Bachelorarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Erlebnispädagogik
2.1 Erfahrung als Resultat des Erlebnisses
2.2 Die Rolle des/der Leiters/in in der Erlebnispädagogik
2.3 Lernen in der Erlebnispädagogik
2.4 Ansätze der Erlebnispädagogik
3. Gesellschaftliche Ursachen für deviantes Verhalten
3.1 Die Sucht nach Erlebnissen – Die Individualisierung der Gesellschaft und der Wandel des Erlebens
3.2 Die Suche nach dem Kick – Die Bedeutung des Erlebnisses für die Jugend
3.3 Anknüpfpunkte für die Erlebnispädagogik
3.4 Erlebnispädagogik – Ein spezieller Ansatz für Jungen?
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial erlebnispädagogischer Maßnahmen zur Förderung devianter Jugendlicher. Dabei wird analysiert, inwiefern die Erlebnispädagogik einen konstruktiven Gegenpol zur modernen Erlebnisgesellschaft bildet und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben sowie bei der (Wieder-)Integration in gesellschaftliche Strukturen unterstützen kann.
2.2 Die Rolle des/der Leiters/in in der Erlebnispädagogik
Die Rolle des/der Gruppenleiters/in im Rahmen von erlebnispädagogischen Maßnahmen ist eine sehr schwierige, da sie nicht nur Leiter/in dieser Maßnahme, sondern in der Regel, zumindest bei mehrtägigen Unternehmungen, auch Teil der Maßnahme sind (vgl. Fürst 2009, S. 95). Walter Fürst hat vier Rollen herausgearbeitet, die ein Gruppenleiter einnehmen können muss:
1. Organisator und Vertreter von Normen und Werten:
In dieser Rolle ist das Leiterteam dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen zu gestalten, sowie die Aktion inhaltlich und formal vorzustrukturieren. Desweiteren hat es dafür Sorge zu tragen, dass die Sicherheit der Teilnehmer/innen gewährleistet wird. Darüber hinaus hat das Leiterteam für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, sowie für die vereinbarten Gruppennormen zu sorgen. In Bezug auf die Werte der einzelnen Leiter/innen sollte sich jedes Mitglied des Leiterteams seiner eigenen Wertmaßstäbe und deren Auswirkungen bewusst sein, da jede Intervention eine bestimmte Lebensweise bevorzugt und eine andere unterdrückt. Dieses Bewusstsein ist wichtig, da das Leiterteam die Teilnehmer/innen bei der Auseinandersetzung mit ihren Entwicklungsaufgaben begleitet und es in der Regel über die Teilnehmer/innen nicht viel weiß. Sowohl das Leiterteam als auch die Teilnehmer/innen befinden sich somit in einem Suchprozess (vgl. ebd., S. 95f).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Verständnis der Erlebnispädagogik, setzt sich mit historischen Vordenkern wie Rousseau und Kurt Hahn auseinander und definiert den Rahmen für die Analyse erlebnispädagogischer Settings bei devianten Jugendlichen.
2. Die Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik, einschließlich der Rolle der Leitung, der Lernphasen sowie verschiedener erlebnispädagogischer Ansätze wie Outward Bound Plus und dem metaphorischen Modell.
3. Gesellschaftliche Ursachen für deviantes Verhalten: Hier wird der Einfluss gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auf Jugendliche analysiert, wobei besonders auf die Erlebnisarmut, die Suche nach dem Kick und spezifische Herausforderungen für Jungen und Mädchen eingegangen wird.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Erlebnispädagogik ein wertvolles präventives und rehabilitatives Instrument für deviante Jugendliche darstellt, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und eine kontinuierliche, beziehungsorientierte Begleitung stattfindet.
Erlebnispädagogik, Deviantes Verhalten, Jugendhilfe, Abenteuer, Erlebniskonsum, Identitätsbildung, Lernphasen, Reflexion, Sozialisation, Gruppendynamik, Selbstwirksamkeit, Geschlechtsspezifische Pädagogik, Individualisierung, Erlebnisgesellschaft, Risikoverhalten
Die Arbeit beschäftigt sich mit der erlebnispädagogischen Arbeit mit devianten Jugendlichen und untersucht, wie dieses pädagogische Feld zur Förderung und Integration dieser Zielgruppe beitragen kann.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik, der Einfluss gesellschaftlicher Strukturen auf das Verhalten von Jugendlichen sowie die didaktische Gestaltung von Abenteuerarrangements.
Ziel ist es zu ergründen, warum Erlebnispädagogik besonders geeignet ist, um Jugendlichen mit deviantem Verhalten neue Lernräume zu eröffnen und ihnen bei der Persönlichkeitsentwicklung zu helfen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit erlebnispädagogischen Konzepten sowie soziologischen Analysen der modernen Gesellschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung erlebnispädagogischer Grundlagen, die Analyse gesellschaftlicher Ursachen für Devianz bei Jugendlichen und die Diskussion spezifischer Ansätze wie der Bedeutung von Risikoverhalten und Geschlechterperspektiven.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erlebnispädagogik, Deviantes Verhalten, Identitätsbildung, Erlebnisarmut und Sozialisation.
Reflexion ist essenziell, um das während einer Aktion Gelernte in den Alltag zu transferieren und die erlebten Erfahrungen aktiv-kognitiv zu verarbeiten, anstatt sie nur als bloßes Abenteuer zu konsumieren.
Jungen suchen in Abenteuern oft eine Bestätigung ihrer Männlichkeit und Risikobereitschaft, während Mädchen eher soziale und kommunikative Aspekte betonen, was sich auf die Gestaltung der entsprechenden Pädagogik auswirken muss.
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