Bachelorarbeit, 2012
50 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Finanzierungsinstrumente von Leveraged Buyouts
2.1. Grundstruktur einer Buyout-Transaktion
2.2. Finanzierungsschichten und Produkte
2.2.1. (Wirtschaftliches) Eigenkapital
2.2.2. Fremdkapital
2.2.2.1. Senior Debt
2.2.2.2. Second Lien Loans/Notes
2.2.2.3. Bridge Loans
2.2.3. Nachrangkapital (Subordinated Debt)
2.2.3.1. Vertragliches bzw. strukturelles Nachrangverhältnis
2.3. Zusammenfassende Darstellung der Finanzierungsschichten
3. Determinierende Faktoren für den Einsatz von High-Yield Bonds
3.1. Determinanten für den Einsatz von Nachrangkapital
3.2. High-Yield Bonds vs. Mezzanine
3.2.1. High-Yield Bonds im Überblick
3.2.1.1. High-Yield Bonds in Europa und den USA
3.2.2. Mezzanine-Kapital im Überblick
3.2.3. Gegenüberstellung der Finanzierungsoptionen und Ableitung der Determinanten für die Wahl zwischen Mezzanine und High-Yield Bonds
3.2.4. Aktuelle Marktentwicklungen
4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die Arbeit identifiziert die entscheidenden Determinanten, die den Einsatz von High-Yield Bonds bei der Akquisitionsfinanzierung von Leveraged Buyouts begünstigen, und vergleicht diese Finanzierungsform kritisch mit Mezzanine-Kapital.
3.2.1.1. High-Yield Bonds in Europa und den USA
Während bei US High-Yield Bonds das Nachrangverhältnis typischerweise vertraglich herbeigeführt wird, sind europäische High-Yield Bonds regelmäßig strukturell subordiniert. Der Grund für diese unterschiedlichen Strukturen ergibt sich aus den verschiedenen Insolvenzrechts-Regimen in den USA und Europa. Während in den USA die Senior Debt Geber davon ausgehen, ihr Vorrangverhältnis im Insolvenzfall durchsetzen zu können, fürchten europäische Senior Debt-Gläubiger, dass im Insolvenzfall ein vertragliches Nachrangverhältnis nicht von Bestand sein würde. Zur teilweisen Abdeckung dieses zusätzlichen Risikos von europäischen High-Yield Bonds werden seit einigen Jahren europäischen High-Yield-Investoren subordinierte Garantien von operativ tätigen Tochtergesellschaften zuteil, was mitunter historisch bedingt ist.
Europäische High-Yield Bonds wurden bis Anfang der 2000er Jahre grundsätzlich ohne zusätzliche Sicherheiten mit einem strukturellen Nachrangverhältnis emittiert, was dazu führte, dass 2001 die Verwertungsraten der US High-Yield Bonds mit rund 30% fast dreimal so hoch wie bei den europäischen Pendants waren.
1. Einführung: Darstellung der historischen Entwicklung und Bedeutung von High-Yield Bonds im Rahmen von Leveraged Buyouts seit den 1970er Jahren.
2. Finanzierungsinstrumente von Leveraged Buyouts: Systematische Aufarbeitung der Finanzierungsstruktur, unterteilt in Eigenkapital, Senior Debt, Nachrangkapital und spezifische Instrumente wie Bridge Loans.
3. Determinierende Faktoren für den Einsatz von High-Yield Bonds: Analyse der Faktoren, die zur Wahl von Nachrangkapital führen, sowie detaillierter Vergleich der Vor- und Nachteile von High-Yield Bonds gegenüber Mezzanine-Finanzierungen.
4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Synthese der identifizierten Determinanten und Einschätzung der zukünftigen Relevanz von High-Yield Bonds als Refinanzierungsinstrument.
Leveraged Buyout, High-Yield Bonds, Mezzanine-Kapital, Akquisitionsfinanzierung, Nachrangkapital, Finanzierungsstruktur, Senior Debt, Debt-Equity-Ratio, Kapitalmarkt, Covenant, Private Equity, Verschuldungsgrad, Refinanzierung, Zinsspread, Unternehmensfinanzierung
Die Bachelor-Thesis untersucht die Rolle und die Einsatzbedingungen von High-Yield Bonds innerhalb der Finanzierungsstruktur von Leveraged Buyout-Transaktionen, insbesondere im Vergleich zum Mezzanine-Kapital.
Die zentralen Themen sind die Strukturierung von LBO-Finanzierungen, die Identifikation von Determinanten für Fremdkapitalentscheidungen und die spezifische Differenzierung zwischen High-Yield Bonds und Mezzanine-Kapital.
Das Ziel ist die Identifizierung von Faktoren, die den Einsatz von High-Yield Bonds begünstigen, sowie die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile dieser Instrumente gegenüber Mezzanine-Finanzierungen als Konkurrenzprodukt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von empirischen Studien zur Kapitalstruktur bei Leveraged Buyouts sowie der Auswertung von Marktdaten.
Im Hauptteil werden zunächst die gängigen Finanzierungsschichten von Buyouts analysiert, gefolgt von einer detaillierten Herleitung der Einflussfaktoren auf die Wahl zwischen Mezzanine-Kapital und High-Yield Bonds anhand spezifischer Kriterien.
Wichtige Begriffe sind Leveraged Buyout, High-Yield Bonds, Mezzanine-Kapital, Nachrangkapital, Finanzierungsstruktur und die entsprechenden Determinanten für deren Einsatz.
Da europäische High-Yield Bonds häufig strukturell nachrangig sind, beeinflusst dies das Risiko-Rendite-Profil und die Akzeptanz bei Investoren im Vergleich zu den primär vertraglich ausgestalteten US-Varianten.
Aufgrund der hohen Transaktionskosten, die unter anderem durch die Notwendigkeit eines Ratings entstehen, sind High-Yield Bonds primär für Transaktionen mit einem größeren Volumen (ca. 100-150 Mio. EUR aufwärts) effizient einsetzbar.
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