Diplomarbeit, 2002
155 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 OUTPLACEMENT-BERATUNG IN DER PRAXIS
2.1.1 Verbreitungsgrad und Relevanz von Outplacement
2.1.2 Nutzen von Outplacement
2.1.3 Outplacement-Projekt-Design
2.1.4 Erfolgsbilanz und Evaluation von Outplacement-Massnahmen
2.1.5 Fazit: Outplacement in der Praxis
2.2 OUTPLACEMENT IN DER THEORIE
2.2.1 Arbeitsplatzverlust und seine psychosozialen Folgen
2.2.2 Outplacement als Instrument der Personalfreisetzung
2.2.3 Historie des Outplacement
2.2.4 Definition und Beschreibung von Outplacement
2.2.5 Stand der Forschung zum Thema Outplacement
2.2.5.1 Bisherige Untersuchungen
2.2.5.2 Phasenmodelle
2.2.5.3 Konzepte der Stressforschung
2.2.6 Fazit: Outplacement in der Theorie
2.3 THEORETISCHER FUNDIERUNGSVERSUCH VON OUTPLACEMENT-BERATUNG
2.3.1 Die Tätigkeitstheorie Leontjew`s und Rubinstein`s
2.3.2 Ausgangsüberlegungen zur Adaptation des tätigkeitstheoretischen Modells
2.2.3 Modell zur tätigkeitstheoretischen Fundierung von Outplacement
2.3.4 Implikationen des Analysemodells für die Trennungsberatung
2.3.5 Fazit des theoretischen Fundierungsversuchs von Outplacement
2.4 ZUSAMMENFASSUNG UND WEITERES VORGEHEN
3 Methodik
3.1 UNTERSUCHUNGSPLANUNG UND UNTERSUCHUNGSMETHODEN
3.1.1 Ziele und Fragestellungen der Untersuchung
3.1.2 Art und Methoden der wissenschaftlichen Untersuchungen
3.1.3 Operationalisierung und Messinstrumente
3.2 PRAKTISCHES UNTERSUCHUNGSFELD
3.3 STICHPROBEN UND DURCHFÜHRUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN
4 Ergebnisse
4.1 FRAGEBOGEN AN OUTPLACEMENT-BERATUNGSUNTERNEHMEN
4.1.1 Stichprobencharakteristika
4.1.2 Darstellung des Beratungsangebotes
4.1.3 Ausgewählte Ergebnisse der Befragung der Outplacement-Firmen
4.2 ERHEBUNG VON ERLEBENS- UND VERHALTENSDATEN ENTLASSENER MITARBEITER
4.2.1 Stichprobencharakteristika
4.2.2 Einschätzung des Erlebens nach der Entlassungsmitteilung
4.2.3 Das Verhalten nach der Entlassungsmitteilung
4.2.4 Einflussfaktoren auf Kündigungserleben und -verhalten
4.2.5 Zusammenhang von Erleben und Verhalten
5 Diskussion und Ausblick
5.1 THEORETISCHE ADAPTATION
5.2 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN
5.2.1 Diskussion der Befragungsergebnisse
5.2.2 Beurteilung der Qualität der Erhebungsinstrumente
5.3 FAZIT
5.3.1 Gestaltungsempfehlungen
5.3.2 Vorschlag zur Entwicklung eines Evaluationsinstruments
5.4 AUSBLICK
6 Literaturverzeichnis
Anhang
ANHANG A: FRAGEBOGEN ZUM ANGEBOT VON OUTPLACEMENT-BERATUNG
ANHANG B: FRAGEBOGEN ZUR EINSCHÄTZUNG VON PRIMÄREMOTIONEN
Die vorliegende Arbeit untersucht Outplacement als berufliche Trennungsberatung und zielt darauf ab, diese bisher wissenschaftlich unzureichend fundierte Dienstleistung durch einen tätigkeitstheoretischen Zugang theoretisch zu untermauern, um so Anstöße für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Freisetzungsproblematik zu geben und Empfehlungen für die Gestaltung und Evaluation von Outplacement-Maßnahmen abzuleiten.
