Bachelorarbeit, 2011
41 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Internationaler Konzernabschluss
2.1 Inhalt und Bestandteile
2.2 Konsolidierungskreis nach IAS 27 und SIC 12
2.3 Vollkonsolidierung
3 Das Control-Konzept nach IFRS 10
3.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich des IFRS 10
3.2 Control-Konzept
3.2.1 Identifikation des potenziellen Tochterunternehmens
3.2.2 Identifizierung der relevanten Aktivitäten
3.2.3 Entscheidungsprozess über die relevanten Tätigkeiten
3.3 Entscheidungsgewalt
3.3.1 Substanzielle Rechte
3.3.2 Stimmrechte
3.4 Anspruch auf variable Ergebnisse
3.5 Beeinflussung der Variabilität
4 Kritische Würdigung
4.1 Beurteilung im Hinblick auf Zweckgesellschaften
4.2 Beurteilung der Erfassung von Silo-Strukturen
4.3 Beurteilung von potenziellen Stimmrechten
4.4 Beurteilung von Beherrschung ohne Stimmrechtsmehrheit
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert den neuen Standard IFRS 10 und das darin verankerte, einheitliche Control-Konzept, das darauf abzielt, Mängel in der Interpretation des Beherrschungsbegriffs zu beheben und die Transparenz in Konzernabschlüssen zu erhöhen.
3.2 Control-Konzept
Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung des einheitlichen Konsolidierungsmodells, das sog. Control-Konzept, für sämtliche Unternehmen, und zwar unabhängig davon, ob Beherrschung gesellschaftsrechtlich, vertraglich oder wirtschaftlich begründet wird. Somit ist es auch auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die auf Stimmrechten basieren als auch solche Verhältnisse, die sich aufgrund vertraglicher Vereinbarungen ergeben, anzuwenden. IAS 27 umfasst den Grundgedanken der Beherrschung, jedoch werden in IFRS 10 drei Einzelkriterien in einen stärkeren kausalen Zusammenhang gestellt. Gemäß dem neuen Control-Konzept beherrscht ein Investor ein Investment, wenn er
entscheidungsgewalt über das Investment hat,
einen Anspruch auf variable Ergebnisse aus der Beteiligung an dem Investment besitzt oder diesen ausgesetzt ist, und
die Entscheidungsgewalt über das Investment zur Beeinflussung der Variabilität seiner Ergebnisse einsetzen kann.
Wenn diese Kriterien kumulativ erfüllt werden, muss das Beteiligungsunternehmen vollkonsolidiert werden. Zudem muss die Beurteilung, ob eine Beherrschung vorliegt, auf einer kontinuierlichen Basis stattfinden.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Beweggründe des IASB zur Veröffentlichung des IFRS 10, um Mängel und Inkonsistenzen früherer Standards bei der Konzernkonsolidierung zu beheben.
2 Internationaler Konzernabschluss: Es werden die Grundlagen und Ziele des internationalen Konzernabschlusses sowie die bestehenden Verfahren zur Vollkonsolidierung nach IAS 27 und SIC 12 dargestellt.
3 Das Control-Konzept nach IFRS 10: In diesem Kapitel wird das neue, einheitliche Konsolidierungsmodell detailliert erläutert, insbesondere die drei zentralen kumulativen Kriterien zur Bestimmung von Beherrschung.
4 Kritische Würdigung: Dieses Kapitel hinterfragt die Auswirkungen des neuen Control-Konzepts auf Zweckgesellschaften, Silo-Strukturen und komplexe Stimmrechtskonstellationen in der praktischen Anwendung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Neuerungen durch IFRS 10 zusammen und bewertet die Erleichterungen sowie die verbleibenden Interpretationsspielräume für Unternehmen und Wirtschaftsprüfer.
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Die Arbeit behandelt den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 10 und dessen Auswirkungen auf die Konzernkonsolidierung, insbesondere durch das neu eingeführte, einheitliche Control-Konzept.
Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die Kriterien für ein Beherrschungsverhältnis (Entscheidungsgewalt, variable Ergebnisse, Beeinflussung) sowie die kritische Würdigung der neuen Norm.
Das primäre Ziel ist es, das Control-Konzept nach IFRS 10 de lege ferenda darzulegen und kritisch zu prüfen, ob es die angestrebte Transparenz und einheitliche Anwendung in der Praxis tatsächlich erreicht.
Die Arbeit folgt einem primär deskriptiven und analysierenden Ansatz, indem sie den Standard IFRS 10 anhand der Literatur, der IASB-Vorgaben und existierender Kommentierungen strukturiert darstellt und kritisch würdigt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des internationalen Konzernabschlusses (Kapitel 2), eine detaillierte Erläuterung des neuen Control-Konzepts (Kapitel 3) und eine kritische Auseinandersetzung mit speziellen Anwendungsfällen wie Zweckgesellschaften und Stimmrechten (Kapitel 4).
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Control-Konzept, Vollkonsolidierung, Entscheidungsgewalt, Zweckgesellschaften und Rechnungslegungsstandards geprägt.
Im Gegensatz zur Sonderregelung in SIC-12 gibt es unter IFRS 10 keine spezifischen Ausnahmen mehr; auch Zweckgesellschaften unterliegen nun dem allgemeinen Control-Konzept, was eine konsistentere wirtschaftliche Abbildung ermöglichen soll.
Silo-Strukturen sind abgrenzbare, verselbstständigte Teile eines Unternehmens, deren Vermögenswerte und Schulden unter IFRS 10 nun ebenfalls auf Beherrschung geprüft werden müssen, anstatt nur das Unternehmen als Ganzes zu betrachten.
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