Diplomarbeit, 2004
180 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Die bisherigen Regelungen von Rabattgesetz und Zugabeverordnung
2.1 Wettbewerbsrecht
2.1.1 Geschichte des Wettbewerbsrechts
2.1.2 Einführung in das Wettbewerbsrecht
2.2 Entstehung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung
2.3 Rabattgesetz
2.3.1 Begriff des Rabattgesetz
2.3.2 Erlaubte Rabatte
2.4 Zugabeverordnung
2.4.1 Begriff der Zugabeverordnung
2.4.2 Geltungsbereich
2.4.3 Ausnahmetatbestände
3 Gründe für die Aufhebung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung
4 Konditionen und Konditionssysteme im Handel
4.1 Konditionen und Konditionssysteme
4.2 Notwendigkeit und Ziele von Konditionssystemen
4.3 Umsetzung neuer Konditionssysteme
4.4 Konditionssysteme früher und heute
4.5 Missverständnis oder Promotion, der Fall C&A
5 Einkaufsverhalten der Konsumenten
5.1 Definition und Abgrenzung
5.2 Kaufentscheidungsprozesse
5.2.1 Typologien des Entscheidungsverhaltens
5.2.2 Entscheidungen mit stärkerer kognitiver Kontrolle
5.2.3 Entscheidungen mit geringerer kognitiver Kontrolle
5.2.3.1 Habitualisiertes Entscheidungsverhalten
5.2.3.2 Impulsives Entscheidungsverhalten
5.3 Externe Einflussfaktoren des Konsumentenverhaltens
5.3.1 Soziale Einflussfaktoren
5.3.2 Situative Einflussfaktoren
5.3.3 Ökonomisch geprägte Einflussfaktoren
5.3.3.1 Beeinflussung der Konsumenten durch den Anbieter
5.3.3.2 Wirtschafts- und Verbraucherpolitik
5.3.3.3 Konsumklima
5.4 Psychologische Bedeutung des Preises bei der Produktgestaltung
5.4.1 Information oder weiterer Produktvorteil?
5.4.2 Preisänderungen
5.4.3 Die Wahrnehmung von Preisen
5.4.3.1 Preisschwelle
5.4.3.2 Preisfiguren- und Preisrundungseffekt
5.4.3.3 Eckartikeleffekt
5.4.3.4 Preisfärbungseffekt
5.4.4 Preisverankerungseffekte
5.4.5 Gewinne und Verluste durch Produktpreise
6 Wichtige Marketinginstrumente nach der Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung
6.1 Begriff der Kundenbindung
6.2 Einstellung zu der Abschaffung des Rabattgesetzes
6.3 Preis- und Konditionspolitik
6.3.1 Rabatte, welche die Anbieter von sich aus gewähren
6.3.1.1 Systematisierung der Rabattsysteme
6.3.1.2 Kritische Betrachtung der Rabatte
6.3.2 Rabatte, die beim Handeln gewährt werden
6.3.3 Rabattbonussysteme im Internet
6.3.4 Couponing
6.3.4.1 Begriff der Coupons
6.3.4.2 Coupon-Merkmale
6.3.4.3 Chancen und Risiken der Coupon-Aktionen für die Anbieter
6.3.5 Vergabe von Zugaben
6.4 Zusätzlicher Kundenservice
6.5 Kundenclubs
6.6 Kundenkarten
6.6.1 Begriff und Systematisierung der Kundenkarte
6.6.2 Kundenkarten aus Sicht des Anbieters
6.6.3 Kundenkarten aus Sicht des Nachfragers
6.6.4 Kritische Auseinandersetzung von PAYBACK
7 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich die Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung im Jahr 2001 auf das Verhalten von Anbietern und Nachfragern im deutschen Handel ausgewirkt hat, wobei ein besonderer Fokus auf moderne Instrumente der Kundenbindung liegt.
6.5 Kundenclubs
Unter Kundenclubs ist die Vereinigung von tatsächlichen und potentiellen Kunden bestimmter Produkte bzw. Marken, die von den Herstellern als auch Handelsbetrieben ins Leben gerufen werden, zu verstehen. Von ihnen (Kundenclubs) geht eine immense Kundenbindung aus und dadurch werden eventuelle Nachfolgekäufe sichergestellt. Dieses wird versucht zu erreichen, indem dem Kunden nur durch die Mitgliedschaft der Zugang zu einem Bündel exklusiver Leistungen (wie z.B. zeitsparende, informationsselektive und geldwerte Vorteile wie beispielsweise Hotlines, Datenbanken und Sonderkonditionen) eröffnet wird und ferner soziale Bedürfnisse befriedigt werden.
