Diplomarbeit, 2003
120 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1 Aufgabenstellung
1.1.1 Inhalt der Arbeit
1.1.2 Abgrenzung und Definition des Financial Planning
1.2 Der Vermögensverwaltungsmarkt in USA und Europa
1.2.1 Finanz- und sozialpolitische Rahmenbedingungen
1.2.2 Das Marktpotential in Deutschland
2. DIE SPIELER AUF DEM VERMÖGENSVERWALTUNGSMARKT
2.1 Die Nachfrageseite des Financial Planning
2.1.1 Anlegerkategorien
2.1.2 Ziele und Nutzen der Anleger
2.2 Die Angebotsseite des Financial Planning
2.2.1 Das Angebotsspektrum
2.2.2 Warum Financial Planning?
2.2.3 Qualitätsanforderungen an Financial Planner
2.2.3.1 Aus- u. Weiterbildung zum Financial Planner
2.2.3.2 Die neue EU-Vermittler-Richtlinie
2.2.3.3 Haftung und gesetzlicher Rahmen für Financial Planner
2.2.4 Entlohnungsformen
2.3 Wer sorgt für die Einhaltung der Spielregeln?
3. PROZESS UND INHALT DES FINANCIAL PLANNING
3.1 Der Beratungsprozess im Überblick
3.2 Datenaufnahme
3.3 Analyse des Status quo
3.3.1 Die Private Bilanz
3.3.2 Die Private Gewinn- und Verlustrechnung
3.3.3 Chancen- und Risikoanalyse
3.4 Das individuelle Finanzkonzept
3.4.1 Grundlegendes zum Finanzkonzept
3.4.2 Optimierung des Vermögens
3.4.3 Optimierung der Risikovorsorge
3.4.4 Optimierung des Cash Flows
3.5 Konzeptumsetzung und regelmäßiges Update
4. PORTFOLIO MANAGEMENT THEORIE IM FINANCIAL PLANNING
4.1 Was ist ein Portfolio?
4.2 Investmentphilosophien und -stile
4.3 Performance
4.3.1 Die Rendite
4.3.2 Risiko
4.3.3 Liquidität
4.3.4 Zeithorizont
4.3.5 Inflation
4.4 Asset Allocation und effiziente Portfolios
4.5 Portfolio-Insurance
4.6 Portfolio Management Theorie im Berateralltag
5. BERATUNGSQUALITÄT DER FINANZDIENSTLEISTER
5.1 Beurteilungskriterien
5.2 Beratungsqualität bei Banken
5.3 Beratungsqualität bei privaten Finanzdienstleistern
5.4 Beratungsqualität bei Versicherungen
5.5 Für jeden Kunden der richtige Finanzdienstleister
6. DIE ZUKUNFT DES FINANCIAL PLANNING
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Konzept des "Financial Planning" in Abgrenzung zur traditionellen Finanzberatung zu definieren und den Prozess sowie die Inhalte einer ganzheitlichen Vermögensberatung darzustellen. Dabei wird untersucht, wie private Haushalte ihre finanzielle Situation optimieren können, wobei die Verzahnung von Finanzplanung, Risikovorsorge und moderner Portfoliomanagement-Theorie im Vordergrund steht, um eine kundenorientierte und nachhaltige Beratungspraxis zu evaluieren.
3.4.2 Optimierung des Vermögens
Im Mittelpunkt der Vermögensstrukturierung steht natürlich die möglichst optimale Erfüllung der finanziellen Ziele des Kunden. Erst wenn diese ausreichend gesichert sind kann an den weiteren Vermögensaufbau gedacht werden. Im Folgenden sollen keine konkreten Anlageziele besprochen werden, sondern zur allgemeinen Vermittlung der Optimierung wird das Schichtenmodell von Klaus Spremann herangezogen. Auch in der Praxis erleichtert eine derartige Aufspaltung des Vermögens die Arbeit des Finanzplaners und erhöht die Übersichtlichkeit. Dieses Modell teilt das Gesamtvermögen in das reservierte Vermögen und das freie Vermögen. Unter dem reservierten Vermögen wird der Teil verstanden, der bereits für einen konkreten Zweck verplant ist, also für die Erfüllung der Ziele.