Outplacement als Instrument der Personalfreisetzung
Outplacement als ein Instrument der externen Personalfreisetzung beschäftigt sich mit der Trennung von Individuum und Organisation und den vielfältigen damit verbundenen Konsequenzen für alle Beteiligten. Unter Outplacement wird dabei ein Konzept verstanden, das im Rahmen des Personalabbaus sowohl für die betroffenen Arbeitnehmer als auch für das Unternehmen negative Folgewirkungen der Trennung vermeiden oder zumindest lindern soll. Outplacement-Beratung versucht hierbei, ausgehend von einer systematischen Analyse sowohl der unternehmens- als auch der mitarbeiterbezogenen Konsequenzen von Entlassungen, Empfehlungen für eine einvernehmliche Trennung zu geben. Grundidee und Ziel von Outplacement-Massnahmen ist es, den Personalabbau so zu gestalten, dass sowohl die negativen Effekte für die Organisation als auch für den betroffenen Mitarbeiter reduziert werden.
Dabei soll der Trennungsablauf beschleunigt werden, wobei für den freigesetzten Mitarbeiter gilt, je besser er seine Krisensituation sowohl in psychischer als auch praktischer Hinsicht meistert, desto professioneller und erfolgreicher bewegt er sich bei seiner beruflichen Neupositionierung.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Arbeitsplatzabbau und die Rolle von Outplacement als weitgehend atheoretische Personal-Dienstleistung sowie Vorstellung der zentralen Forschungsziele.
2 Theoretischer Hintergrund: Umfassende Aufarbeitung der Praxis von Outplacement, bestehender theoretischer Ansätze (Stressforschung, Phasenmodelle) und der Versuch einer tätigkeitstheoretischen Fundierung.
3 Methodik: Beschreibung der Untersuchungsplanung und der beiden empirischen Studien: eine Firmenbefragung sowie eine Befragung entlassener Mitarbeiter.
4 Ergebnisse: Darstellung der Daten aus der Befragung von Outplacement-Anbietern sowie der Erhebung von Erlebens- und Verhaltensdaten von entlassenen Mitarbeitern im zeitlichen Verlauf.
5 Diskussion und Ausblick: Interpretation der Ergebnisse im Lichte des tätigkeitstheoretischen Modells, Ableitung von Gestaltungsempfehlungen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Outplacement, Personalfreisetzung, Tätigkeitstheorie, Arbeitsplatzverlust, Transitions-Aufgabe, Trennungsberatung, berufliche Neuorientierung, Stressforschung, Evaluationskriterien, berufliche Transition, betriebliche Entlassung, berufliche Neupositionierung.
Die Arbeit untersucht Outplacement als eine Form der Trennungsberatung bei betrieblichen Entlassungen und bemüht sich, diese Dienstleistung theoretisch fundierter zu erklären als es in der bisherigen, primär praxisorientierten Literatur geschah.
Zentrale Themen sind die psychologischen Folgen von Arbeitsplatzverlust, die Gestaltung von Trennungsprozessen in Unternehmen und die wissenschaftliche Fundierung von Outplacement-Beratung durch einen tätigkeitstheoretischen Ansatz.
Das Hauptziel besteht darin, die Outplacement-Thematik wissenschaftlich zu erschließen, ein theoretisches Analysemodell auf Basis der Tätigkeitstheorie zu entwickeln und daraus praxisrelevante Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.
Die Arbeit kombiniert eine ausführliche Literaturanalyse mit zwei empirischen Untersuchungen: einer schriftlichen Befragung von 115 Outplacement-Anbietern sowie einer Längsschnittstudie mit 47 entlassenen Mitarbeitern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Trennungsprozessen auf Basis von Leontjew und Rubinstein, eine methodische Beschreibung der Erhebungen und die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Outplacement, Tätigkeitstheorie, Arbeitsplatzverlust, berufliche Transition und Trennungsberatung charakterisiert.
Die Untersuchung der entlassenen Mitarbeiter stützte die Annahme eines phasentypischen Verlaufs: Emotionen wie Angst und Wut nahmen über den Erhebungszeitraum tendenziell ab, während Freude und Vertrauen anstiegen und die Bewerbungsaktivität zunahm.
Die Arbeit bietet eine notwendige theoretische Fundierung und erweitert den meist auf reine Vermittlungsdaten konzentrierten Blick um qualitative Kriterien wie das Erleben und Verhalten Betroffener sowie deren psychologische Bedürfnisse.
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