Masterarbeit, 2013
63 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Capital Asset Pricing Model
3. Der Beta-Faktor
3.1. Definition des Beta-Faktors
3.2. Verfahren zur Bestimmung von Beta-Faktoren
3.3. Determinanten des Beta-Faktors
4. Statistische Verfahren zur Beurteilung der Güte des Beta-Faktors
4.1. Das Bestimmtheitsmaß R²
4.1.1. Das statistische Modell des Bestimmtheitsmaßes
4.1.2. Das Bestimmtheitsmaß als Gütekriterium für den Beta-Faktor
4.2. Der T-Test
4.2.1. Das statistische Modell des T-Tests
4.2.2. Der T-Test als Gütekriterium für den Beta-Faktor
4.3. Der Zusammenhang zwischen T-Test und Bestimmtheitsmaß
4.4. Eignung statistischer Maße zur Bewertung der Güte des Beta-Faktors
5. Der Einfluss der Liquidität auf die Güte des Beta-Faktors
5.1. Zusammenhang zwischen Liquidität und Beta-Faktor
5.2. Definition der Liquidität einer Aktie
5.3. Liquiditätsmaße
5.3.1. Transaktionsfrequenz und Transaktionslatenz
5.3.2. Handelsvolumen
5.3.3. Liquiditätsraten
5.3.4. Free Float
5.3.5. Geld-Brief-Spanne
5.4. Eignung der Liquiditätsmaße als Gütekriterium für den Beta-Faktor
6. Empirische Fallstudie
6.1. Aufbau der Studie
6.2. Datengrundlage
6.3. Kennzahlen
6.4. Auswertung der Studie
6.4.1. Ergebnisvergleich zwischen T-Test und Bestimmtheitsmaß
6.4.2. Korrelation der Liquiditätsmaße
6.4.3. Zusammenhang zwischen der Liquidität einer Aktie und dem T-Test
6.4.3.1. Isolierte Betrachtung der Liquiditätsmaße
6.4.3.2. Kollektive Betrachtung der Liquiditätsmaße
6.4.4. Ansatz zur Bestimmung eines Grenzwertes für die Liquidität einer Aktie als Filterkriterium für den Beta-Faktor
6.4.5. Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie
7. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung statistischer Verfahren, wie den T-Test und das Bestimmtheitsmaß, als Filterkriterien für die Güte von Beta-Faktoren in der Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel besteht darin, kritisch zu hinterfragen, ob diese statistischen Maße in der Lage sind, Beta-Faktoren zu identifizieren, die aufgrund verzögerter Kursanpassungen oder mangelnder Liquidität der Aktien ein verzerrtes systematisches Risiko widerspiegeln.
3.1. Definition des Beta-Faktors
Der Beta-Faktor ist eine Maßzahl für das systematische Risiko einer betrachteten Investition. Mathematisch betrachtet lässt sich der Beta-Faktor als Kovarianz der Rendite der Anlage und der Marktrendite relativ zu der Varianz der Marktrendite darstellen:
(2) βi = cov(ri,rm) / var(rm)
mit: βi = Beta-Faktor der Anlage i, cov(ri,rm) = Kovarianz der Renditen der Anlage i und des Marktportfolios, ri = Rendite der Anlage i, rm = Rendite des Marktportfolios, var(rm) = Varianz der Rendite des Marktportfolios.