Natürlich ist das reservierte Vermögen stets so anzulegen, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden können. Unter freiem Vermögen werden die Vermögensbestandteile verstanden, für die zum Zeitpunkt der Zielformulierung noch kein spezifischer Verwendungszweck definiert werden kann. Für das freie Vermögen ist es sinnvoll, das Kapital ertragsorientiert, aber unter Berücksichtigung der Risikotoleranz des Kunden anzulegen. Durch das Fehlen eines konkreten Verwendungszeitpunktes kann damit auch ein höheres Wertschwankungsrisiko akzeptiert werden. Es besteht so zu sagen, die Möglichkeit Verluste „auszusitzen“. Wichtig ist allerdings, nicht alle freien Bestandteile des Vermögens mit dem gleichen Anlagehorizont anzulegen, da es die Lebensumstände erforderlich machen können, vom freien in reserviertes Vermögen umzuschichten.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Aufbau der Arbeit und Definition des Financial Planning als kundenorientierter Prozess.
2. DIE SPIELER AUF DEM VERMÖGENSVERWALTUNGSMARKT: Analyse der Akteure, der Nachfragesegmente sowie der Anbietergruppen und deren regulatorischen Rahmenbedingungen.
3. PROZESS UND INHALT DES FINANCIAL PLANNING: Detaillierte Beschreibung der Phasen des Financial Planning, von der Datenerfassung über die Analyse bis hin zur Optimierung und Umsetzung.
4. PORTFOLIO MANAGEMENT THEORIE IM FINANCIAL PLANNING: Anwendung theoretischer Konzepte wie Performance, Risikoanalyse und Portfoliokonstruktion im praktischen Beratungsumfeld.
5. BERATUNGSQUALITÄT DER FINANZDIENSTLEISTER: Kritische Bewertung und Qualitätsvergleich zwischen Banken, privaten Finanzdienstleistern und Versicherungen anhand definierter Kriterien.
6. DIE ZUKUNFT DES FINANCIAL PLANNING: Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung der Beratungsqualität hin zu einem honorarbasierten, ganzheitlichen Ansatz.
Financial Planning, Portfoliomanagement, Vermögensberatung, Anlegerkategorien, Risikomanagement, Honorarberatung, Provisionsgeschäft, Asset Allocation, Altersvorsorge, Finanzplanung, Banken, Versicherungen, Kundenbindung, Lebenszyklus, Finanzanalyse.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Theorie und Praxis des "Financial Planning" als ganzheitliche Methode der privaten Finanzberatung in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Marktteilnehmer, dem Beratungsprozess, der Anwendung der Portfoliomanagement-Theorie auf Privathaushalte sowie dem qualitativen Vergleich verschiedener Finanzdienstleister.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein systematischer Planungsprozess Kunden bei der Erfüllung finanzieller Wünsche unterstützen kann und warum dieser Ansatz gegenüber einer produktorientierten Beratung vorteilhaft ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur sowie einer qualitativen Analyse der Marktpraxis, inklusive Experteninterviews und empirischen Studien zur Beratungsqualität.
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen des Finanzplanungsprozesses, die Integration von Portfoliomanagement-Theorie und die kritische Bewertung der Anbietergruppen (Banken, Versicherungen, unabhängige Berater).
Die wichtigsten Begriffe sind Financial Planning, Vermögensoptimierung, Risikomanagement, Honorarberatung, Portfoliomanagement und Anlegerbedürfnisse.
Der Autor kritisiert die dort vorherrschende produktorientierte Beratung und mangelnde ganzheitliche Ausrichtung, die häufig durch das Provisionsinteresse der Bank dominiert wird.
Die Honorarberatung ermöglicht eine Trennung von Beratung und Produktverkauf, wodurch Interessenkonflikte minimiert werden und eine neutralere, objektiv an den Kundeninteressen orientierte Strategie möglich wird.
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