Masterarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1 Anspruch auf Förderung in Kindertageseinrichtungen
2.1.1 Hintergründe und Entstehung
2.1.2 Ziele und Auswirkungen
2.2 Kinderbildungsgesetz
2.3 Weitere relevante Paragraphen, Vereinbarungen und Gesetze
3. Aktuelle Situation der Kindertagesbetreuung
3.1 Bedarfsanalyse
3.2 Ausbaustand und dynamische Entwicklung
4. Gründungsentwurf einer privaten Kindertageseinrichtung
4.1 Geschäftsidee und konzeptionelle Grundlagen
4.1.1 Eckpunkte der pädagogischen Konzeption
4.1.2 Fachliche Eignung
4.1.3 Betriebserlaubnis
4.1.4 Rechtsform
4.2 Marktanalyse
4.3 Standortanalyse
4.4 Wirtschaftlichkeitsanalyse
4.4.1 Notwendige Privatentnahmen
4.4.2 Kapitalbedarfsanalyse
4.4.3 Szenarioanalyse
4.4.4 Preisgestaltung
5. Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung
5.1 Chancen
5.2 Risiken
6. Abschlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Perspektiven und Erfolgsaussichten einer privatgewerblichen Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des seit August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung. Dabei wird analysiert, wie sich private Träger in einem durch öffentliche und freie Trägerschaften dominierten Markt etablieren können, welche betriebswirtschaftlichen Hürden bestehen und ob eine wirtschaftlich lukrative Gründung möglich ist.
4.1.1 Eckpunkte der pädagogischen Konzeption
An dieser Stelle werden konzeptionelle Eckpunkte beschrieben. Von einem Anspruch auf Vollständigkeit muss aus Platzgründen abgesehen werden.
Die pädagogische Grundorientierung basiert auf den Ideen des Arztes und Pädagogen Janusz Korczak, welcher mit seiner Forderung nach Kinderrechten als Vorreiter in der Erziehungsgeschichte gilt. Als elementares Recht ist in erster Linie das Recht des Kindes auf Achtung zu nennen. Erfüllt werden kann dieses, indem Erwachsene Kindern mit Respekt und Wertschätzung begegnen und ihnen das Recht einräumen, eigene Gedanken auszusprechen und aktiv an Entscheidungen, welche die eigene Person betreffen, mitzuwirken. Passend dazu formulierte er seine Überzeugung, dass Kinder nicht erst zu Menschen werden, sondern schon welche sind (vgl. Beiner, 2008:151). Zur Umsetzung bedarf es daher nicht einer erlernten Erziehungsmethode. Die Fachkraft hat vielmehr diese Überzeugung zu verinnerlichen und ihr Rollenverständnis dahingehend auszuleben.
Im Alltagsgeschehen wird besonderer Wert auf Rahmenbedingungen gelegt, die es den Kindern ermöglichen, sich auszuprobieren. Zeitgleich wird die Gefahr gebannt, durch ein Übermaß an Fürsorge die Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken. In der Einrichtung haben sie daher die Möglichkeit, sich selbst und ihre Grenzen zu erfahren. Dieser Gedanke beruht auf dem von Korczak formulierten Recht des Kindes auf seinen Tod, wie er es überspitzt ausdrückt (vgl. Beiner, 2008:25 f.). Folgendes Zitat verdeutlicht seine Position.
„Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entreißen wir das Kind dem Leben; wir wollen nicht, dass es stirbt und erlauben ihm deshalb nicht zu leben.“ (vgl. Korczak, 1999:49)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um den Kita-Ausbau und den Rechtsanspruch auf U3-Betreuung und führt in die Problematik ein, dass private Einrichtungen in der Förderlandschaft bisher oft benachteiligt sind.
2. Rechtliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenwirken von Bundesrecht (SGB VIII) und Landesrecht (KiBiz NRW) und analysiert die schwierigen Bedingungen für die öffentliche Förderung privater, gewinnorientierter Einrichtungen.
3. Aktuelle Situation der Kindertagesbetreuung: Es werden statistische Daten zum Ausbaustand der Kinderbetreuung in Deutschland und spezifisch in Nordrhein-Westfalen analysiert, um den tatsächlichen Bedarf für 2013 zu ermitteln.
4. Gründungsentwurf einer privaten Kindertageseinrichtung: In diesem Kapitel wird ein konkretes Gründungskonzept entwickelt, das von der pädagogischen Konzeption über Standort- und Marktanalyse bis zur betriebswirtschaftlichen Kalkulation alle Aspekte eines Businessplans für eine Kita in Bottrop umfasst.
5. Perspektiven einer privaten Kindertageseinrichtung: Hier werden die Chancen (z.B. Nischenmärkte, Flexibilität) gegen die Risiken (z.B. Gewinnvorurteil, hoher Kostendruck) abgewogen, um die Zukunftsfähigkeit des Modells zu bewerten.
6. Abschlussbetrachtung: Das Fazit evaluiert die Gesamtsituation und kommt zu dem Schluss, dass die Gründung ohne staatliche Subventionen zwar ein risikobehaftetes Projekt bleibt, bei passgenauer Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen jedoch eine Nische bedienen kann.
Kindertageseinrichtung, U3-Betreuung, Rechtsanspruch, SGB VIII, KiBiz, private Trägerschaft, Gründung, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Bedarfsanalyse, Betreuungsplatz, pädagogische Konzeption, Standortanalyse, Finanzierung, Familienpolitik, frühkindliche Bildung
Die Arbeit befasst sich mit der Gründung und den Zukunftsperspektiven einer privatgewerblichen Kindertageseinrichtung vor dem Hintergrund des staatlichen Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung für Kinder unter drei Jahren.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Bedarfsentwicklung an Betreuungsplätzen, die strategische Planung einer Kita-Gründung sowie die betriebswirtschaftliche Rentabilitätsprüfung.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und unter welchen Bedingungen private Kindertageseinrichtungen als gewinnorientierte Unternehmen in einem staatlich subventionierten Marktumfeld erfolgreich bestehen und zur Deckung des Betreuungsbedarfs beitragen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse rechtlicher und pädagogischer Grundlagen, die Auswertung von Statistiken (DJI, Statistisches Bundesamt) sowie die Erstellung eines detaillierten Businessplans inklusive einer Szenarioanalyse zur Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesetzlichen Förderkriterien, eine detaillierte Bedarfs- und Standortanalyse für die Stadt Bottrop sowie die betriebswirtschaftliche Kalkulation von Investitionskosten, Betriebskosten und Preisgestaltung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kindertageseinrichtung, U3-Betreuung, Rechtsanspruch, private Trägerschaft, KiBiz, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Standortanalyse und frühkindliche Bildung.
In Nordrhein-Westfalen sind die Förderpauschalen ("Kindpauschalen") nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) primär auf nicht-gewinnorientierte Träger ausgerichtet. Private, gewinnorientierte Einrichtungen sind von dieser Regelförderung meist ausgeschlossen, da ihre Gewinnerzielungsabsicht den Grundsätzen der Gemeinnützigkeit widerspricht.
Das Berliner Modell wird als konkrete methodische Empfehlung für die individuelle Eingewöhnung der Kinder in der geplanten privaten Einrichtung herangezogen, um Sicherheit und Vertrauen als Basis für die pädagogische Arbeit zu schaffen.
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