überwinden.
Die Bewertung erfolgte kompetenzorientiert unter Einbeziehung der Schüler (Kapitäne), um neben der sportlichen Leistung auch die soziale Zusammenarbeit und die kreative Herangehensweise zu berücksichtigen.
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