Diplomarbeit, 1998
128 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Psychologische Eignungsdiagnostik in der Personalauswahl
2.1.1 Grundzüge psychologischer Eignungsdiagnostik
2.1.2 Eignungsdiagnostische Einzelverfahren
2.1.3 Die Assessment-Center-Technik
2.1.4 Fazit
2.2 Die eignungsdiagnostische Situation in der Personalauswahl
2.2.1 Kennzeichen der eignungsdiagnostischen Situation
2.2.2 Die Perspektive der Bewerber
2.2.3 Fazit
2.3 Das Bewerbererleben in der Personalauswahl
2.3.1 Frühe Forschung zum Bewerbererleben
2.3.2 Das Konzept der sozialen Validität
2.3.3 Stand der Forschung zum Bewerbererleben und der sozialen Validität
2.4 Zusammenfassung
3 Methodischer Hintergrund
3.1 Untersuchungsplan und Untersuchungsmethoden
3.1.1 Ziele und Fragestellung der Untersuchung
3.1.2 Untersuchungsdesign und Untersuchungsplan
3.1.3 Operationalisierung und Meßinstrumente
3.2 Untersuchungsfeld
3.2.1 Merkmale der Institution
3.2.2 Das Personalauswahlverfahren der Institution
3.2.3 Das Bestreben der Institution nach einer sozial validen Personalauswahl
3.3 Die Stichprobe
3.4 Untersuchungsdurchführung
4 Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Beobachtung
4.2 Befragung
4.2.1 Stichprobencharakteristika
4.2.2 Einschätzung der sozialen Validität durch die Bewerber
4.2.3 Atmosphäre, Kompetenz, Echtheit des Verhaltens, Belastung
4.2.4 Beliebtheit der einzelnen Auswahlinstrumente
4.3.5 Freie Antworten
4.2.6 Meinung der Bewerber zur Befragung
4.3.7 Einflußfaktoren des Bewerbererlebens
4.2.8 Testtheoretische Analyse des Fragebogens
4.3 Verbindung von Beobachtung und Befragung
5 Diskussion und Ausblick
5.1 Beobachtung
5.2 Befragung
5.2.1 Repräsentativität der Stichprobe
5.2.2 Befragungsergebnisse und Verbindung mit den Beobachtungsergebnissen
5.2.3 Beurteilung der Qualität des Fragebogens
5.3 Resümee
5.4 Ausblick
Die Arbeit evaluiert ein Personalauswahlverfahren für Entwicklungshelfer unter dem Aspekt des Bewerbererlebens. Ziel ist es, auf Basis des Konzepts der sozialen Validität Handlungshinweise zur Optimierung der Personalauswahlarbeit im Sinne einer Kontrollierten Praxis abzuleiten.
Die eignungsdiagnostische Situation in der Personalauswahl
Herriot (1989) beklagt, daß die eignungsdiagnostischen Instrumente der Personalauswahl zu oft isoliert von der sozialen Situation und damit ihrem Einsatzort betrachtet werden. Es wird zuwenig berücksichtigt, daß mit dem Einsatz von Auswahlinstrumenten stets wenigstens zwei Personen in Kontakt treten, ein Bewerber und ein Instrumentenanwender. Damit ergibt sich im Sinne Goffmans (1964) zwangsläufig eine soziale Situation, da „a social situation arises whenever two or more individuals find themselves in one another’s immediate presence, and it lasts until the next-to-last person leaves“ (p. 135).
Vor dem Hintergrund, daß kaum Überblicke und Vorstellungen zu Gestaltungserfordernissen und -möglichkeiten der Auswahlsituation existieren (Eckardt & Schuler, 1992), wird hier zuerst eine Beschreibung der Besonderheiten dieser eignungsdiagnostischen Situation gegeben.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Personalauswahl als komplexer, zweiseitiger Prozess und Zielsetzung der Studie.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der psychologischen Eignungsdiagnostik, der Besonderheiten der Auswahlsituation und des Konzepts der sozialen Validität.
3 Methodischer Hintergrund: Erläuterung des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebungsinstrumente und des Untersuchungsfelds innerhalb der Institution.
4 Ergebnisse der Untersuchung: Ausführliche Darstellung der Beobachtungs- und Befragungsdaten sowie deren testtheoretische Überprüfung.
5 Diskussion und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Ableitung von Handlungsempfehlungen und Aufzeigen weiterführender Forschungsfragen.
Personalauswahl, Soziale Validität, Bewerbererleben, Assessment Center, Eignungsdiagnostik, Personalmarketing, Kontrollierte Praxis, Situationsdeterminanten, Transparenz, Partizipation, Kommunikation, Information, Organisationspsychologie, Feldstudie, Personelle Entwicklungszusammenarbeit.
Die Arbeit untersucht das Personalauswahlverfahren für Entwicklungshelfer bei einer nicht profitorientierten Institution unter dem spezifischen Aspekt, wie Bewerber die Auswahlsituation psychologisch erleben.
Das zentrale Themenfeld ist das Konzept der sozialen Validität, das als Rahmen dient, um die Akzeptanz und Qualität eignungsdiagnostischer Situationen aus Sicht der Bewerber zu bewerten.
Ziel ist es, das Personalauswahlverfahren zu evaluieren und durch die gewonnenen Erkenntnisse konkrete Handlungshinweise zur Optimierung der Personalauswahlarbeit im Sinne der "Kontrollierten Praxis" zu formulieren.
Es handelt sich um eine explorative organisationspsychologische Feldstudie, die einen kombinierten methodischen Ansatz verfolgt: Dokumentenrecherche, teilnehmende Beobachtung (mittels Beobachtungs-Checkliste) und eine standardisierte Befragung der Bewerber.
Der Hauptteil gliedert sich in den theoretischen Hintergrund (Eignungsdiagnostik, soziale Validität), den methodischen Rahmen, die detaillierte Ergebnispräsentation (Beobachtung und Befragung) sowie die Diskussion der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Personalauswahl, soziale Validität, Bewerbererleben, Assessment Center und Organisationspsychologie.
Die Ergebnisse zeigen ein durchweg positives Erleben bezüglich Kommunikation und Partizipation; allerdings werden Mängel bei der Information über Tätigkeiten und bei der Transparenz in Einzelgesprächen kritisch hervorgehoben.
Der Begriff dient als Maßstab für die Optimierung: Praktisches Handeln in der Personalauswahl soll evaluiert, begründet und legitimiert werden, um die Qualität der Auswahlergebnisse zu steigern.
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