Er beschreibt in welchem Verhältnis die Rendite der betrachteten Anlage zu der Rendite des Marktportfolios schwankt. Diese Schwankungen bilden die Risiken einer Anlage ab und werden als Volatilität bezeichnet. Unterliegt die betrachtete Anlage einem höheren systematischen Risiko als dem des Marktportfolios ergibt sich ein Beta-Faktor größer eins (überproportionale Schwankung der Anlage im Vergleich zum Markt). Ist es geringer nimmt der Beta-Faktor Werte kleiner eins an (unterproportionale Schwankung). Entspricht das systematische Risiko der Anlage dem des Marktportfolios gilt: βi = 1. Ist die Anlage unabhängig von systematischen Risiken (z.B. risikolose Anlagen) und somit unabhängig von den Renditeschwankungen des Marktes, wird dies mit einem Beta-Faktor in Höhe von null beschrieben. Auch negative Beta-Werte sind konstruktionsbedingt möglich. Sie zeigen eine gegenläufige Entwicklung der Anlage gegenüber dem Markt an, bspw. sinkt die Rendite der Anlage, wenn die die Marktrendite steigt.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Beta-Faktor-Ermittlung in der Unternehmensbewertung und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Eignung statistischer Verfahren und der Liquidität als Filterkriterien.
2. Das Capital Asset Pricing Model: Dieses Kapitel erläutert das CAPM als theoretisches Grundgerüst zur Ermittlung von Eigenkapitalkosten und beschreibt dessen Annahmen.
3. Der Beta-Faktor: Hier werden Definition, Bestimmungsverfahren und Determinanten des Beta-Faktors als Maßzahl für systematisches Risiko detailliert vorgestellt.
4. Statistische Verfahren zur Beurteilung der Güte des Beta-Faktors: Das Kapitel analysiert das Bestimmtheitsmaß R² und den T-Test als statistische Instrumente und diskutiert deren Grenzen und Zusammenhänge.
5. Der Einfluss der Liquidität auf die Güte des Beta-Faktors: Dieser Abschnitt untersucht, warum geringe Liquidität zu verzerrten Beta-Faktoren führen kann, und stellt verschiedene Liquiditätsmaße wie Handelsvolumen und Geld-Brief-Spanne vor.
6. Empirische Fallstudie: In diesem Kapitel wird anhand von CDAX-Unternehmen empirisch geprüft, ob Liquidität und die angewandten statistischen Tests als verlässliche Indikatoren für die Qualität von Beta-Faktoren dienen können.
7. Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse über die Güte und Belastbarkeit von Beta-Faktoren.
Beta-Faktor, Unternehmensbewertung, CAPM, systematisches Risiko, Bestimmtheitsmaß, T-Test, Aktienliquidität, Handelsvolumen, Geld-Brief-Spanne, Regressionsanalyse, CDAX, Marktrisiko, Statistik, Filterkriterien, empirische Fallstudie
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Überprüfung der Güte von Beta-Faktoren, die in der Unternehmensbewertung auf Basis des Capital Asset Pricing Models (CAPM) ermittelt werden.
Zentrale Themen sind die mathematische Herleitung von Beta-Faktoren, die Eignung statistischer Tests wie R² und T-Test sowie der Einfluss der Aktienliquidität auf die Qualität dieser Schätzungen.
Ziel ist es zu beurteilen, ob die in der Praxis üblichen statistischen Verfahren ausreichen, um qualitativ minderwertige Beta-Faktoren (z.B. aufgrund illiquider Datenbasis) korrekt zu identifizieren und auszuschließen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit statistischen Modellen mit einer empirischen Fallstudie, die Daten von über 500 CDAX-Unternehmen analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung statistischer Gütekriterien (T-Test, R²), eine Diskussion verschiedener Liquiditätsmaße und eine umfangreiche empirische Untersuchung zur Korrelation von Liquidität und Beta-Faktor.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Beta-Faktor, Unternehmensbewertung, statistische Gütekriterien, Liquiditätsmaße und empirische Fallstudie geprägt.
Die Studie zeigt, dass der T-Test zwar bei extrem illiquiden Aktien wirkt, aber dennoch Beta-Faktoren durchlässt, die aufgrund verzögerter Kursanpassungen ein verzerrtes systematisches Risiko abbilden.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass aufgrund fehlender einheitlicher Messkonzepte und der Mehrdimensionalität des Liquiditätsbegriffs kein allgemeingültiger Grenzwert für die Anwendung von Beta-Faktoren definiert werden kann.
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