Bachelorarbeit, 2013
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Mitarbeiterzufriedenheit
2.1.1 Motivationstheorie
2.1.2 Messbarkeit
2.1.3 Einflussfaktoren
2.2 Demokratie
2.2.1 Direkte Demokratie
2.2.2 Repräsentative Demokratie
2.2.3 Liquid Democracy und Delegated Voting
2.3 Unternehmensführung
2.3.1 Wertorientierter Ansatz
2.3.2 Sozialorientierter Ansatz
2.3.3 Mischformen
2.4 Organisationstheorie
2.4.1 Entscheidungsprozessorientierter Ansatz
2.4.2 Systemtheoretischer Ansatz
3 Fallbeispiel
3.1 Geschäftsbereiche
3.2 Organisation
3.3 Wirtschaftliche Situation
4 Potentialanalyse
4.1 Vorbedingungen
4.1.1 Anforderungen an Organisationen
4.1.2 Anforderungen an IT-Systeme
4.2 Ausgangssituation
4.2.1 Analyse der Unternehmenssituation
4.2.2 Bestehende IT-Systeme
4.3 Zielvorgaben
4.3.1 Mitarbeiterzufriedenheit
4.3.2 Organisationsstruktur
4.3.3 Technologie
4.4 Evaluation
4.4.1 Definition und Gewichtung der Bewertungskriterien
4.4.2 Vergleich der IT-Systeme
4.5 Bewertung der Ergebnisse
4.6 Ausblick und offene Punkte
5 Chancen und Risiken
6 Resumee
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Potential einer IT-gestützten Demokratisierung in Unternehmen als Instrument zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Ziel ist es, die Voraussetzungen für demokratische Entscheidungsprozesse zu identifizieren und zu analysieren, inwiefern Partizipations-Software wie LiquidFeedback oder Adhocracy zur Mitbestimmung in einer hierarchisch geprägten Unternehmensstruktur beitragen kann.
2.2.3 Liquid Democracy und Delegated Voting
Als Mischform aus direkter und repräsentativer Demokratie lässt sich das Delegated Voting beschreiben. „Hierbei handelt es sich um ein Grundprinzip von Liquid Democracy“49, dessen Wesenskern es ist, demokratische Beteiligung zu fördern und zu dynamisieren. Es „beschreibt die Möglichkeit, als Teilnehmer für einzelne Initiativen, Themenfelder oder für alle Abstimmungen seine Stimme [...] zu delegieren, also jemand anderem zu übertragen“50. Diese Delegationen können jedoch „jederzeit wieder entzogen und gegebenenfalls neu delegiert werden“51. Abbildung 5 verdeutlicht schematisch mögliche Delegationswege und daraus resultierende Stimmenansammlungen. Den begleitenden Prozess der Entscheidungsfindung wird hier jedoch nicht betrachtet.
1 Einleitung: Vorstellung des Problemfeldes sinkender Mitarbeiterzufriedenheit und Einführung in das Thema der IT-gestützten Unternehmensdemokratisierung.
2 Grundlagen: Erläuterung der theoretischen Basis, bestehend aus Motivationstheorien, Demokratieformen, Ansätzen der Unternehmensführung und Organisationstheorien.
3 Fallbeispiel: Beschreibung eines fiktiven mittelständischen Dienstleistungsunternehmens, das als Grundlage für die praktische Potentialanalyse dient.
4 Potentialanalyse: Detaillierte Untersuchung der Voraussetzungen, Ausgangssituation und Zielvorgaben, gefolgt von einer evaluativen Nutzwertanalyse verschiedener Partizipationssysteme.
5 Chancen und Risiken: Zusammenführende Analyse der Vor- und Nachteile sowie kritische Reflexion des Demokratiemodells im unternehmerischen Kontext.
6 Resumee: Abschließende Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Eignung IT-gestützter Partizipationsinstrumente.
Mitarbeiterzufriedenheit, Unternehmensdemokratie, Partizipations-Software, Liquid Democracy, Delegated Voting, Nutzwertanalyse, Unternehmenskultur, Change Management, Motivationstheorie, Innovationskraft, Organisationstheorie, Entscheidungsfindung, Transparenz, Partizipation, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der Demokratisierung von Unternehmen mittels IT-gestützter Systeme (Partizipations-Software), um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.
Die Arbeit verbindet Aspekte der Arbeitspsychologie (Motivation), der Betriebswirtschaftslehre (Unternehmensführung/Organisation) und der Informatik (Partizipations-Systeme).
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie durch moderne IT-Werkzeuge demokratische Prozesse in gewinnorientierten Unternehmen realisiert werden können, um so die Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft zu fördern.
Der Autor kombiniert theoretische Grundlagenanalysen mit einer strukturierten Nutzwertanalyse, um vier verschiedene IT-Systeme (Adhocracy, LiquidFeedback, Votorola, Liquidizer) zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung, die detaillierte Beschreibung eines Fallbeispiels sowie eine systematische Potentialanalyse und Evaluation der Software-Lösungen.
Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterzufriedenheit, Partizipations-Software, Liquid Democracy, Change Management und Unternehmensdemokratie.
LiquidFeedback (7,37 Punkte) und Votorola (7,19 Punkte) erzielen die besten Ergebnisse in der Nutzwertanalyse, während Liquidizer mit 4,59 Punkten deutlich schwächer bewertet wird.
Der Autor betont, dass IT-Systeme allein nicht ausreichen. Ein langfristiges, intensives Change Management ist zwingend erforderlich, um Ängste abzubauen und die Unternehmenskultur aktiv zu transformieren.
Der Faktor "Partizipation" fungiert als zentrales Bindeglied, da er die Brücke zwischen den Anforderungen der Unternehmensdemokratie und den Funktionen der eingesetzten Software schlägt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Chancen einer IT-gestützten Demokratisierung die Risiken überwiegen, sofern eine gut durchdachte Umsetzung erfolgt, die auch die spezifischen Rahmenbedingungen des Unternehmens berücksichtigt.
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