Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Begriffsabgrenzung und generelle Auswirkungen des BilMoG
2.1 Abgrenzung der relevanten Begriffe
2.1.1 Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
2.1.2 Kleine und Mittelgroße Unternehmen (KMU)
2.2 Deregulierende Maßnahmen für KMU
2.2.1 Befreiung von der Rechnungslegungspflicht
2.2.2 Anhebung handelsrechtlicher Größenklassen
3 Darstellung wesentlicher Rechnungslegungsänderungen für KMU
3.1 Übergreifende Änderungen der Rechnungslegung
3.1.1 Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit
3.1.2 Bewertungseinheiten
3.1.3 Abschreibungen und Wertaufholungen
3.2 Ausgewählte Änderungen von Ansatz und Bewertung
3.2.1 Herstellungskosten und immaterielle Vermögensgegenstände
3.2.2 Rückstellungen
3.2.3 Latente Steuern
4 Kritische Analyse und Auswirkungen auf die Praxis
4.1 Chancen und Risiken für den Mittelstand
4.1.1 Deregulierung
4.1.2 Informationsvermittlung
4.1.3 Aufgabe der Einheitsbilanz
4.2 Praktische Probleme in der steuerlichen Beratung
4.2.1 Wechsel der Rechnungslegung
4.2.2 Gesonderte Erstellung von Handels- und Steuerbilanz
4.2.3 Aufwandsrückstellungen
4.2.4 Rückstellungsbewertung
4.2.5 Steuerlatenzen
4.3 Ergebnisse der Praxisumsetzung und Ausblick
5 Fazit
Die Arbeit analysiert die praktischen Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU). Das zentrale Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Neuregelungen auf die handelsrechtliche Rechnungslegung auswirken und welche Herausforderungen dabei in der steuerlichen Beratungspraxis entstehen.
3.1.2 Bewertungseinheiten
Im Zuge der Einführung des BilMoG wurde mit § 254 HGB im Handelsrecht erstmals die Bilanzierung von Bewertungseinheiten gesetzlich bestimmt. Mit der Gesetzesänderung wurde die Parallele zu § 5 Abs. 1a EStG geschaffen, welcher bereits 2006 im Rahmen des Gesetzes zur Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen im Steuerrecht eingeführt wurde und die Übernahme handelsrechtlich gebildeter Bewertungseinheiten vorsieht. Die Bildung von Bewertungseinheiten kann je nach Branche, Größe oder Rechtsform von großer Bedeutung sein.
Eine Bewertungseinheit beruht aus der Überlegung, dass die aus einem Grundgeschäft resultierenden Risiken durch den Einsatz eines Sicherungsinstruments wirtschaftlich abgesichert werden. Voraussetzungen sind das Vorliegen eines sicherungsfähigen Grundgeschäfts, eines Sicherungsinstruments, komparative Risiken, die Sicherungsabsicht und die Wirksamkeitsmessung. Als sicherungsfähige Grundgeschäfte kommen nach § 254 HGB Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen in Betracht.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik der Bilanzmodernisierung und Skizzierung der Herausforderungen für KMU.
2 Begriffsabgrenzung und generelle Auswirkungen des BilMoG: Definition relevanter Fachbegriffe sowie Erläuterung der deregulierenden Maßnahmen für den Mittelstand.
3 Darstellung wesentlicher Rechnungslegungsänderungen für KMU: Analyse der konkreten Anpassungen in Ansatz, Ausweis und Bewertung nach den neuen HGB-Vorschriften.
4 Kritische Analyse und Auswirkungen auf die Praxis: Untersuchung der praktischen Konsequenzen, Chancen und Probleme in der steuerlichen Beratung sowie die Rolle der EDV-Unterstützung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Reform und Ausblick auf die weitere Entwicklung des Bilanzrechts.
BilMoG, KMU, Handelsbilanz, Steuerbilanz, umgekehrte Maßgeblichkeit, Rückstellungen, Bewertungseinheiten, Rechnungslegung, Einheitsbilanz, Bilanzmodernisierung, Steuerberatung, DATEV, Deregulierung, Jahresabschluss, Bilanzierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Modernisierung des deutschen Bilanzrechts durch das BilMoG und dessen Auswirkungen auf kleine und mittelgroße Unternehmen sowie die Beratungspraxis.
Im Fokus stehen die Deregulierung der Rechnungslegung, Änderungen bei Ansatz- und Bewertungsvorschriften sowie die praktischen Probleme bei der Umsetzung in den Unternehmen.
Das Ziel ist die Analyse der Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf KMU, insbesondere im Hinblick auf Kosten, Dokumentationsaufwand und die steuerliche Beratung.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die durch praxisorientierte Auswertungen, insbesondere im Kontext von DATEV-Softwarelösungen, ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Änderungen (Kapitel 3) und eine kritische Analyse der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Praxis (Kapitel 4).
Typische Schlagworte sind BilMoG, KMU, Einheitsbilanz, umgekehrte Maßgeblichkeit und Bilanzierungsänderungen.
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