Masterarbeit, 2012
127 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Forschungsleitende Frage
1.2 Ziel
1.3 Abgrenzung
1.4 Sprachregelung
1.5 Inhaltliche Übersicht
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 Arbeits- und Leistungsfähigkeit von älteren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
2.1.1. Zum Begriff des Alters
2.1.2. Arbeitsfähigkeit
2.1.3. Motivation von älteren Arbeitnehmerinnen
2.1.4. Zusammenfassung für ein erfolgreiches Altern im Betrieb
2.2 Salutogenese und das Konzept des Kohärenzgefühl
2.2.1 Der salutogenetische Ansatz
2.2.2 Das Kohärenzgefühl
2.2.3 Die Frage nach der Bedeutsamkeit und dem Lebens-Sinn
2.2.4 Bewältigungsstrategien von Stress
2.2.5 Das Kohärenzgefühl in der Gruppe
2.2.6 Umgang mit Emotionen
2.2.7 Fazit
2.3 Neurobiologische Erkenntnisse
2.3.1 Die neurobiologische Entdeckung der Spiegelneuronen
2.3.2 Spiegelung und Identität
2.3.2.1 Beziehungsaufnahme und –gestaltung
2.3.2.2 Irritation und Störbarkeit durch Spiegelungsphänomene
2.3.3 Lehrpersonen in der Schule
2.3.3.1 Kompetenzen für die Beziehungsgestaltung zu Schülern
2.3.3.2 Selbst-Achtung in der Beziehungsgestaltung zu sich selber
2.3.3.3 Schülerinnen und Schüler sind Experten
2.3.3.4 Beziehungsgestaltung mit Eltern
2.3.3.5 Gesundheitsförderndes Verhalten
2.3.4 Fazit
2.4 Primarschule des Kantons Zürich
2.4.1 Auftrag der Primarschule gemäss Leitbild der Standesorganisation der CH-Lehrer
2.4.2 Gesetzliche Regelung im Kanton Zürich
2.4.3 Veränderung des Schulsystems des Kantons Zürich in den letzten Jahren
2.4.4 Fazit: Auswirkungen der strukturellen Veränderungen im Schulsystem
3 METHODISCHES VORGEHEN
3.1 Rahmenbedingungen des Forschungsfeldes
3.2 Theoretischer Ansatz: Qualitative Forschung
3.2.1 Erhebungsverfahren: Experteninterview
3.2.2 Erhebungsverfahren: Gruppeninterview
3.3 Stichproben
3.3.1 Stichproben: Gruppeninterviews mit Lehrpersonen 50+
3.3.2 Stichproben: Einzelinterviews mit Schulleitenden
3.3.3 Interviewgruppen
3.3.3.1 Einzelinterviews: Interviews mit Schulleitern
3.3.3.2 Gruppeninterview: Interviews mit Lehrpersonen 50+
3.4 Arbeitsinstrumente und deren Nutzung
3.4.1 Kontaktaufnahme für die Interviews
3.4.2 Interviewleitfaden / halbstrukturierte Interviews
3.4.3 Mündliche Datenerhebung bei den Gruppeninterviews Lehrpersonen 50+
3.4.4 Einzelinterviews mit Schulleitenden
3.5 Vorgehen bei der Inhaltsanalyse
3.5.1 Aufbereitungsverfahren
3.5.2 Grundsätze für das Auswertungsverfahren
4 DARSTELLUNG DER DATEN
4.1 Antworten zur Frage 1: Was war damals deine Motivation?
4.2 Antworten zu Frage 2: Was tust du heute dafür, um gesund und engagiert zu sein?
4.3 Antworten zur Frage 3: Empfehlungen, um arbeitsfähig zu bleiben
4.4 Antworten zur Frage 4: Das Bedeutsamste, um gesund und engagiert zu sein
4.5 Ergänzende Aspekte von Seiten der Schulleitenden
5 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
5.1 Darstellung und Analyse der Ergebnisse
5.1.1 Auffälligkeiten des quantitativen Verhältnisses der vier Grundbedürfnisse
5.1.2 Auffälligkeiten der einzelnen Bedürfnisse bei den Fragen 1 bis 4
5.1.3 Auffälligkeiten der genannten Bedürfnisse der Schulleitenden
5.1.4 Auffälligkeiten bezüglich der Handlungsebenen (gemäss Schichtenmodell)
5.1.5 Allgemeine Auffälligkeiten
5.2 Vergleich mit der Literatur
5.2.1 Vergleich der Ergebnisse bezüglich Arbeits- und Leistungsfähigkeit
5.2.2 Vergleich mit dem Konzept des Kohärenzgefühls
5.2.3 Vergleich mit Resonanzphänomenen
5.2.4 Zusammenfassung der „motivationalen Ressourcen“
5.3 Interpretation der Ergebnisse
5.4 Reflexion der Ergebnisse
5.4.1 Inhaltliche Reflexion:
5.4.2 Reflexion des Ergebnis-Prozesses
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK
6.1 Schlussfolgerungen Lehrperson 50+
6.2 Schlussfolgerungen für die Schulleitungen
6.3 Schlussfolgerungen für Rahmenbedingungen
6.3.1 Schlussfolgerungen zwischenmenschlicher Rahmenbedingungen
6.3.2 Schlussfolgerungen struktureller Rahmenbedingungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die motivationalen Ressourcen von Primarlehrpersonen ab 50 Jahren im Kanton Zürich. Ziel ist es, zu identifizieren, welche Faktoren es diesen Lehrpersonen ermöglichen, ihren Berufsauftrag gesund und motiviert bis zur Pensionierung zu erfüllen, und welche Rahmenbedingungen dabei unterstützend wirken können.
