Seminararbeit, 2013
48 Seiten
Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen der "polnischen Revolutionsbewegungen" auf das kommunistische System der Sowjetunion. Sie analysiert das Verhältnis zwischen Polen und Russland im 20. Jahrhundert und fokussiert auf die Rolle der Solidarnosc als Gegenbewegung gegen die sowjetische Dominanz.
Die Einleitung erläutert den Hintergrund der Arbeit und die Motivation, sich mit diesem Thema zu befassen. Das zweite Kapitel beleuchtet das sowjetische System unter Breschnew, die Stagnation der Wirtschaft und die Festigung der Parteienherrschaft. Das dritte Kapitel behandelt das polnisch-russische Verhältnis von 1945 bis 1980, die politische Abhängigkeit Polens und die enge Beziehung zu Russland. Das vierte Kapitel beschreibt den Ausbruch des Streiks in der Lenin-Werft und die Folgen für die polnische Gesellschaft. Kapitel fünf analysiert die Gründung der Solidarnosc, die Entstehung einer unabhängigen Gewerkschaft und die wachsenden Spannungen mit der Regierung. In Kapitel sechs werden die Auswirkungen des Kriegsrechts, die Rolle der Kirche und die Freilassung von Lech Walesa beleuchtet.
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit zentralen Begriffen und Themen wie dem polnischen Widerstand, der Solidarnosc, der Sowjetunion, dem Kalten Krieg, der Breschnew-Ära, dem polnisch-russischen Verhältnis, dem Streik in der Lenin-Werft, dem Kriegsrecht und der Rolle der Kirche.
Die Solidarnosc war die erste unabhängige Gewerkschaft im Ostblock. Ihr Erfolg forderte das Machtmonopol der kommunistischen Partei heraus und leitete den schleichenden Zusammenbruch der sowjetischen Dominanz in Osteuropa ein.
Die Breschnew-Doktrin besagte, dass die Sowjetunion das Recht habe, militärisch einzugreifen, wenn der Sozialismus in einem Bruderstaat gefährdet sei. Dies prägte das angespannte Verhältnis zu Polen massiv.
Der Streik von 1980 in Danzig war der Geburtsort der Solidarnosc. Unter der Führung von Lech Walesa erkämpften die Arbeiter politische Zugeständnisse, die bis dahin im Kommunismus undenkbar waren.
Als polnischer Papst gab er der Bevölkerung moralischen Rückhalt. Seine Besuche in Polen wirkten wie Katalysatoren für die Freiheitsbewegung und stärkten die Position der Kirche als Gegenpol zum Staat.
Um die Macht der Solidarnosc zu brechen, rief General Jaruzelski das Kriegsrecht aus. Die Gewerkschaft wurde verboten, Anführer verhaftet, doch der Widerstand formierte sich im Untergrund weiter.
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