Bachelorarbeit, 2011
67 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Theoretische Grundlagen: Medien, Migration und Integration
2.1 Die Schlüsselbegriffe „Soziale Integration“ und „Interkulturelle Integration“
2.1.1 Integrationsdimensionen
2.1.2 Integrationsfaktoren
2.2 Integrationsfunktionen der Massenmedien
2.2.1 Dimensionierung
2.2.3 Soziale Integration durch Massenmedien
2.2.2 Mediale Integration von ethnischen Minderheiten
2.3 Mediennutzung im Migrationskontext
2.3.1 Nutzertypen
2.3.2 Medienumgang und kulturelle Identität
2.3.3 Forschungsstand und Forschungsprobleme
3 Empirische Studie anhand eines Integrationskurses
3.1 Konzeption und Fragestellungen
3.2 Methode
3.3 Teilnehmer
3.4 Organisation und Durchführung
3.5 Ergebnisse: Integration, Identität, Mediennutzung
3.5.1 Soziodemographische Profile der Teilnehmer
3.5.2 Integrationsstatus und ethnische Identität
3.5.3 Mediennutzung und Medienumgang
3.5.4 Zusammenhänge
4 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Medien und Integration aus soziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive, mit dem primären Ziel, den Zusammenhang zwischen dem individuellen Integrationsstatus von Migranten und ihrem spezifischen Mediennutzungsverhalten zu beleuchten.
2.2.3 Mediale Integration von ethnischen Minderheiten
Laut Geißler (2005: 71) umfasst die mediale Integration drei Bereiche, die erwartungsmäßig nicht klar voneinander zu trennen sind. Neben dem [1] generellen Beitrag der Massenmedien zur interkulturellen Integration, geht es im Besonderen um die [2] Integration der ethnischen Minderheiten in die Öffentlichkeit, die in diesem Fall ausdrücklich als medial hergestellte Öffentlichkeit gemeint ist. Außerdem betrifft sie die [3] Integration der ethnischen Minderheiten in das Mediensystem. Zum Verständnis betont er, dass man in Deutschland von einem ethnisch pluralen Mediensystem, das eine ethnisch plurale Öffentlichkeit hervorbringt, ausgehen muss.
Durch den Wandel von einer monokulturellen zu einer multikulturellen Gesellschaft, nehmen auch das deutsche Mediensystem und die (medial hergestellte) Öffentlichkeit einen vielfältigeren Charakter an. Vielfalt ist in diesem Fall im Sinne eines zunehmenden Angebots von „Ethnomedien“ gemeint, die von Migranten selbst hergestellt und ergänzend zu deutschen bzw. Auslandsmedien genutzt werden (vgl. Müller 2005: 360). Auf Grund der unterschiedlichen Schwerpunkte und Sprachbarrieren werden die Angebote nicht gleich stark in Anspruch genommen. Zwar können Migranten mit deutschen Sprachkenntnissen beide Angebote nutzen, für Deutsche bleiben Ethnomedien jedoch weitgehend unzugänglich. Als Konsequenz ist die Teilnahme an der jeweiligen medial hergestellten Öffentlichkeit eingeschränkt. Problematisch wird es, wenn die wechselseitige Kommunikation nicht gegeben ist bzw. nicht angestrebt wird. Durch mediale Integration wird verhindert, dass ethnische Minderheiten von der Öffentlichkeit ausgeschlossen bleiben oder sich gar selbst von ihr abwenden. Allerdings bedeutet dies nicht, die Ethnomedien von der Medienlandschaft zu streichen. In diesem Fall würde man den Weg der Assimilation gehen. Geißler/Pöttker (2006: 13-38) heben vielmehr - analog zur interkulturellen Integration im sozialen Kontext - die Alternative der interkulturellen medialen Integration hervor, die den Mittelweg zwischen Assimilation und medialer Segregation darstellt.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung Deutschlands zum Einwanderungsland und die damit verbundene wachsende Bedeutung der Rolle der Medien im Integrationsprozess.
2 Theoretische Grundlagen: Medien, Migration und Integration: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Konzepte der sozialen und interkulturellen Integration sowie die spezifischen Integrationsfunktionen, die Massenmedien im Migrationskontext übernehmen.
3 Empirische Studie anhand eines Integrationskurses: Der Hauptteil beschreibt die Konzeption, Methodik und Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung, die den Medienumgang von Kursteilnehmern mit deren Integrationsgraden in Bezug setzt.
4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass Medien eine zentrale Rolle für die Sprachförderung und soziale Orientierung von Migranten spielen, auch wenn die Zusammenhänge zwischen Nutzung und Integrationserfolg individuell stark variieren.
Mediennutzung, Integration, Migration, interkulturelle Integration, Massenmedien, Akkulturation, Sprachförderung, ethnische Identität, Ethnomedien, qualitative Studie, Medienumgang, Sozialintegration, Integrationskurs, Nutzertypen, mediale Integration
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Medien und Integration von Migranten in Deutschland aus sozio-kommunikationswissenschaftlicher Perspektive.
Die zentralen Themen umfassen Integrationsbegriffe, die Funktionen von Massenmedien für Migranten, den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Akkulturationsstrategien sowie die Bedeutung der Sprache als entscheidender Faktor.
Ziel ist es, den Medienumgang von Migranten in einen direkten Zusammenhang mit deren Integrationsgraden und individuellen Bedürfnissen zu bringen.
Es wurde ein qualitativ-diskursives Verfahren gewählt, das Gruppendiskussionen und Leitfadengespräche innerhalb eines Integrationskurses umfasst.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der empirischen Studie, unterteilt in soziodemographische Profile, die ethnische Identität, den Integrationsstatus und das tatsächliche Mediennutzungsverhalten der Teilnehmer.
Zu den Kernbegriffen zählen Mediennutzung, Integration, Migration, Akkulturation, Sprachförderung und ethnische Identität.
Da die Teilnehmergruppe klein war und individuelle Hintergründe sowie Einstellungen zur Sprache eine zentrale Rolle spielten, bot ein diskursives Format die beste Möglichkeit, diese Zusammenhänge tiefgehend zu erfassen.
Die Sprache wird als fundamentale Voraussetzung für die Mediennutzung identifiziert; sie fungiert gleichzeitig als Akkulturations- und Nutzungsmotiv und wird von den Befragten als größte Barriere, aber auch als Lernziel wahrgenommen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