Dies geschieht indem man nach innen ein bestimmtes Gefühl der Zusammengehörigkeit und Sicherheit aufkommen lässt. Dieses „Wir-Gefühl“ wirkt aber auch nach außen und signalisiert Verbundenheit, das von anderen potentiellen Kunden als Zufriedenheit mit Produkt und Marke wahrgenommen wird. Auf diese Art und Weise wird bei vielen Nicht-Mitgliedern hier ein Nachahmungsverhalten ausgelöst, welches auch als „Multiplikatoreneffekt“ bezeichnet werden kann und die Kundengewinnung bzw. das Neukundengeschäft betrifft.
Ziel von Kundenclubs auf der Seite des Unternehmens ist es, auf Grundlage dieser emotionalen Bindung ein einheitliches Konzept unterschiedlicher Kundenbindungsmaßnahmen sowie eine regelmäßige und dauerhafte Kommunikation aufzubauen.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung der Arbeit vor, insbesondere die Auswirkungen des Wegfalls des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung auf das moderne Marketing.
2 Die bisherigen Regelungen von Rabattgesetz und Zugabeverordnung: Bietet einen Überblick über die historische Rechtslage im deutschen Wettbewerbsrecht vor der Liberalisierung im Jahr 2001.
3 Gründe für die Aufhebung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung: Analysiert die Hintergründe der Gesetzesaufhebung, vor allem die Notwendigkeit der Anpassung an EU-Richtlinien und die Stärkung deutscher Wettbewerber.
4 Konditionen und Konditionssysteme im Handel: Erläutert die Notwendigkeit neuer Konditionssysteme als Instrument der Kundenbindung nach der Abschaffung der alten Preisregulierungen.
5 Einkaufsverhalten der Konsumenten: Untersucht tiefgreifend die psychologischen und sozialen Einflussfaktoren, die das Konsumentenverhalten und die Preiswahrnehmung steuern.
6 Wichtige Marketinginstrumente nach der Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung: Detaillierte Darstellung von Kundenbindungsmaßnahmen wie Couponing, Kundenkarten und Kundenclubs sowie deren Vor- und Nachteile aus Anbieter- und Konsumentensicht.
7 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die langfristigen Folgen der Rabattschlacht sowie das wachsende Spannungsfeld zwischen Kundenbindung und Datenschutz.
Rabattgesetz, Zugabeverordnung, Kundenbindung, Konsumentenverhalten, Preispolitik, Marketinginstrumente, Couponing, Kundenkarten, Kundenclubs, Preiswahrnehmung, Wettbewerbsrecht, Kaufentscheidung, Datennutzung, PAYBACK, Rabattschlacht.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Aufhebung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung in Deutschland im Jahr 2001 auf die Marketingstrategien von Unternehmen und das tatsächliche Einkaufsverhalten der Konsumenten.
Zu den Schwerpunkten gehören das deutsche Wettbewerbsrecht, die psychologischen Grundlagen des Kaufentscheidungsverhaltens und die praktische Umsetzung moderner Kundenbindungsinstrumente.
Ziel ist es, den Nutzen und die Folgen der Deregulierung des Preisrechts sowohl aus der Sicht der Anbieter als auch aus der Perspektive der Verbraucher wissenschaftlich zu durchleuchten.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse führten die Verfasserinnen eigene empirische Umfragen unter Konsumenten sowie unter Anbietern in Osnabrück durch, um die Praxisrelevanz der Theorie zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Konsumentenverhaltens sowie in eine detaillierte Untersuchung konkreter Marketinginstrumente wie Couponing, Kundenclubs und Kundenkarten.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Kundenbindung, Preispolitik, Konsumentenverhalten und die rechtlichen Aspekte des Wettbewerbs in Deutschland nach 2001 definiert.
Die Arbeit kritisiert ausführlich die Sammlung sensibler Daten durch Systeme wie PAYBACK und beleuchtet die wachsende Problematik des „gläsernen Kunden“ im Zuge intensiverer Kundenbindung.
Die Studie zeigt, dass Händler verstärkt zu Rabatten greifen, um Kunden zu binden, wobei jedoch die Gefahr eines Qualitätsverlusts bei den Produkten durch Kosteneinsparungen in der Produktion thematisiert wird.
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