2.2.2 Das Kohärenzgefühl
Antonovsky (1997) definiert das Kohärenzgefühl mit der Abkürzung SOC (sense of coherence) auf Seite 36 folgendermassen:
„Das SOC (Kohärenzgefühl) ist eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmass man ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass
1. die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äusseren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind;
2. einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen;
3. diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen.“
Die drei wesentlichen Faktoren, welche das Kohärenzgefühl bestimmen, werden von Antonovsky, A. 1997, S. 34 als Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit definiert.
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Ausgangslage im Kanton Zürich infolge des neuen Volksschulgesetzes und begründet die Relevanz der Untersuchung motivationaler Ressourcen bei älteren Lehrpersonen.
2 THEORETISCHER TEIL: Das Kapitel vermittelt theoretische Grundlagen zu Altersbegriffen, Arbeitsfähigkeit, Salutogenese nach Antonovsky, neurobiologischen Aspekten wie Spiegelneuronen sowie dem Kontext der Primarschule Zürich.
3 METHODISCHES VORGEHEN: Hier wird der qualitative Forschungsansatz dargelegt, der Experteninterviews mit Schulleitungen und Gruppeninterviews mit Lehrpersonen kombiniert, um individuelle Erfahrungen systematisch zu explorieren.
4 DARSTELLUNG DER DATEN: Dieses Kapitel präsentiert die in den Interviews erhobenen Aussagen der Lehrpersonen zu ihrer Motivation und den Strategien zur Erhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit.
5 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Die Ergebnisse werden quantitativ analysiert, in Bedürfniscluster eingeordnet und mit den theoretischen Konzepten der Salutogenese und Resonanzphänomene vergleichend diskutiert.
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Das Kapitel formuliert konkrete Konsequenzen für Lehrpersonen, Schulleitungen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen, um eine engagierte Berufsausübung bis zur Pensionierung zu sichern.
Motivation, Lehrpersonen 50+, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Arbeitsfähigkeit, Spiegelneuronen, Primarschule Zürich, Berufsauftrag, Ressourcenmanagement, Führung, Belastungsbewältigung, Schulsystem, Lehrergesundheit, professionelle Identität, Gratifikationskrise.
Die Arbeit untersucht, woraus Primarlehrpersonen im Alter von 50 Jahren und älter ihre Motivation beziehen, um den täglichen Anforderungen des Schulalltags im Kanton Zürich gerecht zu werden.
Die Autorin stützt sich primär auf das salutogenetische Konzept des Kohärenzgefühls nach Aaron Antonovsky sowie auf neurobiologische Erkenntnisse zu Spiegelneuronen nach Joachim Bauer.
Ziel ist es, die motivationalen Ressourcen dieser spezifischen Altersgruppe zu identifizieren und aufzuzeigen, welche zwischenmenschlichen und strukturellen Rahmenbedingungen die Arbeitsfähigkeit bis zur Pensionierung unterstützen.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bestehend aus halb-strukturierten Experteninterviews mit Schulleitungen sowie strukturierten Gruppeninterviews mit Lehrpersonen 50+.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der erhobenen Daten sowie die anschließende Ergebnisanalyse und Reflexion.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Motivation, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Arbeitsfähigkeit, Lehrpersonen 50+ und Resonanzphänomene.
Die Befragten tendieren dazu, sich durch eine Distanzstrategie zu schützen, da sie in vielen administrativen Vorgaben keinen direkten Mehrwert für ihre pädagogische Kernaufgabe sehen.
Ein unterstützendes, tolerantes Team, in dem gemeinsame Werte gelebt werden, wird als elementare motivationale Ressource wahrgenommen, um auch schwierige Arbeitsphasen zu überstehen.
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