Diplomarbeit, 2011
132 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Allgemein
1.2 Zielsetzung/Problemstellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Sportartanalyse im Fußball
2.1.1 Anforderungsprofil
2.1.2 Belastungsprofil
2.1.3 Leistungsstrukturmodell
2.2 Schnelligkeit und deren Bedeutung im Fußball
2.2.1 Motorische Schnelligkeit
2.2.2 Informatorische Schnelligkeit
2.3 Schnelligkeitsdiagnostik
2.4 Handlungsschnelligkeit
2.5 Zwischenfazit
3 Untersuchungsmethodik und Versuchsdurchführung
3.1 Merkmalsstichprobe und Forschungsmethode
3.1.1 Azyklischer Sprint- und Dribblingtest mit Lichtschranken
3.1.2 Passtest auf Lichtsignale
3.2 Personenstichprobe
3.3 Datenverarbeitung
3.4 Versuchsdurchführung
4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
4.1 Objektivität/Reliabilität der Handlungsschnelligkeitstests
4.1.1 Gesamtgruppe
4.1.2 Untergruppen
4.2 Statistische Kennzahlen und Validität der Handlungsschnelligkeitstests
4.2.1 Gesamtgruppe
4.2.2 Untergruppen
5 Diskussion
5.1 Methodendiskussion
5.2 Ergebnisdiskussion
6 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Evaluierung der entwickelten Testverfahren zur Messung der fußballspezifischen Handlungsschnelligkeit unter Berücksichtigung komplexer Auswahlreaktionen hinsichtlich ihrer Gütekriterien. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Reliabilität und Validität der Verfahren sowie auf die Unterscheidungsfähigkeit der Testergebnisse zwischen leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Spielern.
2.2.1 Motorische Schnelligkeit
Die motorische Schnelligkeit lässt sich in reine und komplexe Erscheinungsformen unterteilen (Grosser & Renner, 2007). Als „reine“ Formen der Schnelligkeit gelten Reaktions-, Aktions-, Frequenzschnelligkeit. Zu den „komplexe“ Formen zählen Schnellkraftausdauer, Schnellkraft und Sprintausdauer. Die folgende Abbildung veranschaulicht die motorische Schnelligkeit und ihre Erscheinungsformen, die im Anschluss genau erläutert werden:
„Reaktionsschnelligkeit ist die Fähigkeit, auf einen Reiz in kürzester Zeit zu reagieren“ (Weineck, 2010, 610). Sie gehört zu den psychologisch-kognitiv-taktischen Leistungsfaktoren und damit zu der informatorischen Schnelligkeit (vgl. Kapitel 2.4). Grosser & Renner (2007) kommen in der obigen Abbildung bereits an dieser Stelle auf sie zu sprechen, daher soll sie auch hier beschrieben werden. Unterschiede werden einfache Reaktionen (bestimmte Reaktion auf einen bestimmten Reiz) von Auswahlreaktionen (situationsbedingte Reaktion auf einen Reiz). Die Zeitspanne vom Setzen eines Reizes bis zur adäquaten Muskelkontraktion wird als Reaktionszeit bezeichnet und ist der Indikator der Reaktionsschnelligkeit (Grosser & Renner, 2007, 17). Nach Zaciorskij (1992, 52) werden die einzelnen Phasen folgendermaßen beschrieben:
1. Auftreten der Erregung im Rezeptor,
2. Überführung der Erregung an das ZNS,
3. Bildung des effektorischen Signals,
4. Übertragung des Signals an den Muskel und
5. Reizung des Muskels mit Auslösung einer mechanischen Aktivität.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Schnelligkeit im modernen Fußball ein, definiert die Forschungsziele und legt den Aufbau der Arbeit dar.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden das Anforderungsprofil im Fußball, die verschiedenen Schnelligkeitsformen sowie die theoretischen Ansätze der Leistungsdiagnostik ausführlich erläutert.
3 Untersuchungsmethodik und Versuchsdurchführung: In diesem Kapitel werden die angewandten Testverfahren, die Stichprobenbeschreibung sowie die statistischen Auswertungsmethoden detailliert vorgestellt.
4 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Dieser Teil präsentiert die erhobenen Daten, analysiert deren Reliabilität und Validität und interpretiert die Leistungsunterschiede zwischen den Gruppen.
5 Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die Methodik, erörtert Einflussfaktoren auf die Ergebnisse und bewertet die Aussagekraft der Studie.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die wichtigsten Erkenntnisse rekapituliert und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Leistungsdiagnostik gegeben.
Handlungsschnelligkeit, Fußball, Talentdiagnostik, motorische Schnelligkeit, informatorische Schnelligkeit, Reliabilität, Validität, Sprinttest, Dribblingtest, Passtest, Lichtschranken, Auswahlreaktion, Leistungsstrukturmodell, Konditionstraining, sportliche Leistungsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Überprüfung und Evaluierung neuer Testverfahren zur Messung der fußballspezifischen Handlungsschnelligkeit, wobei insbesondere kognitive Auswahlreaktionen integriert werden.
Die Arbeit deckt die Sportartanalyse im Fußball, die theoretischen Grundlagen der Schnelligkeit, die methodische Entwicklung von Techniktests sowie die statistische Validierung dieser Tests ab.
Das Ziel ist es, zu klären, wie reliabel und valide die entwickelten Testverfahren sind und ob sie zuverlässig zwischen leistungsstärkeren und leistungsschwächeren Spielern differenzieren können.
Es handelt sich um eine empirische Studie, die sportmotorische Tests (Sprint-, Dribbling- und Passtests mit Lichtschranken) nutzt und diese mittels statistischer Verfahren (wie Varianzanalyse, Korrelationsanalysen und z-Transformation) auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Test-Methodik sowie die umfangreiche Darstellung und Interpretation der gewonnenen Untersuchungsergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Handlungsschnelligkeit, Talentdiagnostik, Reliabilität, Validität und sportmotorische Tests im Fußball.
Im Gegensatz zu reinen Techniktests fordern die neuen Verfahren die Spieler dazu auf, optische Lichtsignale wahrzunehmen, zu verarbeiten und daraufhin situationsgerechte Entscheidungen motorisch umzusetzen.
Die Reliabilität wird durch die Durchführung von Retests sowie durch die Berechnung der inneren Konsistenz mittels Testhalbierung und Cronbach's Alpha unter Einsatz der Statistiksoftware SPSS sichergestellt.
Die Untersuchung bestätigt, dass mit höherer Spielklasse tendenziell bessere Zeiten erzielt werden, wobei technische Fertigkeiten neben der rein motorischen Schnelligkeit signifikanten Einfluss auf die Testergebnisse haben.
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